Ulrike Grigat

Psychologische Psychotherapeutin

Große Weinmeisterstraße 12
14469 Potsdam Potsdam
Stichpunkte

Ausbildung, Heilerlaubnis, Abrechnung

  • Diplom-Psychologie, Ausbildung in Traumatherapie und EMDR
  • Psychologische/r Psychotherapeut/in approbiert
  • Gesetzliche Krankenversicherung im Kostenerstattungsverfahren, Private Krankenversicherung, Selbstzahler

Behandlungs-Schwerpunkte

  • allg. psych. Problem - Lebensberatung
  • Angst - Phobie
  • Depression
  • Persönlichkeitsstörung
  • Psychosomatik
  • Schmerzen
  • Trauer
  • Trauma - Gewalt - Missbrauch
  • Zwang

Verfahren

  • EMDR
  • Tiefenpsychologisches Verfahren
  • Traumatherapie

Therapie-Angebot

  • Einzeltherapie

Freie Plätze / Wartezeiten

  • Freie Plätze vorhanden.
  • In dringenden Fällen auch kurzfristig Termine möglich.

Mitgliedschaften

  • Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer
  • Psychotherapeutenkammer Berlin
Persönliches Profil

Therapieverfahren

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht als psychodynamisches Therapieverfahren davon aus, dass unbewusste Prozesse das Erleben, Denken und Handeln eines Menschen beeinflussen. Basierend auf den Erkenntnissen
der klassischen Psychoanalyse nach Freud und deren Weiterentwicklung bemühen wir uns in unserer therapeutischen Beziehung im Hier und Jetzt um ein Verständnis Ihrer gegenwärtigen Lebenssituation und Ihrer aktuellen inneren Konflikte vor dem Hintergrund Ihrer Biografie. Psychische und psychosomatische Symptome einerseits als dysfunktional, andererseits als Lösungsversuch Ihrer Psyche begreifend, bemühen wir uns schrittweise um eine Entwicklung alternativer psychischer Bewältigungsformen auf herausfordernde Situationen Ihres Lebens. Ich biete tiefenpsychologisch fundierte
Psychotherapie in Form von Einzelgesprächen an,
die einmal und in besonderen Fällen auch zweimal pro Woche stattfinden.

Traumatherapie

Als psychisches Trauma wird eine seelische Verletzung bezeichnet, die durch ein extrem belastendes Ereignis verursacht wurde, das die psychischen Bewältigungsmöglichkeiten der betroffenen Person überfordert. Nicht immer haben traumatisierte Personen, das belastende Ereignis selbst erlebt, sie können das Ereignis auch bei nahestehenden Menschen oder aber in einer helfenden Rolle beobachtet haben. Eine evolutionär alte und tief in uns verankerte Antwort auf traumatischen Stress stellen die Reaktionsweisen Kampf, Flucht und Erstarrung dar. Wenn weder Kampf noch Flucht in der belastenden Situation möglich sind, kann Erstarrung dazu führen, dass der Körper in einem anhaltenden Alarmmodus verharrt. Bei einem traumatischen Ereignis kann es dazu kommen, dass unser Gehirn in einer Art Notfallmodus die Stresssituation unvollständig verarbeitet, bspw. unterbleibt die Verarbeitung im Sprachzentrum. Beim sog. „sprachlosen Entsetzen“ (speechless fear) können keine Worte für das Erlebte gefunden, was die Verarbeitung des Erlebten behindert. In der Folge kann alles, was im „Hier und Jetzt“ an das Trauma erinnert, das belastende Erlebnis erneut wachrufen (Trigger). Häufig ist dem Betroffenen die Parallele zum traumatischen Erlebnis nicht bewusst und es kommt zu einem unwillkürlichen Wiedererleben im Hier und Heute, dem er sich hilflos ausgeliefert fühlt. Jegliche Bestandteile der belastenden Situation wie bspw. Gerüche, Töne, Empfindungen und visuelle Eindrücke können bei einer unzureichend erfolgten Verarbeitung des Traumas getriggert werden und den Betroffenen schlagartig wieder in die Situation von damals versetzen. Daher ist eine nachhaltige Verarbeitung der traumatischen Situation notwendig, um aus der Gegenwart nicht mehr in das Empfinden der Vergangenheit gerissen zu werden. Eine Traumatherapie zielt neben der Stabilisierung des traumatisierten Menschen auf eine nachträgliche Verarbeitung des Erlebten ab. Wenn die traumatische Situation versprachlicht und zudem sicher im Raum-Zeitgedächtnis verankert werden kann, kommt es in der Gegenwart nicht mehr zur Überflutung mit traumatischem Material. Hierbei kann ich Sie unterstützen.

EMDR

EMDR ist die Abkürzung für Eye Movement Desensitization and Reprocessing
(Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen) und wurde von Dr.
Francine Shapiro Ende der 80er Jahre in den USA als Methode zur Behandlung von Traumafolgestörungen entwickelt. EMDR kann als schulenübergreifendes Zusatzverfahren in die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie integriert werden. Die Wirksamkeit von EMDR wurde seit Mitte der 90er Jahre in zahlreichen
wissenschaftlichen Studien nachgewiesen und ist weltweit anerkannt. 2006 wurde EMDR vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) für die Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen wissenschaftlich anerkannt und 2014 vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in die Richtlinienpsychotherapie aufgenommen. In der traumatherapeutischen Behandlung werden wir anhand Ihrer individuellen Lebenssituation und Lebensgeschichte genau prüfen, ob der Einsatz von EMDR sinnvoll ist, unterbleiben sollte oder ob EMDR eventuell zu einem späteren Zeitpunkt der Therapie nach ausreichender Stabilisierung erfolgversprechend eingesetzt werden kann.

Vita

- 2015 bis 2021 Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin (Approbation) in Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie für Erwachsene am Institut für Psychotherapie e.V. Berlin (IfP)
- 2012 bis 2015 Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin am Institut für Tiefenpsychologie, Gruppendynamik und Gruppentherapie (ITGG)
- 2005 bis 2006 Ausbildung in Traumatherapie und EMDR am Institut für Traumatherapie Berlin
- 2003 bis 2008 Studium der Psychologie (Diplom) an der Freien Universität Berlin

Bisherige berufliche Tätigkeiten:
- Sozialtherapeutische Abteilung im Offenen Frauenvollzug in Berlin
- Geschlossener Vollzug in der Justizvollzugsanstalt für Frauen Berlin
- Medizinisches Versorgungszentrum Lichterfelde Ost in Berlin
- Heinrich-Heine-Klinik (Zentrum für Psychosomatik und Psychotherapie) in Potsdam
- Therapeutischer Wohnverbund von PROWO e.V. in Berlin (Doppeldiagnosen Sucht und psychische Erkrankungen, emotional instabile Persönlichkeitsstörungen)
- Einzelfallhilfe in Berlin


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Letzte Änderung am 30.10.2025