Musiktherapie (Seite 5/5)

Ausbildungsstandards

Staatlich anerkannte Abschlüsse als Diplom-Musiktherapeut/in sind an den folgenden Universitäten zu erwerben. Neben den grundständigen Studiengängen in Musiktherapie in Deutschland an der Hochschule in Augsburg, den Fachhochschulen Heidelberg und Magdeburg stehen im Ausland weitere grundständige Studienmöglichkeiten zur Verfügung (Dänemark, Niederlande, Belgien, Österreich). Aufbau- und Zusatzstudiengänge werden an den Hochschulen in Berlin, Hamburg, Münster und Witten / Herdecke sowie im Ausland (Großbritannien, Norwegen) angeboten.

Weiterhin besteht die Möglichkeit der Ausbildung an nicht staatlich anerkannten, privatrechtlich organisierten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen. Abschlüsse sind in der Regel in Form von Zertifikaten zu erwerben. Diese gewährleisten zum Teil kein ausreichendes musiktherapeutisches Ausbildungsniveau.

Wesentliche Elemente der musiktherapeutischen Ausbildung (zumindest im Rahmen der staatlich anerkannten Abschlüsse) sind die Selbsterfahrung im Sinne einer Lehrmusiktherapie, die Weiterentwicklung der (improvisatorischen) musikalischen Fähigkeiten und die Durchführung von Praktika im Bereich der Musiktherapie.  In psychosomatischen und psychiatrischen Einrichtungen in Deutschland gehört die Musiktherapie zu den am häufigsten angewandten Verfahren neben den anerkannten Verfahren der Psychoanalyse und der Verhaltenstherapie (Andritzky 1996).

Links und Quellen

  • Franz Mecklenbeck, Musiktherapie. In: Gaebel, Müller-Spahn: Diagnostik und Therapie psychischer Störungen, Kohlhammer 2002
  • Aldrige D. : Music Therapy Research and Practice in Medicine. From out of the Silence. Jessica Kingsley Publishers, London 1996.  
  • Andritzky W. : Unkonventionelle Heilwesen an psychiatrischen und psychotherapeutischen Einrichtungen in Deutschland. Gesundheitswesen 58, 21 – 30, 1996.  
  • Bruscia K.A. : Improvisational models of music therapy. Springfield-Illinois 1987.  
  • Bruscia K.A. : Defining Music Therapy. Barcelona Publishers, Phoenixville 1989.  
  • Czogalik D., Bozo M., Birringer S. : Zum Verlauf bedeutsamer Episoden in einer Musiktherapie: Ein Beispiel aus dem integrativen Musiktherapie- Dokumentationssystem IMDoS. Musiktherapeutische Umschau, 16, 270-288, 1995.  
  • Frohne-Hagemann I. : Musik und Gestalt. Klinische Musiktherapie als integrative Psychotherapie. Vandenhoeck & Ruprecht, 2. Auflage 1999.
  • Grawe K., Donati R., Bernauer F. : Musiktherapie. In: Grawe K. (Hrsg.): Psychotherapie im Wandel. Von der Konfession zur Profession. 1. Auflage. Hogrefe, Göttingen 1994. 
  • Hegi F. : Übergänge zwischen Sprache und Musik. Die Wirkungskomponenten der Musiktherapie. Junfermann, Paderborn 1998.  
  • Smeijsters H. : Grundlagen der Musiktherapie, Hogrefe Verlag, Göttingen, 1999
  • Strobel W. : Von der Musiktherapie zur Musikpsychotherapie. Musiktherapeutische Umschau, 11, 313-38, 1990. 
  • Vogt-Schäfer K. : Indikation in der Psychiatrie am Beispiel einer Berliner Klinik. Musiktherapeutische Umschau, 12 (3), 185-91, 1991.
Seite 5/5