Brigitta Gerke-Jork

Brigitta Gerke-Jork

Dipl.Kunstherapeutin (FH), Gestalttherapeutin

Schulstr. 38
63329 Egelsbach (Rhein-Main) Egelsbach
Stichpunkte

Ausbildung, Heilerlaubnis, Abrechnung

  • Heilpraktiker/in beschränkt auf Psychotherapie, Diplom-Kunsttherapie, Gestalttherapeutin
  • Erlaubnis zur Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz
  • Private Krankenversicherung, Selbstzahler

Behandlungs-Stichpunkte

  • allg. psych. Problem - Lebensberatung
  • Angst - Phobie
  • Depression
  • Essstörung
  • Notfall - Krise
  • Psychoonkologie
  • Psychosomatik
  • Schmerzen
  • Stress - Burnout - Mobbing
  • Trauer
  • Trauma - Gewalt - Missbrauch

Verfahren

  • Alternative Verfahren
  • Entspannungsverfahren
  • Gestalttherapie
  • Kunsttherapie
  • Traumatherapie

Therapie-Angebot

  • Einzeltherapie
  • Therapie für Kinder und Jugendliche

Weitere Sprachen

  • Englisch

Freie Plätze / Wartezeiten

  • Freie Plätze vorhanden.
  • In dringenden Fällen auch kurzfristig Termine möglich.

Mitgliedschaften

  • DFKGT Deutscher Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie (einige Jahre im Vorstand), DGP Deutsche Gesellschaft Palliativmedizin, Sprecherin der Sektion künstlerische Therapien
Persönliches Profil

Was ist Gestalttherapie?

Mit „Gestalt“ hat Fritz Perls, der Begründer der Gestalttherapie, die verschiedenen Themen, die einen Menschen beschäftigen, bezeichnet. „Beziehung“, „Selbstverantwortung des Klienten“ „Gegenwärtigkeit – Hier und Jetzt“, „ganzheitliche Bewußtheit meiner selbst“ sind dabei zentrale Elemente. Gestalttherapie ist eine therapeutische Grundhaltung, die mir sehr entspricht. Ich bin eine aufmerksame Zuhörerin, beobachte, erforsche zusammen mit dem Klienten auch seine nonverbalen Signale und meine Resonanzen darauf (Beziehung). Thema, Tempo, Richtung, all das bestimmt der Klient (Selbstverantwortung). Wir sind gemeinsam Forschende auf einem Weg, den ich nicht schon vorher kenne, nur weil ich Therapeut bin. Sich selber besser kennen zu lernen ist eine spannende Reise. Die „Gestalten“ stehen wechselnd im Vordergrund (hier und jetzt), und zwar immer dann, wenn sie „offen“ sind, d.h. wenn sie gerade besonders aktuell sind oder durch Erinnerung wach werden. Schmerzende Themen drängeln sich dabei gerne mal in den Vordergrund, weil sie noch Aufmerksamkeit und Heilung brauchen. Allerdings nicht immer deutlich, sondern durch Seitentürchen, wie Stimmungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, zu viel oder wenig Appetit … . Dort werden sie gerne wieder verdrängt, was viel Kraft kostet - oder wir nutzen gemeinsam die Chance und sie stehen für die therapeutische Arbeit zur Verfügung. Durch die Aufmerksamkeit von Klient und Therapeut bekommen sie einen neuen Stellenwert (Bewusstheit), einen zusätzlichen Zeugen und Kommunikationspartner – wie oft hat jeder von uns in der Vergangenheit versucht, immer alles nur mit sich selbst auszumachen und alleine wieder ins Gleichgewicht zu finden. Wenn Gestalten sich wieder „rund“ und „geschlossen“ und integriert anfühlen, treten sie von selber wieder in den Hintergrund. Gestalttherapie versucht immer, ein Thema ganzheitlich zu sehen. d.h., wir (Therapeut und Klient)nehmen es gemeinsam wahr: emotional, kognitiv und in seinem Ausdruck (Ganzheitlichkeit). Meist fehlt es an einem oder an mehreren dieser Aspekte und das Problem zeigt sich nur an einem Zipfel: eine plötzliche Traurigkeit oder Wut, ein einsames Grundgefühl oder eine Sucht, ein Problem mit dem Lebenspartner, etwas nervt mich am mir oder an einem Anderen, oder der Körper übersetzt den Ausdruck in eine psychosomatische Erkrankung, in Burnout oder Depression. Hilfreich ist auf diesem Weg, wenn zwei sich widersprechende innere Anteile („Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust“, sagte schon Goethe – manchmal sind es auch mehr) jede für sich mal sich äußern darf und die Spannung so deutlich wird. Das geht klassisch, indem man sich nacheinander auf zwei verschiedene Stühle setzt und sich in die verschiedenen Aspekte einschwingt, nach Körpergefühl, Impulsen und Ausdruck schaut. Das geht aber auch künstlerisch oder es zeigt sich in dem, was wir gestalten oder nicht schaffen zu gestalten. Hier treffen sich Kunst- und Gestalttherapie und hier ist meine bisherige kunsttherapeutische Arbeit eine gute Ergänzung.

Was ist Kunsttherapie?

Wenn Worte allein nicht reichen, sprechen Bilder. In der Einzeltherapie macht Kunsttherapie anschaulich und unterstützt die Konzentration auf ein Thema. Jeder lernt –auch ohne künstlerische Vorkenntnisse und ohne künstlerischen Anspruch – seine eigene Bildsprache und seine individuelle Bedeutung von Formen und Farben kennen. Viele Informationen können in einem Bild zusammenfließen und lassen Zusammenhänge „auf einen Blick“ sichtbar werden, die mit Worten nicht so leicht auszudrücken sind. Mit Bildern kann experimentiert werden, Bildteile können hin und her geschoben, neue kreative Lösungen gefunden, einfach mal was spielerisch ausprobiert werden. Kunsttherapie stärkt die Selbstfürsorge und Achtsamkeit, indem man herausfindet, welche sinnlichen Aspekte des künstlerischen Tuns mir gerade gut tun: sanftes Wischen von Pastellkreiden oder Pigmenten, Tonerde spüren, Bewegung auf großen Formaten, kraftschonende Farbspuren auf kleinstem Format. Bedürfnisse und Grenzen zu spüren ist wichtig bei Burnout, aber auch bei schweren körperlichen Erkrankungen wie Krebs. Ich kann im Bild Probehandeln und allen Aspekten von mir wieder einen Raum zugestehen und so wieder in mein Leben integrieren. Außerdem ist jedes Kunstwerk eine Spur, sie dokumentiert ein Stück Weg, ist ein Erinnerungsanker für einen therapeutischen Prozess. Wenn die Erkenntnis, die ich dabei gewonnen habe kostbar ist, hänge ich es in der Küche auf, um mich besser daran erinnern zu können. Therapieerfolge werden so besser gesichert und ins normale Leben integriert. Wenn das Werk dagegen etwas Schweres darstellt, habe ich die Möglichkeit Abstand zu gewinnen. Ich kann es im Therapieraum lassen, gut wegpacken und zu einem anderen Zeitpunkt wieder hervorholen. Imaginationen (Phantasiereisen, z.B. zum inneren sicheren Ort oder der inneren weisen Frau) ergänzen das Angebot. In der Traumatherapie arbeite ich gerne mit künstlerischen Methoden und einer Variante des EMDR, die der Kunsttherapie näher steht, dem CIPBS (Conflict, Imagination, Painting and Bilateral Stimulation).
Kostenübernahme: Als Heilpraktikerin für Psychotherapie kann ich leider nicht über Krankenkasse abrechnen. Es gibt allerdings die Möglichkeit der „Übergangstherapie“, wenn Sie keinen approbierten Therapeuten finden. Speziell für Opfer sexuellen Mißbrauchs im familiären Umfeld gibt es außerdem die Möglichkeit, über den „Fond Sexuellen Mißbrauch“ (fsm) Kunsttherapie zu finanzieren. Ich helfe gerne bei der Antragstellung.

Was ist "Dämonennähren" nach Tsültrim Allione?

Feeding your demons™ ist eine von Tsültrim Allione aus der buddhistischen Chöd-Praxis heraus entwickelte komplexe, strukturierte 5-Schritte-Methode, die mit Imaginationen, also inneren Bildern arbeitet und viele Gestalttherapeutische Elemente miteinander verbindet (ohne dass Tsültrim Allione das am Anfang bewusst war). Sie kann ohne weiteres auch von Nichtbuddhisten gemacht werden. Es ist eine Möglichkeit, mit den Energiefressern, wie alten Gewohnheiten, Süchten, Ängsten, auch Schmerzen, Kraftlosigkeit, ...umzugehen und sich die dort gebundene Energie wieder zugänglich zu machen. Die Verarbeitung geschieht auf einer bildhaften Ebene, ähnlich wie bei Träumen, diese Bilder sind nicht immer und schon gar nicht sofort zu verstehen aber deshalb auch nicht vom Intellekt auszubremsen. Es dürfen sich Inhalte verschlüsselt präsentieren und auch lösen. Für viele neu ist die Haltung, den inneren Schatten mal nicht mit aller Kraft weg haben zu wollen, sondern sich für ihn zu interessieren ihn sogar bildhaft mit einer guten, speziell ausgesuchten Energie zu füttern. Damit können Kräfte freigesetzt werden, die sonst in die Unterdrückung ungeliebter Inhalte fließen. Wer mehr über das "Dämonenfüttern" erfahren will, kann auf meiner Website einen Comic anschauen über einen inneren, imaginativen Prozess, den ich so in meiner Praxis begleitet habe: "Das Kartenhaus der Illusionen". Ausgangspunkt war dabei eine schmerzhafte Gürtelrose und Beziehungsprobleme.

Aus- und Weiterbildungen

Ausbildungen:
Diplom an der Fachhochschule für Kunsttherapie Nürtingen
Heilpraktiker für Psychotherapie
Gestalttherapie bei Dr. Barbara Staemmler, Würzburg
Traumatherapie im Institut für Systemische Weiterbildung und Psychotraumatologie, Christiane und Alexander Sautter
Kunsttherapie in der Behandlung von Traumafolgestörungen beim BIK (Bielefelder Institut für Kunsttherapie)
Kunsttherapie in der Behandlung von Essstörungen beim BIK (Bielefelder Institut für Kunsttherapie)
Kunsttherapie in der Onkologie in der Alanushochschule Alfter, Bonn
KSKT (R) (Kurze strukturierte Kunsttherapie) nach Alexandra Hopf
Psychoonkologie am KIPT (Arbeitskreis für Psychotraumatologie und Katathym Imaginative Psychotraumatologie, Darmstadt)
Buddhistische Psychotherapie:
- Feeding your demons™ nach Tsültrim Allione; Ausbildung für Therapeuten bei Dr. Barbara Staemmler
- Achtsamkeitstraining nach John Kabat-Zinn im Tibethaus Frankfurt
Darüber hinaus bin ich im regelmäßigen Austausch mit Kolleginnen in Kunsttherapiegruppen des DFKGT (deutscher Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie) und DGP (Deutsche Gesellschaft Palliativmedizin):
- Kunsttherapie Regionalgruppe Rhein-Main
- DFKGT-Fachgruppe Kunsttherapie in der Palliativmedizin
- DFKGT-Fachgruppe KUPES (Kunsttherapie in Prävention,
Entwicklungsförderung und Soziokultur)
- Mitglied im DGP (deutsche Gesellschaft Palliativmedizin), dort bin ich Sprecherin der Sektion künstlerische Therapien seit 2019


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Letzte Änderung am 24.01.2024