Jens Baumgardt

Dr. Jens Baumgardt

Psychotherapie/ Traumatherapie / Personal Coaching

Mörchinger Str. 47c
14169 Berlin Berlin
Stichpunkte

Ausbildung, Heilerlaubnis, Abrechnung

  • Heilpraktiker/in beschränkt auf Psychotherapie, Psychotherapie / Traumatherapie ( Nijenhuis, Reddemann)
  • Erlaubnis zur Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz
  • Gesetzliche Krankenversicherung im Kostenerstattungsverfahren, Private Krankenversicherung, Selbstzahler, auf Antrag: kpl. Kostenübernahme im Fall v. sexualisierter Gewalt, Zusatzversicherung Heilpraktiker, Beihilfe

Behandlungs-Stichpunkte

  • allg. psych. Problem - Lebensberatung
  • Angst - Phobie
  • Coaching
  • Depression
  • Notfall - Krise
  • Persönlichkeitsstörung
  • Psychoonkologie
  • Psychose - Schizophrenie
  • Psychosomatik
  • Schmerzen
  • Sexualität
  • Stress - Burnout - Mobbing
  • Trauma - Gewalt - Missbrauch

Verfahren

  • Entspannungsverfahren
  • Gesprächstherapie
  • Traumatherapie

Therapie-Angebot

  • Einzeltherapie

Weitere Sprachen

  • Englisch

Freie Plätze / Wartezeiten

  • Wartezeit bis drei Monate.
  • In dringenden Fällen auch kurzfristig Termine möglich.
Persönliches Profil

Psychotherapie/Traumatherapie

Das Erleben von Vernachlässigung, Misshandlung und sexualisierter Gewalt, besonders auch in der frühen Kindheit, kann noch in der späteren Lebensphase eine große Herausforderung für den Erwachsenen darstellen.

Den Betroffenen fällt es zuweilen schwer, sich an bestimmte Ereignisse zu erinnern, Gefühle angemessen, bzw. überhaupt wahrzunehmen. Oftmals „steht man neben sich“, es fühlt sich an, als beobachte man sich, anstatt sich als eine Einheit zu spüren und zu erleben. Es kann schwer fallen, kritische Gedanken, bzw. Gedankengänge überhaupt, für sich zufriedenstellend zu Ende zu führen.

Bedürfnisse, Wünsche, mentale Fähigkeiten und Phantasien an die man sich aus früheren Zeiten eigentlich noch erinnern kann, sind plötzlich nicht mehr abrufbar.

In der Folge werden bestimmte, Angst einflößende Situationen gemieden, das Leben fühlt sich manchmal irgendwie taub an, selbst ganze Körperteile können sich im wahrsten Sinne des Wortes wie betäubt anfühlen oder auch schmerzen. Eine organische Ursache hierfür ist nicht zu finden.

Allen zuvor genannten Wahrnehmungen ist gemeinsam, dass `etwas weniger wird´, geistige Fähigkeiten, Gefühle und Körperlichkeit weniger werden.

Häufig „kommen aber auch Dinge dazu“. Immer wieder steigen Erinnerungen an „das Schlimme“ auf, verbunden mit Gefühlen und Wahrnehmungen, die Angst einflößen und es schwer machen, sich in der jeweiligen Situation sicher zu fühlen und zu bewegen. Es ist nicht ungewöhnlich, im eigenen Kopf fremd erscheinende Ratschläge oder Anweisungen zu hören oder das Gefühl zu haben, dass Gedanken in den Geist eingefügt oder herausgezogen werden.

Dieses Tauziehen unterschiedlicher Sichtweisen, Gefühle und Meinungen, die nach Innen und nach Aussen zu großer Verwirrung führen und in ihrer Bearbeitung viel Kraft verbrauchen, haben oftmals eine absolute Müdigkeit und geistige, bzw. körperliche Erschöpfung zur Folge.

Gleiches ist auch auf der Gefühlsebene möglich. Ausgelöst von bestimmten Alltagssituationen treten auf einmal sehr starke Gefühle in den Vordergrund, die das Verhalten bestimmen und nur schwer kontrollierbar sind. Manche Menschen reagieren dann mit einer überbordenden aggressiven Reaktion, Andere werden still und wollen am liebsten nicht gesehen werden und wieder Andere warten unter höchster Anspannung auf eine Möglichkeit der Situation zu entkommen.

Dieses Erleben sich widersprechender Gedanken, Gefühle und Körperwahrnehmungen kann sich für traumatisierte Menschen durch Schmerzen, sich wiederholende, unkontrollierbare Handlungen (Tics, Zittern), sowie Veränderung der Sinneswahrnehmung (Sehen, Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken) bemerkbar machen. Auch das muskuläre System kann hiervon betroffen sein, so kann es zu Einschränkung des Bewegungsapparates kommen, die z.B. das Sprechen Schlucken oder Laufen betreffen. Diese können permanent oder aber auch durch ganz bestimmte Situationen des Alltags ausgelöst werden.

Die Vielzahl der beschriebenen Symptome Überlebender eines Traumas werden durch ihre Komplexität in der Praxis nicht immer auf ein Trauma als Ursache zurückgeführt. Vielmehr werden dann z.B. einzelne Symptome von Therapeut*innen aufgegriffen und separat bearbeitet. So können traumatisierte Menschen z.B. im Bereich der Affektdysregulation (Borderline, histrionische-, narzistische und antisoziale Persönlichkeitsstörung) durchaus unbeabsichtigt und mit besten Vorsätzen eingeordnet werden, ohne ursächlich an diesen Erkrankungen zu leiden. Gleiches gilt für wiederholten Substanzmissbrauch und chronische Beziehungsprobleme.




Klient*in und Therapeut

Wir sitzen uns in einem hellen, freundlichen Zimmer gegenüber.
Vielleicht haben Sie sich die ganze Woche mit einem Thema beschäftigt, vielleicht haben Sie auf dem Weg zu mir verzweifelt versucht, ein Thema zu finden („ich muss doch in der Sitzung etwas erzählen!“), vielleicht kommen Sie aber auch einfach so zu mir und schauen einmal, was passiert. Das ist in Ordnung.

Für mich geht es an diesem Tag darum, ihre Stimmung zu erfühlen, mich auf Sie einzustimmen. Sie mit allem wahr- und anzunehmen, was Sie in diesem Moment gerade bewegt und ausmacht. Das, was Ihr Sein in Ihrer Umwelt für Sie bedeutet und was dann auch zu meiner Umwelt werden kann. Wieviel von dieser Welt Sie mir zeigen wollen, liegt zu jedem Zeitpunkt in Ihrer Hand.

Vielleicht stehen zu Beginn der Therapie Ängste oder Schamgefühl so sehr bei Ihnen im Vordergrund, dass Sie über bestimmte Themen noch gar nicht reden möchten. Wir werden das dann auch nicht tun.

Vielleicht geht es aber auch ganz aktuell um schlaflose Nächte, Herzrasen oder andere akute Probleme, die keinen Aufschub dulden und um die wir uns zunächst kümmern sollten. Hier helfen leicht zu erlernende Techniken, mit denen Sie sich schnell und wirksam selbst beruhigen können, bzw. Interventionen, die wir ganz genau auf Sie zuschneiden werden, damit diese dann in den entsprechenden Situationen auch sicher für Sie funktionieren. Sicherheit und Stabilität stehen von Anfang an an erster Stelle, erst dann macht es Sinn, weiterzugehen.

Wir werden zusammen einen Weg finden, auf dem Sie sich gut aufgehoben fühlen. Dieser Weg kann Sie an einen Ort führen, von dem aus Sie erstmals mit großer emotionaler Entfernung und Sicherheit einen kurzen Blick auf „das Schlimme“, das einmal gewesen ist, oder noch da ist, werfen können.

Entsprechend Ihrer Persönlichkeit und Vorlieben kann dieser Weg im Rahmen von Sitzungen auf reiner Gesprächsebene beschritten werden oder aber auch mit Hilfe von sogenannten Imaginationen. Wichtig ist, dass Sie sich wohl fühlen und dem jeweiligen Vorgehen zugewandt sind. Und nein, Imaginationen sind keinesfalls eine Hypnose. Sie werden zu jedem Zeitpunkt ansprechbar und Herr*in Ihrer selbst sein. Es handelt sich vielmehr um eine Reise auf der Sie mit mir als Reisebegleiter Ihren eigenen Gefühlen und den damit verbundenen Anteilen Ihrer Persönlichkeit eine stabile und sichere Welt erschaffen können. Das kann durchaus Spass machen und sehr beglückend sein.

In einem angenehm entspannten Zustand kann eine Welt entstehen, die in Ihrer Schönheit, Geborgenheit und Wehrhaftigkeit das positive Gegenteil der „schlimmen Welt“ darstellt, die Sie so gut kennen. Denn: dem Gehirn ist es egal, ob Dinge nur in der Vorstellung geschehen, oder wirklich passiert sind. Und das machen wir uns durch Imaginationen positiv zunutze und es kann nach und nach ein machtvolles Gegengewicht im Jetzt zu den Erfahrungen der Vergangenheit entstehen.

Mit Ihrer wachsenden Stabilität und einem achtsamen Umgang mit sich selbst, gelingt es in dieser Phase oftmals erste Kontakte zu Ihrem inneren Erleben zu knüpfen. Die sich widersprechenden Strömungen, Gefühle, Meinungen kennen zu lernen und deren Wünsche und Sehnsüchte zu erfahren. Das Kennenlernen dieser „inneren Kinder“, „Persönlichkeitsanteile“, „Agenzien“ oder auch „Ego-States“, wie sie häufig genannt werden, ist ein sehr wichtiger Schritt, denn wie in einer echten Familie auch, ist es wichtig, jedes Ihrer inneren Kinder zu hören und angemessen zu berücksichtigen.

Und genau wie in einer Familie ist das nicht immer leicht. Es kann zu Rückschlägen kommen, Positionen müssen neu verhandelt werden, es muß beruhigt, getröstet, beschützt und vor allem immer wieder genau zugehört und nachgespürt werden.

Sie sind damit dann aber nicht mehr alleine: ich bin an Ihrer Seite und stets zur Stelle, wenn Sie Hilfe benötigen, kann neben Ihnen der zweite Erwachsene sein, der sich um Ihre innere Familie bemüht.

Ich freue mich darauf, Sie in einem kostenlosen Erstgespräch kennenzulernen!

Kontakt

Praxis Dr. Jens Baumgardt
Psychotherapie (HPG) - Traumatherapie
Mörchinger Str. 47c
14169 Berlin

Telefonische Terminvergabe unter 030 / 810 58 159


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Letzte Änderung am 15.08.2023