Wenn Angst das Leben bestimmt (Seite 8/11)

Angst und Depression

Zwischen Zittern und Niedergeschlagenheit

Wenn sowohl Ängste als auch Symptome einer Depression wie Traurigkeit oder Antriebslosigkeit gleichzeitig auftreten, aber keines von beidem eindeutig im Vordergrund steht, spricht  man auch von „Angst und depressiver Störung, gemischt“.

Symptome

Ängste können einen Menschen sehr belasten und seinen Alltag massiv einschränken. Viele Betroffene fühlen sich minderwertig und weniger leistungsfähig. Diese Gefühle und negativen Selbsteinschätzungen führen dazu, dass sich der Betroffene immer niedergeschlagener und hoffnungsloser fühlt und schließlich zusätzlich zu der Angst- auch eine depressive Symptomatik entwickelt.

Psychotherapie

Zur Behandlung des Störungsbildes  „Angst und depressiver Störung, gemischt“ liegen wenige wissenschaftliche Untersuchungen vor. Daher gibt es keinen optimalen Therapieplan. Vielmehr entscheiden die behandelnden Therapeuten oder Kliniken aufgrund des Einzelfalles mit seinen individuellen Symptomen sowie der Erfahrungen, die bisher mit diesem gemischten Störungsbild gemacht wurden, über den jeweiligen Behandlungsplan.

Häufigkeit

Die Häufigkeit der Diagnose „Angst und depressive Störung, gemischt“ ist relativ schwer zu bestimmen, da die Grenzen zwischen einer Angststörung mit zeitweiser Niedergeschlagenheit und einer Depression, bei der auch Ängste auftreten, fließend sind. In verschiedenen Studien wird die Häufigkeit bei etwa zwei bis neun Prozent der Bevölkerung angegeben.

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