Karsten Mierke

Dipl.-Psych. Karsten Mierke

Psychologischer Psychotherapeut

Stresemannstr. 21
10963 Berlin (U-Bhf. Hallesches Tor)
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Stichpunkte

Ausbildung, Heilerlaubnis, Abrechnung

  • Diplom-Psychologie
  • Psychologische/r Psychotherapeut/in approbiert
  • Gesetzliche Krankenversicherung im Kostenerstattungsverfahren, Private Krankenversicherung, Selbstzahler

Behandlungs-Stichpunkte

  • allg. psych. Problem - Lebensberatung
  • Angst - Phobie
  • Coaching
  • Depression
  • Notfall - Krise
  • Paare - Familien
  • Persönlichkeitsstörung
  • Psychosomatik
  • Schmerzen
  • Sexualität
  • Stress - Burnout - Mobbing
  • Sucht
  • Trauer
  • Trauma - Gewalt - Missbrauch
  • Zwang

Verfahren

  • Alternative Verfahren
  • EMDR
  • Entspannungsverfahren
  • Gesprächstherapie
  • Hypnose
  • Kurzzeittherapie
  • Traumatherapie
  • Verhaltenstherapie

Therapie-Angebot

  • Einzeltherapie

Freie Plätze / Wartezeiten

  • Freie Plätze vorhanden.
  • In dringenden Fällen auch kurzfristig Termine möglich.
Persönliches Profil

Behandlungsphilosophie

Der erste Schritt zu einer Psychotherapie ist wohl der schwierigste, weil er mit dem meist schmerzlichen Eingeständnis verbunden ist, ein psychisches Problem zu haben. Hat man diesen jedoch getan, kann die erste Entlastung durch die Erkenntnis erfolgen, dass ein Problem zu haben nicht gleichbedeutend ist mit das Problem zu sein.

Durch diese Trennung zwischen sich und Ihrem Problem, zusammen mit der Aussicht auf dessen mögliche Veränderbarkeit, wird das Problem lösbar, und Sie sind wieder handlungsfähig, was eine weitere Entlastung bedeutet. Diese zentrale Idee der Verhaltenstherapie (VT), dass wir zu lebenslangem Lernen fähig sind, stellt die Grundlage meiner Arbeit dar, weil sie uns befähigt uns selbstbestimmt weiter zu entwickeln.

Aus dem biografischen Verständnis der Entstehung Ihres Problems heraus können wir zusammen individuelle Entwicklungsaufgaben für Sie ableiten, bei deren Lösung ich Sie solange begleiten werde, bis Sie Ihren Weg wieder alleine weiter gehen können und wollen. Denn aus dem Erleben der eigenen Möglichkeiten zur selbstbestimmten Veränderung heraus erwächst der eigentliche Gewinn der Therapie: neu entdeckte Freiheiten, für deren Nutzung Sie mich dann bald nicht mehr brauchen werden.

Verfahren und Methoden

Psychotherapie kann nur Hilfe zur Selbsthilfe sein, wenn sie ihren Zweck erfüllen soll. Ihr aufrichtiger Wunsch und Ihre Bereitschaft den eigenen Anteil an Ihren Problemen zu erkennen und entschlossen zu verändern sind daher die notwendige Voraussetzung und der Schlüssel für den Erfolg unserer gemeinsamen Bemühungen. Denn erst durch diese innere Einstellung werden Veränderungen im Außen möglich und wahrscheinlich.

Gesprächstherapie

In einer Gesprächsatmosphäre, die von gegenseitiger Wertschätzung, Empathie, Authentizität und Vertrauen in Ihre (bisher vielleicht noch unentdeckten) Ressourcen geprägt ist, werden wir einen individuellen Lösungsweg für Ihre spezielle psychische Notlage finden und gemeinsam beginnen diesen zu gehen. Dabei betrachte ich es u.a. als meine Aufgabe, Ihnen bei der Sortierung Ihrer Gefühle und Erfahrungen soweit zu helfen, dass Ihnen möglichst von selbst neue Lösungen für die damit einhergehenden Probleme einfallen. Dazu werden Sie Ihren Blick von den negativen Dingen, die sie loswerden wollen, weglenken müssen, hin zu den positiven, die Sie von nun an in Ihr Leben ziehen möchten, indem Sie lernen proaktiv zu werden.

Verhaltenstherapie

Als approbierter Verhaltenstherapeut betrachte ich die Probleme, mit denen Sie zu mir kommen, primär auch als diejenigen, um die wir uns in der Therapie kümmern sollten. D.h. wir werden nicht sehr viel Zeit mit der Suche nach deren verborgenen Ursachen aus der Kindheit verbringen. Obwohl ein wachsendes Verständnis, wie sich Ihr Problem aus Ihrer persönlichen Lebensgeschichte heraus entwickelt haben könnte, durchaus ein wichtiges Teilziel der Behandlung darstellt, konzentrieren wir unsere Aufmerksamkeit primär auf die Frage, an welchen Denk-, Erlebens- und Verhaltensmustern Sie bewusst Veränderungen vornehmen und sich dadurch neue Lernerfahrungen verschaffen könnten, um biografische Nachteile auszugleichen und ihr Problem im Hier und Jetzt in den Griff zu bekommen. Da dies je nach Krankheitsbild völlig unterschiedliche Dinge sein können, bietet die Verhaltenstherapie ein reiches Instrumentarium an Methoden, deren jeweilige Wirksamkeit wissenschaftlich gut belegt ist. Diesem Kriterium der nachgewiesenen Wirksamkeit folgend befindet sich die VT in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess, in dem sie schon mehrere „revolutionäre“ Wenden vollzogen hat, welche sie inzwischen weit über ihre ursprüngliche Selbstbegrenzung auf die alleinige Betrachtung der Verhaltensebene hinausgeführt haben. In der gegenwärtigen sog. „Dritten Welle“ wurde u.a. die hohe Wirksamkeit achtsamkeitsbasierter Methoden (wie z.B. der Meditation) für die VT entdeckt, auf deren eigene Verwendung ich unter den Alternativen Verfahren noch weiter eingehe.

Grundsätzlich basieren alle verhaltenstherapeutischen Ansätze auf der menschlichen Fähigkeit zu lebenslangem Lernen, was letztlich bedeutet, dass wir alle die Freiheit und die Möglichkeit haben, uns jederzeit selbstbestimmt zu verändern.

Entspannungstechniken

Entspannungsverfahren gehören zu den etabliertesten Standardverfahren der Psychotherapie. Solange Sie entspannt sind, können Sie nicht gleichzeitig nervös, gestresst, ängstlich, verärgert, wütend, aggressiv oder depressiv sein. Das Erlernen von Entspannungstechniken ermöglicht Ihnen daher, sich kleine Urlaubsinseln des inneren Erlebens zu schaffen, die Sie mit etwas Übung dann überall und jederzeit wieder aufsuchen und in ihrem Alltag weiter ausweiten können. Diese erlernbare Fertigkeit, sich jederzeit selbstbestimmt gezielt zu entspannen, gibt Ihnen mehr Kontrolle über Ihren jeweiligen Gemütszustand und kann Ihnen in der Folge helfen, Ihre Gefühle und Gedanken immer besser selbst zu regulieren.

Zu den Entspannungsverfahren werden u.a. gezählt:
• die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR), die vorwiegend auf der physiologischen Ebene der Muskeln ansetzt.
• Imagination (Fantasiereisen, etc.)
• Autogenes Training (Selbsthypnose)
• Hypnose (s.u.)
• Meditation (s. Alternative Verfahren)

Dabei erreichen die verschiedenen Verfahren Entspannung auf unterschiedliche Weise: Von der rein physiologischen Entspannung durch abwechselndes An- und Entspannen ausgewählter Muskelgruppen über die Entspannung durch Imagination, z.B. über Fantasiereisen an entspannende Orte, bis hin zur Entspannung als Nebenprodukt selbst- oder fremdsuggerierter Trancezustände und tiefer Meditation sind dafür jeweils sehr unterschiedliche Wirkmechanismen verantwortlich.

Die psychologische und physiologische Wirksamkeit von Entspannungsverfahren ist wissenschaftlich gut untersucht und gesichert. Mit ihrer Hilfe lassen sich nicht nur innere Ressourcen und Selbstregulationsfertigkeiten allgemein stärken und entwickeln, sondern auch die verschiedensten psychischen, psychosomatischen und sogar rein somatischen Erkrankungen gezielt positiv beeinflussen. Sie werden zu den Übenden Verfahren gezählt, was bedeutet, dass sie ihre positive Wirkung nur dann richtig entfalten können, wenn sie auch außerhalb der Therapiesitzungen regelmäßig praktiziert werden.

Hypnose

Hypnosetherapie unterscheidet sich von anderen Therapien durch die therapeutische Nutzung der Trance, eines veränderten Bewusstseinszustands, welcher einen verbesserten Zugang zu emotionalen Erfahrungen und inneren Ressourcen ermöglicht. Auch die therapeutische Effektivität der Hypnosetherapie gilt für viele Störungsbilder als wissenschaftlich abgesichert hoch. Allerdings haben nicht alle Menschen die gleiche Fähigkeit zur Trance-Erfahrung, welche nicht trainierbar zu sein scheint.

Traumatherapie/EMDR

Haben Sie Schwierigkeiten eine schlimme Erfahrung zu verarbeiten? Für die Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) kann die Anwendung neuer, spezieller Verfahren sinnvoll und notwendig sein. Sollten Sie z.B. unter sich unverhofft wiederholenden Erinnerungen an ein traumatisches Erlebnis so stark leiden, dass Ihr Schlaf oder ihr alltägliches Leben davon beeinträchtigt werden, stehen uns mit IRRT oder EMDR heute effektive Methoden für die Behandlung dieser Erkrankung zur Verfügung, mit denen ich im Rahmen meiner laufenden Fortbildung zum zertifizierten Traumatherapeuten am Traumazentrum Berlin gut vertraut bin.

Alternative Verfahren

Alternative Verfahren können mächtige zusätzliche Werkzeuge der selbstbestimmten Veränderung sein, wenn sie vom Patienten selbst gewünscht werden. Sie sind aber kein notwendiger Bestandteil der Behandlung.

Das aus dem Buddhismus stammende und durch den vietnamesischen Mönch Thich Nat Than in der westlichen Welt bekannt gewordene Konzept der „Achtsamkeit“ spielt in neueren Ansätzen der VT (z.B. DBT, ACT, MBCT, MBSR) wohl deshalb eine größere Rolle, weil die dadurch geübte Grundhaltung des akzeptierenden Beobachters eine annehmende innere Distanzierung von den problematischen Erlebens- und Verhaltensmustern ermöglicht, was zunächst deren nüchterne Überprüfung und später deren entschlossene Veränderung begünstigt. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie wirksam regelmäßige Meditationspraxis für die Erlangung einer gelasseneren und achtsameren Geisteshaltung im Alltag sein kann, empfehle ich grundsätzlich jedem Menschen täglich mindestens 15 Minuten Meditation und unterrichte auf Wunsch auch gern die von mir selbst praktizierte Meditationstechnik aus dem Zen-Buddismus. Diese entspricht im Wesentlichen der Sitzmeditation des für seine hohe Wirksamkeit bekannten MBSR-Programms nach Jon Kabat-Zinn.

Um Veränderungsmotivation, Eigenverantwortlichkeit und Gegenwärtigkeit zusätzlich zu fördern, können bei Interesse auch durch den Toltekischen Nagualismus von Carlos Castaneda inspirierte schamanistische Konzepte der Persönlichkeitsentwicklung, sowie modernen quantenphilosophischen Realitätskonzepten entlehnte Selbstveränderungstechniken (wie z.B. „Reality-Creation“, „Transsurfing“, etc.) als begrifflicher Rahmen für Imaginationsübungen, Verhaltensexperimente und neue Erfahrungen dienen.


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Letzte Änderung am 01.07.2019