M. Sc. Psychologe Hasan Usak
Heilpraktiker für Psychotherapie
24103 Kiel Kiel
Ausbildung, Heilerlaubnis, Abrechnung
- Heilpraktiker/in beschränkt auf Psychotherapie, Master in Psychologie, Psychotherapeut in weit fortgeschrittener Ausbildung für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
- Erlaubnis zur Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz
- Selbstzahler
Behandlungs-Schwerpunkte
- allg. psych. Problem - Lebensberatung
- Angst - Phobie
- Depression
- Essstörung
- Psychosomatik
- Schmerzen
- Stress - Burnout - Mobbing
- Trauer
- Zwang
Verfahren
- Online-Beratung
Therapie-Angebot
- Einzeltherapie
Weitere Sprachen
- Englisch
- Türkisch
Freie Plätze / Wartezeiten
- Freie Plätze vorhanden.
- In dringenden Fällen auch kurzfristig Termine möglich.
Mitgliedschaften
- Deutsche PsychotherapeutenVereinigung
Vita
Sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich willkommen auf meinem Profil. Hier biete ich psychotherapeutische Tätigkeit nach dem Heilpraktikergesetz (HeilprG) als Selbstzahlerleistung an (online).
Zunächst möchte ich – ohne zu sehr ins Detail zu gehen – kurz meinen Werdegang und meine Erfahrungen in Bezug auf die Psychotherapie schildern.
Seit Beginn meines Psychologiestudiums bin ich in psychiatrischen, psychosozialen und psychosomatischen Kliniken tätig – zunächst als studentische Hilfskraft, anschließend als wissenschaftliche Hilfskraft und nach Abschluss meines Studiums im Jahr 2019 (Master of Science Psychologie) an der Medizinischen Hochschule Brandenburg als Psychologe bzw. Klinischer Psychologe in einer psychosomatischen Privatklinik, als Psychotherapeut in Ausbildung (John-Rittmeister-Institut), als leitender Psychologe in einer psychosomatischen Privatklinik sowie seit Kurzem als Heilpraktiker für Psychotherapie.
Parallel dazu habe ich im Jahr 2021 meine Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie begonnen und plane nach Abschluss der Ausbildung die Approbationsprüfung abzulegen.
Insgesamt bin ich seit nunmehr elf Jahren in der Arbeit mit Menschen mit psychischen Belastungen tätig – und ich bin sehr zufrieden und dankbar für diese Berufswahl. Sie gibt mir Sinn und Erfüllung; sie ist Hobby und Arbeit zugleich.
Jeder Mensch ist einzigartig, und die Ergründung individueller innerer Welten ist für mich unglaublich spannend. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch Empathie und echtes Verständnis neue Perspektiven entstehen können – auf die eigene Person, die Biografie, die Art der Beziehungsgestaltung sowie auf mögliche Zukunftsentwürfe.
In den nächsten Abschnitten werde ich Näheres zu meiner Vorgehens- und Arbeitsweise schreiben.
Behandlungsphilosophie
In meiner Arbeit verbinde ich psychologische Perspektiven mit Ansätzen aus der Tiefenpsychologie und Psychoanalyse sowie aus der Philosophie (insbesondere Existenzphilosophie, Lebensphilosophie und philosophische Anthropologie), Kulturkritik und Literatur.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass unterschiedliche Zugänge zum Menschen das Verständnis vertiefen und in der therapeutischen Arbeit sehr hilfreich sein können. Dabei ist mir wichtig zu betonen: Viele psychologische und psychotherapeutische Theorien greifen Gedanken auf, die ursprünglich in der Philosophie formuliert wurden – und diese wiederum wurden oft schon lange zuvor in Dichtung und Literatur in präziser, lebensnaher Weise vorweggenommen.
1. „Das Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ (Søren Kierkegaard)
Dieser Satz fasst eine zentrale Erfahrung vieler Menschen treffend zusammen: Oft erschließen sich Bedeutung und Zusammenhang erst im Rückblick. Für das Verständnis aktueller Probleme ist deshalb der Blick auf die persönliche Geschichte häufig hilfreich. Vergangene Erfahrungen prägen uns – und sie wirken, bewusst oder unbewusst, bis in die Gegenwart hinein. Auch unser Charakter trägt Spuren dieser Prägungen (griech. charaktēr = „das Eingeritzte“).
2. „Erkenne dich selbst“ & „Nichts im Übermaß“ (delphische Maximen)
„Erkenne dich selbst“ und „Nichts im Übermaß“ sind Leitsätze aus der Antike, die bis heute erstaunlich modern klingen. Sie verweisen auf zwei Grundbewegungen: Selbstwahrnehmung und Maßhalten.
Gerade in einer Zeit, in der der Blick schnell nach außen geht und Ursachen oft „bei den anderen“ gesucht werden, ist Selbsterkenntnis ein entscheidender Schritt: Wer sich selbst besser versteht, kann klarer fühlen, denken und handeln – und lebt eher „im eigenen Haus“ so, dass es sich stimmig anfühlt.
Ebenso zeigt die Erfahrung: Viele Dinge sind in einem gesunden Maß hilfreich – im Übermaß jedoch belastend. Zu viel Kontrolle kann ebenso einengen wie zu wenig Struktur; zu viel Rückzug kann schützen, aber auch isolieren; zu viel Anpassung kann Beziehungen sichern, aber Selbstkontakt kosten. Leid entsteht nicht selten dort, wo innere Bedürfnisse, Gefühle und Lebensbereiche aus dem Gleichgewicht geraten. Psychotherapie kann helfen, dieses Gleichgewicht wiederzufinden.
3. „Wo Es war, soll Ich werden.“ (Sigmund Freud)
Freuds Satz lässt sich vereinfacht so verstehen: Dort, wo Unbewusstes unser Erleben und Handeln bestimmt – etwa alte Verletzungen, Ängste, Wünsche oder Beziehungsmuster –, soll mehr Bewusstheit und Wahlfreiheit entstehen.
Im Alltag kann Verdrängung kurzfristig entlasten: Man funktioniert weiter. Wenn jedoch Unverarbeitetes im Hintergrund wirksam bleibt, zeigt es sich nicht selten indirekt – zum Beispiel in Form von Symptomen wie Antriebslosigkeit, Ängsten, Schlafstörungen, Panik, innerer Leere, körperlicher Anspannung oder wiederkehrenden Beziehungskonflikten. Symptome können dann als Ausdruck dessen verstanden werden, was innerlich (noch) keinen guten Platz gefunden hat.
Therapie bedeutet hier: Zusammenhänge erkennen, Muster verstehen, Gefühle einordnen und neue Erfahrungen ermöglichen. Das verändert nicht die Vergangenheit – aber es kann helfen, sie zu verstehen, zu integrieren und sich innerlich freier im Hier und Jetzt zu bewegen: selbstbestimmter, klarer und mit mehr Selbstkontakt.
4. „Der Mensch ist verdammt, frei zu sein.“ (Jean-Paul Sartre)
Sartre beschreibt damit, dass Menschen – trotz realer Begrenzungen durch Biografie, Körper, soziale Bedingungen und äußere Umstände – immer wieder vor Entscheidungen stehen. Freiheit ist dabei nicht nur etwas Angenehmes, sondern auch eine Zumutung: Sie bringt Verantwortung und Unsicherheit mit sich. Selbst Nicht-Entscheiden ist eine Entscheidung.
Viele Menschen richten ihr Leben so ein, dass sie möglichst wenige Entscheidungen treffen müssen: durch Anpassung, Vermeidung, Aufschub oder Festhalten an Bekanntem. Das kann kurzfristig schützen – langfristig aber das Gefühl fördern, fremdbestimmt oder selbstentfremdet zu leben.
Therapeutisch kann es darum gehen, die eigenen Handlungsspielräume wiederzuentdecken: nicht im Sinne von „alles ändern müssen“, sondern im Sinne von bewusster wählen zu können – im Kontakt mit den eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Werten.
5. „Der Mensch weiß mehr, als er versteht.“ (Alfred Adler)
Alfred Adler beschreibt seelisches Leiden als Folge von Minderwertigkeitserleben und misslungener Kompensation. Wo sich Menschen innerlich als nichtig oder bedroht erleben, entsteht häufig ein Streben nach Überlegenheit, Kontrolle oder Selbstüberhöhung – oft auf Kosten von Solidarität und Beziehung. Symptome sind in diesem Sinne keine Defekte, sondern fehlgeleitete Lösungsversuche, innere Unsicherheit zu bewältigen und einen Platz in der Welt zu sichern. Psychotherapie kann helfen, diese Muster zu verstehen, das Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und destruktive Macht- oder Rückzugsdynamiken durch tragfähigere Formen von Selbstwert und Verbundenheit zu ersetzen.
Zusammenfassend verstehe ich Psychotherapie als einen gemeinsamen Denk-, Verstehens- und Erfahrungsprozess. Es geht nicht darum, Menschen zu „optimieren“ oder vorschnelle Lösungen zu liefern, sondern darum, innere Zusammenhänge sichtbar zu machen, alte Muster einzuordnen und neue Erfahrungen zu ermöglichen. In einem geschützten therapeutischen Rahmen kann so allmählich mehr Selbstkontakt, innere Klarheit und Handlungsspielraum entstehen – nicht als radikaler Neuanfang, sondern als stimmige Weiterentwicklung der eigenen Lebensgeschichte.
Ablauf & Rahmen der Zusammenarbeit
Erstgespräch:
In einem ersten Gespräch klären wir Ihr Anliegen, Ihre Erwartungen sowie den therapeutischen Rahmen. Dabei geht es auch darum zu prüfen, ob mein Angebot für Ihr Anliegen passend ist und ob eine tragfähige Arbeitsbeziehung entstehen kann. Sie haben Raum, Fragen zu stellen und einen Eindruck von meiner Arbeitsweise zu gewinnen.
Rahmen & Setting:
Die Sitzungen finden online per Video statt und dauern in der Regel 50 Minuten. Die Therapie erfolgt auf Selbstzahlerbasis nach Heilpraktikergesetz (HeilprG). Frequenz und Dauer werden individuell vereinbart und regelmäßig gemeinsam überprüft.
Datenschutz & Schweigepflicht:
Selbstverständlich unterliege ich der gesetzlichen Schweigepflicht. Die Online-Sitzungen erfolgen über datenschutzkonforme Videodienste; personenbezogene Daten werden vertraulich und gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen behandelt.
Hinweis!
Bei akuten Notfällen (z. B. Suizidgefahr) wenden Sie sich bitte an den Notruf 112 oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117.
Gesetzliche Berufsbezeichnung: Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, Master of Science Psychologe
Gesundheitsamt, das Heilpraktikererlaubnis in Deutschland erteilt hat:
Amt für Gesundheit, Kiel; Fleethörn 18, 24103 Kiel Datum der Erteilung:10.10.2025
Adresse: Stauffenbergring 31, 24145 Kiel