Angela Stadler

Angela Stadler

Praxis für SKAN-Körperpsychotherapie

Kleingemünder Str. 11
69118 Heidelberg
Stichpunkte

Ausbildung, Heilerlaubnis, Abrechnung

  • Heilpraktiker/in (Psychotherapie)
  • Erlaubnis zur Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz
  • Private Krankenversicherung, Selbstzahler

Behandlungs-Stichpunkte

  • allg. psych. Problem - Lebensberatung
  • Angst - Phobie
  • Coaching
  • Depression
  • Notfall - Krise
  • Persönlichkeitsstörung
  • Psychosomatik
  • Sexualität
  • Stress - Burnout - Mobbing
  • Sucht
  • Supervision
  • Trauer
  • Trauma - Gewalt - Missbrauch
  • Zwang

Verfahren

  • Alternative Verfahren
  • Entspannungsverfahren
  • Gesprächstherapie
  • Körperorientierte Verfahren

Therapie-Angebot

  • Einzeltherapie
  • Gruppentherapie
  • Paartherapie

Freie Plätze / Wartezeiten

  • Freie Plätze vorhanden.
  • In dringenden Fällen auch kurzfristig Termine möglich.
Persönliches Profil

Was ist SKAN-Körperpsychotherapie?

Skan ist eine Methode der Körperpsychotherapie. Sie hat ihren Ursprung in der Vegetotherapie Wilhelm Reichs (Arzt, Psychoanalytiker und Naturphilosoph, 1897-1957), der schon früh den Zusammenhang zwischen psychischen und bioenergetischen Vorgängen im Organismus erkannte. Im Anschluss an die frühen Forschungen seines Lehrers Sigmund Freud untersuchte Reich, wie sich seelische Spannungen und Blockaden im Körper manifestieren. Er fand heraus, dass sie dort zu Funktionsstörungen oder sogar Krankheiten führen können. Deshalb entwickelte er eine Therapieform, die den Körper weitaus stärker in die therapeutische Arbeit einbezog als die klassische Psychoanalyse.

Wilhelm Reichs Arbeit hat die modernen Therapiekonzepte und auch Skan inspiriert, die den körperlichen Dimensionen von Erfahrung einen hohen Stellenwert einräumen. In die Skan-Arbeit sind außerdem Ideen aus dem Umfeld der so genannten „humanistischen Psychologie“ eingegangen. Sie beruhen auf der Grundannahme, dass jeder Mensch von Natur aus ein gesundes, friedliches und liebevolles Wesen ist, das den Kontakt zu anderen Menschen sucht und in seiner ganzen seelisch-körperlichen Bandbreite erleben kann. Das bestätigt auch die neurobiologische Erforschung des Gehirns. Der Psychotherapeut Joachim Bauer (Prinzip Menschlichkeit, 2006) beispielsweise beschreibt es als ein Hauptanliegen jedes Menschen, zwischenmenschliche Anerkennung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden.

Kann sich diese natürliche Anlage frei entfalten, so erleben wir uns im Einklang mit uns selbst und mit anderen Menschen. Wir fühlen uns als gesunde, friedvolle und liebende soziale Wesen, durchströmt von lebendiger Kraft, von einer frei fließenden Lebensenergie. Wenn jedoch dieses existentielle Bedürfnis nach einem geborgenen, friedlichen und liebevollen Miteinander oft schon früh gestört wird oder dauerhaft unerfüllt bleibt, dann wird der freie Energiefluss im Körper blockiert. Im alltäglichen Dasein erfahren wir das als spürbare Einschränkung von Empfindsamkeit, Beziehungsfähigkeit und Lebensfreude. Oder die Ausbildung von körperlichen Beschwerden und Krankheitsbildern ist die Folge, für die wir manchmal auch nach eingehender medizinischer Untersuchung keine Erklärung finden.

Die Ursachen dafür können lange zurückliegen. Es können schwierige Beziehungserfahrungen im engsten familiären Umfeld gewesen sein, wo eigentlich liebevolle Nähe, Wärme und Zuverlässigkeit eine notwendige Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung sind - insbesondere für Babys und Kleinkinder. Diese sind unbedingt auf adäquate Unterstützung und emotionale Geborgenheit angewiesen. Fehlt diese oder werden statt dessen sogar Verletzungen der psychischen Integrität oder der körperlichen Gesundheit erfahren, die nicht bewältigt werden können, müssen diese aus dem Bewusstsein verdrängt werden. Es kommt infolge der Traumatisierung zu Abspaltungen, was bedeutet, dass ein Übermaß an seelischen und körperlichen Schmerzen ausgeblendet wird. Um das zu bewältigen, entsteht z.B. die Gewohnheit, dauerhaft flach zu atmen und die Muskulatur in einer Grundanspannung zu halten, so dass die eigenen Körpergefühle weniger wahrnehmbar sind. Die Einschränkung oder der Verlust spontaner Lebendigkeit, tiefer Empfindungsfähigkeit oder auch körperlicher Beweglichkeit sind die Folge.

Körperliche und seelische Spannungen wirken unmittelbar zusammen. Der dauerhaft reduzierte Energiefluss im Organismus bewirkt auf der mentalen und psychischen Ebene, dass man sich abgetrennt von den eigenen Bedürfnissen fühlt. Ein eingeschränktes Selbst- und Selbstwertgefühl sowie eine angepasste Halbherzigkeit führen dann oftmals zu unerfüllten, frustrierenden Kontakten mit anderen Menschen, ohne dass wir eigentlich wissen, warum.

So wie auf der körperlichen Ebene durch unlebendige, reduzierte Atmung wurden auf der psychischen Ebene zur Bewältigung der traumatisierenden Erfahrungen Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster gelernt, die die Abspaltung der überfordernden Kindheitserfahrungen aufrecht erhalten. Selbst wenn in der Gegenwart die damals sinnvolle und notwendige Schutzfunktion überholt ist, kann nur die Bewußtwerdung und Aufarbeitung zu einer Ablösung und Integration dieser Persönlichkeitsanteile führen.

In der SKAN-Körperpsychotherapie können die zur Gewohnheit gewordenen Haltungen und Reaktionsmuster ganz bewusst erlebt werden. Es geht nicht darum, sie als Störungen abzulehnen, sondern sie wertungsfrei als die Schutzmechanismen zur Traumabewältigung zu erfahren, die sie für uns einmal waren oder immer noch sind. So wird es möglich, die darin gehaltenen oder gespeicherten Emotionen wieder spürbar zu machen und sie nach und nach ohne Angst vor Verletzung zu erlauben. Angst, Scham, Wut, Trauer, Freude können so oft nach langer Zeit erstmals wieder zugelassen und deutlich ausgedrückt werden.

Heilsam wirkt, mit den eigenen Gefühlen vorbehaltlos willkommen und gehalten zu sein - genau an den Stellen, wo die frühen seelischen Verletzungen körperlich spürbare Ohnmacht, Schmerz und Resignation erzeugt haben. In einem wertschätzenden Rahmen dürfen unbewusste, mehr oder weniger lange verdrängte und problematische Inhalte von traumatischen Erfahrungen Ihren körperlichen und sprachlichen Ausdruck finden. Das kann zu einer positiven Erweiterung der Selbstwahrnehmung führen. Im günstigen Fall werden dann diese neuen, das Leben bereichernden Sicht- und Verhaltensweisen auch im Alltag gewagt und nach und nach als Alternative zu den unbefriedigenden alten Mustern etabliert.

Die grössten Möglichkeiten zur Veränderung für unser Fühlen und Verhalten werden aus neurobiologischer Sicht intensiven körperlichen Erfahrungen und den damit unmittelbar verknüpften mentalen Einsichten zugeschrieben. Darauf basiert unser körperpsychotherapeutisches Angebot in Form von Einzelsitzungen und Gruppentherapie.

Einzelsitzungen

Die Inhalte, um die es in den Einzelsitzungen der Körpersychotherapie geht, sind ursprünglich in zwischenmenschlichen Beziehungen entstanden und werden in der Gegenwart genau dort auch erlebt. Es handelt sich um Probleme im Umgang mit den Lebenspartnern, in der Familie oder im weiteren sozialen Umfeld, um Ängste, gestörte Sexualität, körperliche Erkrankungen in Folge seelischer Belastungen, und ganz allgemein reduzierte Lebensfreude. Diese Symptome haben ihren Ursprung in traumatisierenden Beziehungserfahrungen, die in der frühesten Kindheit bereits begonnen haben können. Im Verlauf des Lebens tragen zwischenmenschliche Beziehungen dazu bei, diese Symptome aufrecht zu erhalten und evtl. zu vertiefen.

Ein Verständnis für die eigene Biografie dieser seelischen Verletzungen zu entwickeln ist ein wichtiger Aspekt in der zwischenmenschlichen Beziehung zwischen Therapeut und Klient. Das geschieht einerseits dadurch, dass im Gespräch das Angebot ungewohnter Sichtweisen und das Hinterfragen unbewusster Denkgewohnheiten dem Klienten einen Perspektivenwechsel ermöglichen. Lebenslange Zurückhaltung und Vermeidungsstrategien in Beziehungen können bewußt werden. Ebenso, wie diese Gewohnheiten der Beziehungsvermeidung bis heute in seelische Konflikte hinein wirken und so mit dazu beitragen, wie nah jemand sich selbst ist - und damit wie nah er anderen Menschen kommen kann.

Und daher darf es immer auch um leidvolle aktuelle Alltagserfahrungen gehen, in denen der Umgang mit sich selbst und anderen Menschen als konfliktreich und begrenzt erlebt wird. Diese persönlichen Begrenzungen zeigen sich oft in ganz konkreten körperlichen Symptomen von fehlender Lebendigkeit, sowie reduzierter emotionaler Authentizität. Sie drücken sich in in einem versteiften Körper und flach gehaltener Atmung aus.

In dem geschützten Rahmen der Einzelsitzung arbeiten wir daher auch an der Lösung von dauerhaft blockiertem emotionalem Ausdruck. Dafür unterstützen wir liebevoll und achtsam unsere entspannt auf der Matte liegenden Klienten, in eine vertiefte und fliessende Atmung zu kommen. Die Empfindsamkeit für die eigenen Körpergefühle und Stimmungen kann in diesem Prozess erhöht werden. Und wir laden ein, lange zurückgehaltene sowohl angenehme als auch schwierige Gefühle zu zeigen und dafür mimischen, körperlichen, stimmlichen Empfindungsausdruck neu zu entdecken. Angst, Scham, Wut, Trauer, Freude werden hier oft nach langer Zeit erstmals wieder zugelassen und ausgelebt.

Die vitalisierende und heilsame Wirkung von Atmung und befreitem Ausdruck wird als beglückend und kräftigend erlebt. Zu fühlen und zu zeigen, was ist, hat heilende Wirkung. Das Vertrauen in die „Richtigkeit“ der Gefühle und des eigenen authentischen Seins wird Schritt für Schritt zurückerobert. Für dieses emotionale Geschehen Sprache zu finden, vervollständigt den körperlichen Selbsterfahrungsprozess und fördert das Verständnis für ungelöste Kernthemen.

Die Veränderungsprozesse entstehen immer auch im Zusammenhang mit der Beziehung zwischen KlientIn und TherapeutIn. Die Körperpsychotherapie hat keinen „mechanischen Übungscharakter“. Körperliche und psychische Blockierungen sind in zwischenmenschlichen Beziehungen entstanden, hier können sie auch geheilt werden.

Sollten Sie weitergehende Fragen haben oder einen Termin für eine Sitzung vereinbaren wollen, rufen Sie gern an.

Gruppentherapie

Wie erfährst Du Dich in Beziehung - zu anderen Menschen?
Wie weit erlaubst Du Dir, Dich authentisch zu zeigen?
Kannst Du Dich im Kontakt mit anderen spüren?

Die SKAN-Gruppentherapie lädt dazu ein, gemeinsam unser vielfältiges Spektrum an Körpergefühlen und Emotionen zu erleben. Durch dynamische Atem- und Bewegungsarbeit öffnen wir uns für intensivierte Sinnes- und Gefühlswahrnehmungen. Die Übungen finden mal mit, mal ohne Musik statt, mal einzeln, mal im Kontakt mit anderen. Bewährte Settings geben immer wieder Gelegenheit für authentischen, kreativen und befreienden Selbstausdruck.

Die Arbeit in der Gruppe kann dabei helfen, uns in unseren Körperenergien deutlicher wahrzunehmen, uns im Kontakt mit anderen Menschen unverstellt zu fühlen, und uns mit diesen Gefühlen zu zeigen. Sie kann es uns ermöglichen, uns individuelle Beziehungsgrenzen bewusst zu machen und sie ernst zu nehmen. In Begegnungen mit den Teilnehmern dürfen spontane, vielleicht auch unkonventionelle und sozial unangepasste Reaktionen im geschützten Rahmen ausprobiert werden. Intuitiv finden wir so heraus, was sich für uns wirklich stimmig anfühlt. Das zu erkennen und danach zu handeln, bedeutet, sich ein großes Stück persönlicher Freiheit und Lebendigkeit zu erarbeiten.

Gesprächsrunden laden, am Ende einer Sitzung oder Einzelübung, dazu ein, sich anderen mit den gemachten Erfahrungen, aber auch mit aktuellen oder grundsätzlichen Anliegen mitzuteilen. Es gibt ein tiefes Bedürfnis in uns, wirklich verstanden zu werden und anderen Gehör zu schenken. Dieses Bedürfnis ist oft blockiert durch die Scheu vor Enttäuschung oder Bewertung. In der Gesprächsrunde werden solche Emotionen mitfühlend aufgefangen, aber auch mal behutsam herausgefordert. Wir wagen auch hier etwas und probieren Neues aus. Mitgefühl darf sich ebenso zeigen wie Abwehr oder Betroffenheit. Wie befreiend eine authentische Reaktion wirken kann, wenn sie wertungsfrei stattfinden darf, lässt sich so in einer Atmosphäre der gegenseitigen Wertschätzung erfahren.

Die besondere Herausforderung der Gruppenarbeit liegt in der immer neuen Konfrontation mit alten Mustern der Beziehungsvermeidung, die in verfestigten charakterlichen und körperlichen Haltungen und Grenzen deutlich werden können. Eine alte therapeutische Regel lautet: Was in Kontakt entstanden ist, kann nur in Kontakt geheilt werden. Dafür bietet die Gruppentherapie einen bewährten Rahmen unter professioneller Anleitung.

Die Skan-Gruppentherapie ist ein kontinuierlicher Selbsterfahrungsprozess.

Wir bieten:
- wöchentliche Gruppensitzungen in einer Frauen- und Männergruppe
- ca. 14-tägige Sitzungen in einer gemischten Gruppe

Weitere Informationen ...

... unter wwww.koerpertherapie-skan.de


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Letzte Änderung am 15.10.2020