Dr. med. Sabine Jahn
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Hautärztin
79098 Freiburg im Breisgau Freiburg im Breisgau
Ausbildung, Heilerlaubnis, Abrechnung
- Arzt/Ärztin
- Arzt/Ärztin approbiert
- Gesetzliche Krankenversicherung, Private Krankenversicherung, Selbstzahler
Behandlungs-Schwerpunkte
- ADHS
- Angst - Phobie
- Coaching
- Essstörung
- Persönlichkeitsstörung
- Sexualität
- Stress - Burnout - Mobbing
- Supervision
- Zwang
Verfahren
- Alternative Verfahren
- EMDR
- Hypnose
- Integrative Therapie
- Kurzzeittherapie
- Schematherapie
- Verhaltenstherapie
Therapie-Angebot
- Einzeltherapie
- Gruppentherapie
Weitere Sprachen
- Englisch
Freie Plätze / Wartezeiten
- Wartezeit über drei Monate.
Mitgliedschaften
- Bezirksärztekammer Südbaden
- Deutsche Gesellschaft für Biofeedback (DGBfb)
- Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)
- Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)
- International Society of Schematherapy (ISST)
- Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg
- Milton Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose e.V.
Behandlungsphilosophie
Ziel der modernen Psychotherapie ist die Korrektur von Beziehungs-, Denk- oder Verhaltensmustern, die z. B. in der Kindheit und Jugend als Bewältigungs- oder "Überlebens-" Strategien notwendig gewesen sein könnten, im Laufe des Lebens dann aber die Entwicklung psychischer oder psychosomatischer Beschwerden begründen. Die Überzeugung, das eigene Leben und Erleben auch in Krisenphasen selbst beeinflussen und Schritt für Schritt verbessern zu können, ist für mein psychotherapeutisches Arbeiten zentral.
Die Fähigkeit zur angemessenen Selbstreflexion im Sinne emotionaler Selbstwahrnehmung sowie zur konstruktiven Lösung der innerpsychischen und zwischenmenschlichen Konflikte ist in Kindheit und Jugend verschiedener Menschen unterschiedlich gut entwickelt bzw. gefördert worden. Es ist mein großes Anliegen, psychisch aus dem Gleichgewicht geratenen Patienten dabei zu helfen, diese Kompetenzen auch jetzt noch zu verbessern, bedarfsweise auch von Grund auf zu entwickeln und sich im Leben dadurch selbstbestimmter, krisenfester und insgesamt zufriedener zu fühlen.
Als langjährig in Kliniken in Leitungsfunktion tätige Ärztin habe ich ein außerordentlich wertschätzendes und beziehungsorientiertes Behandlungsleitbild gelernt, gelebt und geprägt, welches auch heute noch die Basis meines Arbeitens darstellt. Für die Patienten sollen die Stärkung von Ressourcen, notwendige Erkenntnisse und wertvolle Erfahrungen möglich werden, die den Entwicklungs- und Genesungsprozess vorantreiben und so als entscheidende korrigierende Weichenstellung im Leben empfunden werden können.
Offene Worte, Menschlichkeit und Humor im Einzel- und Gruppenpsychotherapiesetting machen meine eher auf Kurzzeitbehandlung ausgelegte therapeutische Arbeit ebenso aus wie Empathie und wohlwollende Provokation - immer in der Absicht, sie dazu zu befähigen, sich selbst, ihre Konfliktpartner, ihre Biographie oder auch ihre Lebenssituation aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Und um auf diese Weise belastende bisherige Überzeugungen und Denkmuster aufweichen und durch neue, gesündere ergänzen bzw. ersetzen zu können.
Im Bereich ADHS wird in der Praxis sowohl entsprechende Diagnostik als auch ADHS-spezifische Einzel- und Gruppentherapie (Verhaltenstherapie) angeboten. Für die an die Praxis angebundenen Patienten wird zudem bei Bedarf auch eine begleitende medikamentöse Therapie durchgeführt.
Ich bevorzuge eine Kontaktaufnahme per e-Mail an
dr.sabine.jahn@web.de
bitte mit Angabe einer Telefonnummer, ich melde mich dann zurück.
Ich biete Psychotherapie auch im Online-Format für Menschen aus ganz Deutschland an.
Psychodermatologie und Psychoimmunologie*
Als Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten liegt ein besonderer Schwerpunkt meiner Tätigkeit in der Psychodermatologie und Psychoimmunologie.
Die Psychodermatologie/-immunologie ist ein Teilgebiet der Dermatologie, welches Haut und Seele gemeinsam in einem ganzheitlichen Sinne auf Basis des biopsychosozialen Modells von Gesundheit und Krankheit betrachtet und dabei v.a. die komplexen Wechselwirkungen zwischen Haut und Seele in die Behandlung miteinbezieht. Die Haut gilt als "Spiegel der Seele". Dass Stress "unter die Haut" gehen kann, ist wissenschaftlich belegt.
Psychische Faktoren und seelischer Stress spielen bei vielen chronischen und akuten Hauterkrankungen eine wichtige Rolle. Sie können Auftreten, Verlauf und Intensität beeinflussen. Im Rahmen meiner psychodermatologischen Tätigkeit werden speziell die engen Wechselwirkungen zwischen Haut und Seele berücksichtigt.
Dabei spielen
- Ängste, soziale Phobie, soziale Angststörung, aber auch
- Depressionen und depressive Reaktionen sowie
- Stigmatisierung, Scham, Selbstunsicherheit und Selbstwertprobleme
eine Rolle, da diese eng mit Erkrankungen der Haut verbunden sein können und einen erheblichen Leidensdruck und Einschränkungen der Lebensqualität bedeuten können.
Es gibt eine Vielzahl an Hauterkrankungen, bei denen dies der Fall sein kann. Atypische Dermatitis (Neurodermitis), Psoriasis (Schuppenflechte), Juckreiz, Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Urtikaria (Nesselsucht), Akne, Haarausfall oder Autoimmunerkrankungen der Haut seien beispielhaft genannt.
Die Wechselwirkungen zwischen Seele und Haut betreffen aber auch weitere Erkrankungen. So können Erkrankungen wie
- Skin-Picking-Disease (Dermatillomanie, "Hautzupfen"),
- Trichotillomanie ("Haarzupfen")
- Waschzwang
und weitere Erkrankungen aus dem Bereich der Zwangs- bzw. Impulskontroll-störungen sich primär an der Haut äußern.
Auch die Körperdysmorphe Störung (Dysmorphophobie, Body dysmorphic disorder, auch Schamkrankheit genannt) ist mit deutlichen Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen Bereichen des Lebens (u.a. sozialer Rückzug, Gefühle der Isolation und Hoffnungslosigkeit) verbunden und erfordert eine psychotherapeutische Begleitung.
Im Rahmen meiner Behandlungen werden Haut und Seele gemeinsam in einem ganzheitlichen Sinne auf Basis des biopsychosozialen Modells von Gesundheit und Krankheit betrachtet und behandelt. Dabei werden v.a. die komplexen und individuellen Wechselwirkungen zwischen Haut und Seele mit den Belastungsfaktoren beleuchtet und spezifische therapeutische Lösungen erarbeitet. Dabei finden auch Reaktionen auf belastende Lebensereignisse und
Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen besondere Berücksichtigung.
Im Vordergrund stehen Ihre individuellen Bedürfnisse, d.h., der Fokus wird auf Ihre aktuell im Vordergrund stehenden psychischen Probleme, die Symptomatik und die Konflikte gelegt. Zu Beginn werden gemeinsam entsprechende Therapieziele vereinbart, diese können ggf. im Verlauf der Therapie angepasst werden. Dabei wird in wertschätzender Gesprächsatmosphäre u.a. die Dynamik des psychotherapeutischen Dialogs genutzt, um Zugang zu unbewussten inneren Vorgängen zu finden.
Virtual-Reality-Therapie*
Zur Verbesserung des Therapieerfolges, insbesondere bei Angststörungen biete ich in meiner Praxis Virtual-Reality (VR)- gestützte Therapie an. Mithilfe einer hochmodernen 3D-Brille und einer speziell für Psychotherapie entwickelten Software (PsyCurio, VR Coach) lassen sich durch die VR-Technologie verschiedenste Situationen und Szenarien sehr realistisch erlebbar machen, die in der Praxis sonst nicht oder nur mit immensem Aufwand möglich wären.
In der Verhaltenstherapie liegt ein Hauptanwendungsbereich der VR-Therapie in Behandlung von Ängsten durch Expositionsbehandlungen. Hierbei ist es dem Patienten möglich, mittels sehr realitätsgetreuer, computergenerierter 3D-Objekte zu interagieren. VR kann bei folgenden Krankheitsbildern unterstützend eingesetzt werden:
- Soziale Ängste, VR bietet Expositionsszenarien, um die Angst vor dem öffentlichen Reden zu behandeln (Seminar, Konferenz, Klassenzimmer, Hörsaal), Üben von Alltagssituationen (U-Bahn, Supermarkt, Bar)
- Höhenangst
- Tier-bezogene Ängste (Spinnen, Maus, Wespen)
- Angst vor geschlossenen Räumen
- Angst vor dem Autofahren
– Flugangst
– Platzangst
– Spritzenphobie
- Bulimie (3P-Technik gegen impulsives Essen)
- Anorexie (Erleben des Zielgewichtes auf einer virtuellen Waage, Spiegelexposition, Buffettisch)
Darüber hinaus bietet die Psychotherapie-Mediathek VR-Szenarien zu:
– Zwangsstörung (Ordnungszwang, Sammelzwang, Waschzwang)
- Depression (Psychoedukation, autobiografische Übungen mit eigenen Bilder der Patienten, Meditation/Achtsamkeit)
- PTBS (interaktive VR-Version der Tresorübung nach Luise Reddemann, die normalerweise nur auf Vorstellungsebene durchgeführt wird)
- Tabak- und Alkoholkonsumstörung (Annäherung-Vermeidungs-Aufgaben, Cue-Exposure-Training)
Selbstverständlich bietet VR auch die Möglichkeit zu einer Vielzahl von Achtsamkeits- und Relaxationsszenarien zur Induktion und Förderung unspezifischer Entspannung (Sonnenaufgang, Almwiese, Kühe, Bergsee-Panorama, Meeresstrand, etc.), was z.B. vor Beginn einer Psychotherapiestunde genutzt werden kann, in der ein schwieriges Thema reflektiert werden soll, oder eine emotionale Konfrontationsübung durchgeführt geplant ist.
Der Vorteil der VR-Technologie liegt in einer Vielzahl verfügbarer Szenarien, die teilweise nach Schwierigkeitsgrad gestaffelt abgerufen werden können (sogenannte „Angsthierarchie“), sodass eine Annäherung im eigenen Tempo möglich wird, was z.B. bei Flugangst in einem echten Passiergierflugzeug oder bei Klaustrophobie während einer Tunnelfahrt nur schwer möglich ist.
Insgesamt kann VR somit eine Psychotherapie sinnvoll ergänzen, insbesondere Konfrontationsbehandlungen vereinfachen und damit möglicherweise beschleunigen. Die Wirksamkeit von VR-Unterstützung in Psychotherapien wird derzeit an mehreren deutschen Universitäten in diversen Forschungsprojekten erforscht.
Tiergestützte Therapie*
Tiere können Menschen in vielerlei Hinsicht unterstützen. Besonders Hund und Mensch verbindet eine enge Beziehung, da Hüte- und Jagdhunde ihre Fähigkeiten seit Jahrtausenden den Menschen gerne zur Verfügung stellen. Heutzutage gibt es Blindenhunde, Diabetiker- und Epilepsiewarnhunde, Hunde die demenzkranken Menschen Spass und Erfolg vermitteln und eben auch Hunde, die bei psychischen Erkrankungen zur Genesung beitragen.
Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Anwesenheit eines Hundes die Produktion des Glückshormons Serotonin anregt und somit zumindest kurzfristig dabei hilft, die Psyche beispielsweiser depressiver Menschen zu stabilisieren. Dass Hunde sich so gut für den Einsatz im Bereich der Psychotherapie und Psychiatrie eignen, hängt mit ihrem scharfen Blick für die Menschen zusammen. Sie können durch ihre jahrtausendelange Erfahrung im Rudel kleinste Veränderungen in Mimik und Gestik wahrnehmen und darauf reagieren. Diese Erfahrung macht Hunde zu Experten der nonverbalen Kommunikation, was einen guten Ausgleich zum häufig sehr gesprächslastigen psychotherapeutischen Setting darstellt.
Meine 3-jährige Hündin Chilli (Parson Russell-Terrier-Kleiner Münsterländer-Mix) vereinigt hierbei den scharfen Verstand des Terriers mit der Gutmütigkeit eines Spaniels. Sie wird im Rahmen einer intensiven und langen Ausbildung zur Therapiehündin nochmal besonders darin geschult, mich bei meiner Arbeit zu unterstützen. Im gezielten Einsatz hilft sie mir dabei, Vertrauen aufzubauen, mit Erwachsenen soziale Kompetenzen zu trainieren, es ihnen zu ermöglichen, eigene Ängste zu überwinden, Aggressionen zu kontrollieren und insgesamt Gefühle besser wahrzunehmen. Auf der Verhaltensebene fordert sie stets eine klare Kommunikation, aufmerksames, konzentriertes, gut organisiertes und bedachtes Handeln, was für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit ist.
All diese Ziele könnten auch ohne Chillis Unterstützung im Rahmen einer Psychotherapie erreicht werden, mit ihrer Hilfe fällt es KlientInnen jedoch oft leichter, innere Hemmschwellen zu überwinden, eigene dysfunktionale Impulse zu kontrollieren und Handlungsabläufe zu verändern.
Und die Arbeit mit einem Hund macht den meisten Menschen viel Spass, was alleine schon einen positiven und heilsamen Aspekt in einer psychischen Krise hat.
Selbstverständlich ist Chillis Einsatz kein Muss, jeder Patient, jede Patientin entscheidet selbst, wie viel er oder sie mit dem Hund zu tun haben möchte.
Die mit einem (*) versehenen Angaben beruhen nicht auf einer durch Ärztekammern verliehenen Qualifikation.