Studie zur Traumatherapie (ENHANCE)

Studie zur Traumatherapie (ENHANCE)

Ansprechpartnerinnen: Dipl.-Psych. Lilith Poppe und Dipl.-Psych. Julia Henke

Hohe Straße 53
01187 Dresden
Stichpunkte

Ausbildung, Heilerlaubnis, Abrechnung

  • Arzt/Ärztin, Diplom-Psychologie
  • Psychologische/r Psychotherapeut/in approbiert

Behandlungs-Stichpunkte

  • Trauma - Gewalt - Missbrauch

Verfahren

  • Traumatherapie

Therapie-Angebot

  • Einzeltherapie

Freie Plätze / Wartezeiten

  • Freie Plätze vorhanden.
Persönliches Profil

Traumatherapie im Projekt ENHANCE

Therapie Posttraumatischer Belastungsstörung

Menschen, die als Kinder oder Jugendliche körperliche Gewalt oder sexuellen Missbrauch erfahren haben, entwickeln häufig psychische Probleme, die bis ins Erwachsenenalter anhalten können. Eine oft auftretende Folgestörung ist die sogenannte Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Betroffene berichten häufig von:

• Wiedererleben des Traumas (ungewollte Gedanken, Alpträume, Flashbacks)
• starken Ängsten, Schreckhaftigkeit und Nervosität
• hohem Misstrauen gegenüber anderen und sozialem Rückzug
• depressiver Stimmung, Selbstvorwürfen und Hoffnungslosigkeit
• Reizbarkeit und unkontrollierten Wutausbrüchen
• Selbstschädigendem Verhalten (wie Drogenkonsum oder Selbstverletzungen)

Psychotherapie hat sich bei der PTBS als wirksam erwiesen. Festgestellt wurde aber auch, dass ein Teil der Betroffenen noch nicht ausreichend von den bisher vorliegenden Formen der Psychotherapie profitiert.

Ziel ist es, das Verständnis der PTBS in Folge von Missbrauch und Gewalt in der Kindheit zu erweitern und die psychotherapeutische Behandlung der PTBS weiter zu verbessern. In unserer Studie kommen zwei klinisch bewährte Formen der Psychotherapie zum Einsatz, nämlich die trauma-fokussierte kognitive Verhaltenstherapie und die trauma-fokussierte psychodynamische Therapie. Um ihre Wirksamkeit zu verbessern, sind diese beiden Therapieformen noch spezifischer auf die Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnitten worden.

Gefördert wird der multizentrische Forschungsverbund ENHANCE vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Standorte des Verbundes sind an den Universitäten und Universitätskliniken in Berlin, Dresden, Gießen, Mainz und Ulm.
Wer kann teilnehmen?

Sie können teilnehmen, wenn Sie:
• zwischen 18 und 65 Jahren alt sind
• den Eindruck haben, an einer posttraumatischen Belastungsstörung zu leiden, welche durch körperliche Gewalt oder sexuellen Missbrauch in der Kindheit oder Jugend verursacht wurde
• unser Behandlungszentrum (Dresden) gut erreichen können
• bereit sind, sich durch das Zufallsprinzip einer der beiden Therapiebedingungen oder der Wartegruppe zuteilen zu lassen

Zu Beginn erfolgt eine ausführliche diagnostische Abklärung um zu prüfen, ob eine Studienteilnahme für Sie hilfreich sein kann.
Ist das der Fall, erfolgen bis zu 24 wöchentliche Therapiesitzungen in einem Zeitraum von etwa 6 Monaten.
Dabei ist zu beachten, dass die Psychotherapie entweder direkt im Anschluss oder nach einer sechsmonatigen Wartezeit beginnt. Die Einteilung erfolgt dabei nach dem Zufallsprinzip.

Ihr Weg zu uns
Die Dresdener Studienstandorte befinden sich am Universitätsklinikum Dresden (Leitung: Prof. Dr. med. Kerstin Weidner) und der Institutsambulanz der TU Dresden
(Leitung: Prof. Dr. Jürgen Hoyer).

Fühlen Sie sich von der Beschreibung angesprochen, möchten wir Sie herzlich einladen uns per Mail oder telefonisch zu kontaktieren. Unsere Mitarbeiterinnen Frau Poppe und Frau Henke werden sich dann schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung setzen um dann ggf. einen Termin vor Ort zu vereinbaren.
E-Mail: enhance@tu-dresden.de


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Letzte Änderung am 17.11.2022