Alles Wissenswerte zu Psychotherapie (Seite 10/11)

Beratung und Psychotherapie

Abgrenzung psychologische Beratung und Psychotherapie

Bei Beratung handelt es sich in der Regel um ein persönliches Gespräch, mit dem Ziel ein oder mehrere bestimmte Probleme zu lösen. Alternative Formen zum Gespräch können Telefon- oder E-Mail-Kontakte sein.

Was ist Beratung?

Es gibt Berater und Beratungsstellen für bestimmte Arbeitsfelder, z.B. Eheberatung, Drogen-/Suchtberatung, Erziehungsberatung, aber auch für eher individuelle persönliche Fragestellungen wie Lebensberatung, Systemische Beratung, Coaching, Seelsorge, psychologische Beratung etc.. Insbesondere bei den letztgenannten ist eine Abgrenzung zur Psychotherapie sowohl in inhaltlicher, als auch in methodischer Sicht nicht gänzlich möglich. Im Unterschied zu einer Psychotherapie dürfen bei solchen Angeboten jedoch keine psychischen Störungen mit Krankheitswert behandelt werden. Daher werden die Kosten auch nicht von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Bezeichnungen wie „Psychologischer Berater“ oder „Psychologischer Coach“, "Systemische Beratung", "Lebensberatung" etc. sind in Deutschland nicht gesetzlich geschützt – es ist also nicht festgelegt, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, damit jemand diese Bezeichnungen führen darf.

Welche Qualifikation
haben Berater?

Einen Hinweis auf die fachliche Qualifikation des Beraters können die Berufsbezeichnungen  „Diplom-Psychologe“, „Dipl.-Psych.“, „Psychologe M.Sc.“ (Master of Science) geben. Denn diese Bezeichnungen sind gesetzlich geschützt und dürfen nur verwendet werden, wenn jemand ein Studium in Psychologie abgeschlossen hat. Häufig sind auch Diplom-Pädagogen, Diplom-Sozialpädagogen oder Diplom-Sozialarbeiter auf dem Gebiet der Psychologischen Beratung tätig. Diese haben ein sozialwissenschaftliches Studium abgeschlossen, bei dem psychologische Fachkenntnisse jedoch weniger umfassend vermittelt wurden.

Weiterhin kann die Mitgliedschaft in einem Berufsverband Aufschluss darüber geben, dass der Berater sich einem bestimmten Berufsethos verpflichtet und regelmäßig an Weiterbildungen teilnimmt. Zertifikate, die von solchen Berufsverbänden vergeben werden, geben Hinweise darauf, dass bei einer Aus- bzw. Weiterbildung bestimmte Qualitätsstandards (z. B. Inhalte und Dauer der Ausbildung, Teilnahmevoraussetzungen, Abschlussmodalitäten) erfüllt wurden. Diese können jedoch je nach Verband oder Ausbildungsinstitut variieren.

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