Tabuthema Essstörung: Schön schlank oder psychisch krank? (Seite 2/7)

Hinweise auf das richtige Gewicht

Medizinisch gesehenes „Normal-“ oder „Idealgewicht“

Bei der Berechnung des Body-Maß-Index (BMI) wird das Gewicht einer Person in Relation zur Körpergröße gesetzt.

Die Zahlenwerte errechnen sich aus Körpergewicht geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat und lassen sich dann mit den wissenschaftlich definierten Werten für Untergewicht, Normalgewicht bzw. Übergewicht vergleichen.

Zur Beurteilung des Gewichts von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren gelten diese Angaben jedoch nicht, für sie werden so genannte BMI-Perzentilkurven (Wachstumskurven) verwendet.

BMI = Gewicht / Größe²

BMI  
unter 17.5: ausgeprägtes Untergewicht 
unter 18.5: Untergewicht
18.5 - 24.5: Normalgewicht
25 -30: Übergewicht
über 30: Adipositas

Diese Werte sind eine gute Orientierung, aber eben nur ein Anhaltspunkt, da jeder Mensch genetisch bedingt sein ganz individuelles Normalgewicht und individuelle Proportionen hat. Lebewesen passen nicht in ein Schema.

Es gibt daher auch noch andere Tabellen, die den BMI bspw. zudem mit dem Alter der jeweiligen Person in Verbindung bringen:

Alter Optimaler BMI 
19-24 19-24
25-34 20-25
35-44 21-26
45-54 22-27
55-64 23-28
älter als 65 24-29

Berechnen Sie hier Ihren BMI:

Hier können Sie Ihren Körperfettanteil ermitteln

Um tatsächlich festzustellen, ob jemand zu viele Pfunde mit sich herumschleppt, muss man außer dem Alter noch weitere Parameter mit einbeziehen wie bspw. dem Anteil an Fettgewebe im Körper oder auch der Verteilung des Fettes. Leistungssportler mit viel Muskelmasse überschreiten oft einen BMI von 25, ohne dass jemand sie als übergewichtig bezeichnen würde. Bei sehr kleinen oder sehr großen Menschen stößt die BMI-Formel ebenfalls an ihre Grenzen und die Werte liefern nur noch eine ungenaue Orientierung.

Bestimmen Sie auch den Körperfettanteil - also das Verhältnis von Fett zu Muskelmasse, um zu erkennen, was Ihr Gewicht für Ihre Gesundheit bedeutet. Als Faustregel gilt dabei, dass der Körperfettanteil bei Frauen zwischen 20-30 %, bei Männern zwischen 10-20 % liegen sollte. Je nach Geschlecht lassen sich die Prozentanteile basierend auf den bereits ermittelten BMI durch nachfolgende Formeln schätzen:

  • Frauen: 1,48 * BMI - 7 = Körperfettanteil
  • Männer: 1,218 * BMI - 10,13 = Körperfettanteil

Die Bedeutung des ermittelten Wertes abhängig vom Alter zeigt folgende Tabelle:

MännerFrauen
Alterzu wenigmittelzu vielzu wenigmittelzu viel
19-24< 10,819,9> 23,3< 18,925,0> 29,6
25-29< 12,820,3> 24,4< 18,925,4> 29,8
30-34< 14,521,5> 25,2< 19,726,4> 30,5
35-39< 16,122,6> 26,1< 21,227,7> 31,5
40-44< 17,523,6> 26,9< 22,629,3> 32,8
45-49< 18,624,5> 27,6< 24,330,9> 34,1
50-54< 19,825,6> 28,7< 26,633,1> 36,2
55-59< 20,226,2> 29,3< 27,434,0> 37,3

Körperfettanteile in Prozent; Quelle: Schlank und fit in den Sommer - Das 12-Wochen-Bewegungsprogramm, 2004 Wissen Media Verlag GmbH, Gütersloh/München

Neben anderen Messmethoden gibt es inzwischen zur Ermittlung des Körperfettanteils bereits elektronische Messgeräte, die damit arbeiten, dass Muskelzellen durch ihren hohen Wasseranteil den Strom leichter leiten als Fettzellen. Durch die unterschiedliche Leitfähigkeit der verschiedenen Körpergewebe ermittelt das Gerät in Verbindung mit Ihrer Größe und Ihrem Geschlecht den Anteil von Fett und anderen Körperbestandteilen.