Diana Jacobs

Diana Jacobs

Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz, Körperpsychotherapie Schwerpunkt Trauma

Hauptstraße 9
97714 Oerlenbach (Online- Beratung mögl.// NEUE GRUPPE AB 01. 2022)
Stichpunkte

Ausbildung, Heilerlaubnis, Abrechnung

  • Heilpraktiker/in (Psychotherapie), Körperpsychotherapie. Bodynamic, Therapeutin für Entwicklungstrauma S.E.I. , Schocktrauma S.E.I. , Pränatale Prägungen bei Erwachsenen, EMDR, Systemische Therapeutin, Systemische Kinder und Jugendtherapeutin, Safe Mentorin: sichere Bindung zwischen Eltern und ihren Kindern, Notfallsprechstunde nach einer Fehlgeburt , einer stillen Geburt, für verwaiste Eltern und trauernde Geschwister, Entspannungstherapeutin
  • Erlaubnis zur Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz
  • Private Krankenversicherung, Selbstzahler, Terminbutton ist ausschließlich für die Onlineberatung. Terminvereinbarung vor Ort Termine bitte via Mobiltelfon oder Mail anfragen.

Behandlungs-Stichpunkte

  • allg. psych. Problem - Lebensberatung
  • Coaching
  • Depression
  • Kinder - Jugendliche
  • Notfall - Krise
  • Paare - Familien
  • Stress - Burnout - Mobbing
  • Trauer
  • Trauma - Gewalt - Missbrauch

Verfahren

  • EMDR
  • Entspannungsverfahren
  • Integrative Therapie
  • Körperorientierte Verfahren
  • Systemische Therapie
  • Traumatherapie

Therapie-Angebot

  • Einzeltherapie
  • Gruppentherapie
  • Kinder und Jugendliche
  • Paartherapie

Freie Plätze / Wartezeiten

  • Freie Plätze vorhanden.
  • In dringenden Fällen auch kurzfristig Termine möglich.

Mitgliedschaften

  • Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.
Persönliches Profil

Über mich und meinem Weg

1974 bin ich in Hamburg geboren.
Dort habe ich fast 15 Jahre im kreativen Bereich gearbeitet und mit meinem damaligen Mann zwei, inzwischen erwachsene Kinder, ins Leben begleitet.
Im April 2016 bin ich hier in Schweinfurt angekommen.

Mein Weg zur Therapeutin führte durch Lebenskrisen, Verluste und Fehlgeburten.
2009 nahm ich mir eine Auszeit und orientierte mich neu.
In den darauffolgenden Jahren durchlief ich diverse Aus,- und Weiterbildungen:

Entspannungstherapeutin:
Autogenes Training, Meditation,
Progressive Muskelentspannung,
an der Paracelsus Schule in Hamburg

Heilpraktikerin für Psychotherapie
(HPPsych)
am Campus Naturalis in Hamburg
Prüfung vor dem Gesundheitsamt Hamburg

Systemische Therapeutin und
systemische Kinder,- und Jugendtherapeutin
am Campus Naturalis in Hamburg

Entwicklungstrauma, Bindungstrauma
körperorientierte Traumtherapie, S.E.I
Dami Charf Göttingen

Schocktrauma,
körperorientierte Traumtherapie, S.E.I
Dami Charf Göttingen

EMDR
EMDR-Akademie
Andreas Zimmermann
in Pocking

SAFE-Mentorin
Sichere Bindung zwischen
Eltern und ihrem Kind
Karl Heinz Brisch
im ZPTN in Hannover

Pränatale Prägungen bei Erwachsene
Sarito-Fuhrmann-Bailes
UTA Köln

Bodynamic Foundation
somatische Entwicklungspsychologie und Psychologie
Lisbeth und Ditte Marcher, Michael Rupp
UTA Köln
https://www.bodynamic.de/portfolio-item/was-ist-bodynamic/

Assistenz 2019
Bodynamic Foundation
somatische Entwicklungspsychologie und Psychologie
Lisbeth und Ditte Marcher, Michael Rupp
UTA Köln

Reorienting Birth Bodynamic
Lisbeth Marcher und Margit Hansen
03.07.2019 - 07.07.2019
01.11.2019 - 03.11.2019
Rotterdam
https://www.bodynamic.com/training/reorienting-birth-2019/

Bodnamic Practitoner
somatische Entwicklungspsychologie und Psychologie
Lisbeth und Ditte Marcher, Michael Rupp
UTA Köln
02.2020 - 02.2023

Mein Anliegen und meine therapeutische Haltung

Im therapeutischen Setting ist es mir wichtig, dass Sie sich, die Kinder wie auch die Jugendlichen und junge Erwachsene, emotional gut aufgehoben fühlen, wissen dass Ihre Grenzen und Bedürfnisse respektiert und gewahrt werden.
Mir ist wichtig, dass meine Methoden und Techniken mit denen wir gemeinsam arbeiten, für Sie verständlich und nachvollziehbar sind.

Je mehr Sie über die Symptome, unter denen Sie leiden wissen, umso mehr können Sie verstehen, das Sie Ihrer Lebensgeschichte entsprechend normal und „gesund“ reagieren.
Ich biete Ihnen den geschützten und sicheren Rahmen, den Raum und die Zeit.
Ich unterstütze und begleite Sie mit meiner Kompetenz, Erfahrung, Achtsamkeit und Empathie in dem Umfang, der für Sie und Ihre Veränderungsprozess stimmig ist.

Mein Anliegen ist es, Sie sicher und in ihrem Tempo durch Ihre Themen, Ihre inneren Prozesse zu begleiten, die Ihr Leben schmerzlich oder anstrengend machen.
Dafür greife ich auf Methoden zurück, die auf den Erkenntnissen der Neuropsychologie der Bindungsforschung sowie auf systemische Therapieansätze beruhen, um ihre Fähigkeiten zu Selbstregulation zu erweitern.
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist es Ressourcen zu vermehren, Vorhandene zu stärken, die Körperwahrnehmung erneut zu erlernen, die Fähigkeit mit anderen Menschen wieder in den Kontakt zugehen zu stärken, Grenzen zu spüren und Erfahrens zu integrieren.

Ziel ist es, dass Lebendigkeit und Freude, Beweglichkeit auf allen Ebenen, gefühltes Sein, Handlungsfähigkeit und das tiefe Gefühl von Verbundenheit und mit sich selber und Anderen mehr Raum und Platz in Ihrem Leben bekommen kann.

Dabei arbeite ich nicht kathartisch. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir all die überwältigenden Ereignisse die wir im Leben erlebt haben nicht noch einmal emotional im therapeutischen Rahmen durchleben müssen, um in ein schönes und freudiges Leben zu starten. Sie können dennoch mit ihnen abschließen und diese Erfahrungen als Teil ihres Lebens integrieren und ihnen somit einen neuen Platz einräumen.

Dies gilt für alle von mir angebotenen Therapieausrichtungen.

Termine & Organisatorisches

TERMINE
Fragen die Sie im Zusammenhang mit der Entscheidung für therapeutische/lebensbegleitende Unterstützung haben, kläre ich gerne mit Ihnen vorab in einem kostenlosen Telefonat ab.

Für eine Terminvergabe rufen Sie mich bitte unter 0177-2694459 an.
Sollte ich nicht persönlich am Telefon sein, sprechen Sie bitte auf den Anrufbeantworter und ich rufe so schnell wie möglich zurück.
Wir klären dann bereits hier schon die eine oder andere Frage.
Bitte nehmen Sie sich dafür ein wenig Zeit.

HALBJAHRESGRUPPE Entwicklung Leben 2022
Start Januar 2022 mit 6 Terminen, jeweils Samstag.
BEGRENZTE PLÄTZE

Workshop zum Thema Beziehungs,- und Kontaktfähigkeit, sowie Konflikte und Lösung über den Bodyknot und Verbundenheit, Grenzen, Nähe-Distanz...
Min. 10 max. 20 Teilnehmer in einem geschütztem Rahmen.
Die Termine finden jeweils Samstag in der Zeit von 09:30h bis 16:30h, inkl. Pause statt.
Termine auf Anfrage
Anmeldung via Mail oder telefonisch

ONLINE-BERATUNG

ORGANISATORISCHES
Bitte bringen Sie das am Telefon vereinbarte Honorar bar zu Ihren Terminen mit.
Sie erhalten von mir eine Rechnung als Beleg.

Falls Sie einen vereinbarten Termin nicht einhalten können, sagen Sie diesen bitte bis spätestens 48 Stunden vorher telefonisch ab.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich für verspätete oder gar nicht abgesagte Termine ein Ausfallhonorar berechne.

Meine Praxis ist eine reine Selbstzahlerpraxis.
Der Nachteil ist, das die gesetzlichen Krankenkassen keine Leistungen von Heilpraktikern Psychotherapie übernehmen.

Die Vorteile unter Anderem sind, dass in den meisten Fällen eine zeitnahe Terminvergabe möglich ist.
Sie aus einer Methodenvielfalt wählen können und eigenverantwortlich das Tempo und die Intensität ihres Therapieverlaufs bestimmen.
Ihre Daten werden nicht an die Krankenkasse weitergegeben
es wird keine Diagnose gestellt und damit erfolgt auch kein Eintrag in Ihrer Krankenakte. (Relevant für die Verbeamtung oder den Eintritt in private Krankenversicherungen)
Somit sind Sie in keinerlei Hinsicht einer Kranken- oder anderen Versicherung (z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung) gegenüber auskunftspflichtig, eine Psychotherapie in Anspruch genommen zu haben.

Sie können Heilpraktiker-Leistungen in Ihrer Steuererklärung als Krankheitskosten nach §33 EStG (außergewöhnliche Belastung) geltend machen.

Meine Webseite befindet sich zurZeit noch im Aufbau.

Für alle, die mehr wissen möchten

Was passiert in einer körperorientierten Traumatherapie?

TRAUMA
Traumatische Erfahrungen werden im Gehirn anders abgespeichert als andere Erfahrungen. Man vermutet, dass aufgrund der Adrenalinausschüttung in existenzbedrohlichen Situationen der Bereich des Gehirns, der für zeitliche Einordnung von Ereignissen zuständig ist außer Kraft gesetzt ist. Dadurch sind traumatische Erfahrungen nicht wie andere Ereignisse in die eigene Biographie integriert und können nicht wie andere biographische Ereignisse mit einem guten Maß an emotionaler Beteiligung erinnert werden.
In der Konsequenz bedeutet dies, dass wir in der Therapie mit Traumata in anderer Weise arbeiten als mit anderen psychischen Problemen.

Das Wesen von Trauma hat etwas Überwältigendes.
Unsere Reaktion darauf, hängt von den in der Kindheit erlernten Ressourcen und Fähigkeiten ab.

In meiner Arbeit mit Traum unterscheide ich zwischen Schocktraum und Entwicklungstrauma.

Schocktrauma, zu schnell, zu viel, zu plötzlich
Schocktrauma sind einzelne, singuläre Ereignisse, wie z.B. Unfälle, Zugunglücke, Naturkatastrophen oder schlimmer noch, von Menschen zugefügte Gewalt.
Auch Todesfälle können eine Traumatisierung auslösen insbesondere, wenn sie plötzlich geschehen sind, mit Gewalt verbunden waren oder Angehörige durch Suizid verstorben sind.

Es liegt in der Natur des Manschens bei Gefahr mit instinktiven Körperreaktionen zu reagieren.
Orientierung, Kampf, Flucht und Erstarrung, unserem Totstellreflex.
Unser Körper stellt uns während solcher Ereignisse sekundenschnell eine sehr hohe Energie für das Einschätzen der Gefahr (Orientierung), sich retten (Flucht) oder sich wehren (Kampf), zur Verfügung.
Ist das Ereignis überwältigend, wir konnten uns vielleicht noch orientieren, aber weder kämpfen noch fliehen, werden diese Instinkte zwar aktiviert, kommen aber nicht zur erfolgreichen Ausführung. Als letzter Notausgang bleibt uns nur noch die Erstarrung.
Wenn nun genügend Ressourcen und Fähigkeiten zur Verfügung stehen, um das Erlebte verarbeiten zu können, wird das erstarrte Nervensystem nach und nach wieder Aufwachen und währenddessen die überschüssige Energie entladen.

Ist dies nicht der Fall, fehlt das Signal, dass die Gefahr zu Ende ist. Für Körper und Nervensystem hält die lebensbedrohliche Situation an.
Die im Körper und Nervensystem erstarrte Energie führt dann zu psychischen und körperlichen Symptomen, da der Körper nicht in den Normalzustand zurückfahren kann.
Verluste, Trennungen, verlassen, betrogen und gedemütigt zu werden, kann sich in jedem Alter traumatisierend auswirken.
Die Grundlagen hierfür werden allerdings oft in der kindlichen Entwicklung geprägt.


Entwicklungstrauma, langsam, schleichend, wiederholend

Entwicklungstrauma entsteht durch immer wiederkehrende, überwältigende und quälende Einwirkungen, die über einen längeren Zeitraum ertragen werden mussten, meistens im Kontakt mit Bindungspersonen.
Grundsätzlich birgt die Zeit der Kindheit hierfür eine besondere Gefährdung.
Diese traumatischen Erfahrungen prägen oft tiefgreifend das Erleben der Welt und die Beziehungen zu anderen Menschen.
Eine spezielle Form von Entwicklungstraumata sind Bindungstraumata:
Neugeborene kommen mit einem nicht vollständig ausgereiften Nervensystem zur Welt.
Der Säugling kann somit seine inneren Zustände nicht selbst regulieren.
Ein Baby braucht eine verlässliche Bindung, einen Erwachsenen der es tröstet und beruhigt, wenn er innerlich aufgeregt ist.
Durch das richtige Maß an Anregung durch Kontakt über Körper, Ansprache und Blick, lernt das Baby sich zu regulieren.
Es fühlt sich gefühlt, sich in seinen Bedürfnissen verstanden und gesehen. Es bildet Ressourcen und Fähigkeiten mit denen es später durch das Leben gehen kann.
Durch diesen engen Kontakt lernt es Emotionen im Körper zu halten, ohne in eine Überregung zu gehen.
Es bildet das sogenannte „window of tolerance“. Unser Stressregulationsfenster.
Und somit wird je nach Weite des „window of tolerance“, unsere Fähigkeit im späteren Leben mit Stress und Belastungen umgehen zu können, bestimmt.

Gab es nun zu wenig von dieser gesunden Art des Kontakts mit zumindest einer Bezugsperson, da diese z.B. selber depressiv ist, Ängste hat, die Bedürfnisse des Babys nicht verstehen kann, an alte Dogma wie das Kind schreien zu lassen glaubt usw. so kann sich zum Einen nur ein sehr enges „window of tolerance“ bilden, zum Anderen entstehen sehr große, durch stressbedingte, innere Spannungsfelder im Körper. Da wir diese Spannungsfelder nicht abbauen, verlagert der Körper diese u.A. in die Muskulatur. Dort halten wir entweder die Spannung und/oder, wir sind bereits vorher kollabiert und haben in dem Teil des Körpers gar keine Körperspannung mehr.
Dem jeweiligen Entwicklungsalter des Kindes entsprechend entstehen so bestimmte Körperstrukturen und damit verbundene Glaubenssätze mit denen wir durch die Welt gehen.
Zusätzlich werden dem Entwicklungsalter zugeordnete Fähigkeiten nicht ausgebildet, oder die bereits erlernten Fähigkeiten werden durch Demütigung, Überforderung usw. nicht mehr genutzt. Diese fehlen dann im späteren Leben um in Stresssituation adäquat handeln zu können.
Da das älteste Gedächtnis das wir haben unser Körpergedächtnis ist,
- unser biographisches Gedächtnis entwickelt sich erst mit ca. zwei, drei, vier Jahren -
ist somit die Gesamtheit unserer Kindheitserfahrungen in unserem Körper abgespeichert.

Für das spätere Leben kann dies bedeuten, dass das Nervensystem dauerhaft in einer Über- oder Untererregung schwingt.

In der Folge ist es anfälliger und verletzlicher für Traumatisierungen.
Zudem wird die Welt durch dieses nicht flexible und ungesund entwickelte Nervensystem erlebt und betrachtet.

Das kann zu folgenden Symptomen, Einschränkungen und Glaubenssätzen führen:

Symptome:
oberhalb des „window of tolerance“, in der Übererregung:

• Ständig etwas machen und in Bewegung sein
• Nicht zur Ruhe kommen können
• Ständige Alarmbereitschaft
• Nervosität, Konzentrationsschwäche
• Wutausbrüche
• Schlaflosigkeit, Angespanntheit
• Schwierigkeiten zu vertrauen
• Misstrauen
• Viel auf sich selbst beziehen
• Workoholics
• Suche nach dem „Adrenalin-Kick“
• Schwierigkeiten, den Fokus zu halten
• Selbstmedikation mit allem, was beruhigt
• usw...

unterhalb des des „window of tolerance“, in der Untererregung:

• Depression
• Sinnlosigkeit
• Emotionale Taubheit
• Sich abgeschnitten fühlen, Sich „anders“ fühlen
• In Trance gehen (kann man auch vor dem Fernseher oder Computer oder beim Lesen)
• Kraftlosigkeit und Energielosigkeit
• Sich alleine fühlen
• usw...

Einschränkungen:

• Freundschaften und Beziehungen einzugehen
• empathisch auf andere Menschen zu zugehen
• ein stabiles „Ich-Gefühl“ mit Wertschätzung für die eigene Person zu haben
• gut für sich selber sorgen zu können
• die Bedürfnisse des eigenen Körpers ernst zu nehmen
• usw....

Glaubenssätze:

• Ich habe keinen Platz hier auf dieser Erde
• Unterm Strich bin ich eh allein
• Ich frage nicht mehr nach Hilfe, ich bekomme eh das Falsche
• Alle bekommen alles, nur ich gehe leer aus
• Ich muss manipulieren um zu bekommen was ich will
• Ich muss immer die Kontrolle behalten
• Egal was ich tue, es ist nicht richtig
• Ich fühle mich, als hätte ich eine Bombe in mir
• Ich muss mich aufgeben um anderen nah zu sein
• Wenn ich tue, was ich will, bin ich allein
• Liebe muss man sich verdienen
• usw....

Wie wird nun die im Körper gespeicherte Energie wieder entladen?

Ein weiteres Wesen von Trauma kann der Verlust von Körperwahrnehmung sein.
Der Körper ist unter Anderem der Ort der Schmerzen und unangenehmen Gefühle.
Um damit nicht in Kontakt kommen zu müssen, erlauben wir uns oftmals nicht zur Ruhe kommen zu können und/oder wir schneiden uns von unseren Gefühlen ab.
In der körperorientierten Traumatherapie nimmt man die Körperwahrnehmung als Schlüssel, um das Trauma verarbeiten zu können.
Für mich als Therapeutin bedeutet dies, im Vorfeld erst einmal mit dem Betroffenen zu üben, den eigenen Körper wieder zu fühlen, wahrzunehmen und zu empfinden, ohne dabei Angst zu bekommen.
Schocktrauma- und Entwicklungstrauma werden unterschiedlich bearbeitet.
Beim Entwicklungstrauma unterstütze ich den Betroffenen sein „window of tolerance“ zu erweitern, sodass mehr Energie, Stress, Glück, Freude, zwischen den beiden Grenzen Platz hat, bei Schocktrauma dagegen arbeiten wir daran, die jeweiligen Spitzen ober - und unterhalb des „window of tolerance“ abzutragen, um damit innerhalb des „window of tolerance“ zu bleiben.
Allerdings gibt es selten Menschen, die nur ausschließlich ein Schocktrauma haben. Bei genauerem Hinschauen lief im Leben doch nicht alles rund und es liegen Entwicklungstraumata darunter. Die meisten Betroffenen haben ein sehr kleines „window of tolerance“ und sind deswegen auch sehr anfällig für andere Traumatisierungen.

In der körperorientierten Traumapsychotherapie wird immer versucht, innerhalb des „window of tolerance“ zu arbeiten.
Auf keinen Fall, soll der Betroffene wieder in die Erinnerung zurück fallen, das Ereignis wieder erleben, wieder fühlen müssen.
D.h. in der Therapiearbeit wird versucht, den Betroffenen im „window of tolerance“ zu halten, sodass die Gefühle und Empfindungen gerade eben noch gut aushaltbar sind.

In der Therapie wird die angeborene Fähigkeit des Körpers unterstützt, selbstständig zwischen den verschiedenen Erregungszuständen des Nervensystem, zu Pendeln.
Wenn dies achtsam, sorgfältig und in kleinen Schritten genutzt wird, kann es zu einer unwillkürlichen Schockabreaktion (Entladung der erstarrten Energie) kommen.
Dies zeigt sich in Form spontaner Bewegungen des Körpers, wie z.B. unwillkürliches Zucken, Zittern, Aufatmen und das nachfolgende integrieren der Energie.
Auf diese Weise verarbeitet der Körper das Trauma und nicht der Kopf. Der Prozess unterliegt der eigenen Kontrolle und kann jederzeit unterbrochen werden.
In der Therapie kann die Integration durch zusätzlich willentlich herbeigeführte Abwehrbewegungen unterstützt werden.
Damit wird das nicht zu Ende ausgeführte traumatische Ereignis vervollständigt und das System bekommt das Signal „Gefahr ist vorüber“, der Körper kann in den Normalzustand zurückkehren.


Wie arbeite ich in Therapie?

Ressourcen, Fähigkeiten, Kompetenzen
Im ersten Schritt geht es darum sich gegenseitig kennenzulernen, für mich als Therapeutin einschätzen zu lernen, was für meinen Klienten zumutbar ist und was nicht.
Parallel dazu läuft die Stabilisierungsphase und die Arbeit mit Ressourcen.
Bei der Arbeit mit Ressourcen geht es immer darum Ressourcen zu vermehren, vorhandene wieder zu entdecken und zu aktivieren.

Körperwahrnehmung, sich spüren
Im nächsten Schritt geht es um das erneute erlernen der Körperwahrnehmung. Um die Wahrnehmung, dass nicht alles im Körper schmerzt, oder mit Angst besetzt ist.
Darum, sich wieder mit seinem eignen Körper anzufreunden.

Kontakt, ich bin nicht allein
Ein weiterer Schritt, ist das erlernen des Zulassens von Kontakt zum eigenen Körper, wie auch Kontakt zum Therapeuten.
In der Arbeit kann es manchmal passieren, dass der Betroffene aus dem „window of tolerance“ fällt.
Dann braucht der Betroffene Kontakt, um sich wieder beruhigen zu können.
Wenn es mir als Therapeutin nicht möglich ist, den Betroffenen achtsam anzufassen, ich die Hand nicht nehmen darf um Kontakt herzustellen,
weil dies zu angstbesetzt ist, dann fehlen mir als Therapeutin unter Umständen die Möglichkeiten, die Person wieder in das „window of tolerance“ zu regulieren.

Grenzen, Nähe, Distanz
Ebenfalls ein wichtiger Schritt ist das Wiederherstellen von Grenzen.
Ein Trauma ist immer eine Verletzung von Grenzen.
In der Arbeit mit Grenzen ist es das Ziel, dass die Betroffenen wieder äußern können, was sie wollen, was sie nicht wollen, dass sie für sich und ihre Bedürfnisse einstehen und sich verteidigen können.
Sie lernen wieder zu spüren, was eine angemessene und eine unangemessene Nähe ist. So kann die Angst vor Kontakt nach und nach abgelegt werden, denn viele Betroffene erstarren sofort, wenn ihnen jemand zu nahe kommt.

Orientierung, es ist heute und nicht damals
Der nächste bedeutende Schritt ist die Arbeit mit der Orientierung.
Oft ist es so, dass nach einem überwältigenden Ereignis der Orientierungsreflex einfriert.
Verbunden damit werden die Nacken - und Schultermuskelatur fest, was bei vielen Betroffenen zu chronischen Verspannungen führt.
Diese können in diesem wichtigen Schritt wieder gelöst werden.
Einhergehend damit kann dem Betroffenen wieder bewusst werden, dass er mehrere Möglichkeiten hat und dass die Situation, wie sie jetzt ist, nicht die einzige Lösung ist.

Traumexposition, sanfte Entladung
Es folgt der Schritt der sogenannten Traumaexposition.
Ziel dabei ist es, die festgehaltene Schockenergie aus dem Körper zu entladen.
In der körperorientierten Traumatherapie ist es die oberste Priorität, dass wir ausschließlich auf der Körperebenen und mit den Körperempfindungen arbeiten und nicht mit den Gefühlen und Emotionen, die mit dem überwältigenden Ereignis verknüpft sind!

Integration, wie betrachte ich die Welt
Der vorletzte Schritt ist die Integration und die Bearbeitung von Glaubenssätzen und -systemen.
Jede Traumatisierung bringt solche Sätze und Systeme mit hervor, unser Blick auf die Welt ändert sich. War diese zuvor ein sicherer Ort, ist sie es nun vielleicht nicht mehr. Konnte ich vorher Menschen noch trauen, kann ich es nun vielleicht nicht mehr.
Um den Zugang zu sich selbst und auch wieder zu den Anderen zu finden, ist es wichtig sich diese Sätze und Systeme bewusst zu machen, anzuschauen und sie wieder aufzulösen.

Emotionale Integration, der Beginn von etwas Neuem
Durch die vorhergegangene Arbeit erfolgt im letzten Schritt die emotionale Integration
Der Betroffene hat nun die Möglichkeit über das zu trauern was ihm widerfahren ist.
Dabei wird er aber nicht mehr von seinen Emotionen überwältigt.
Er sollte nun in der Lage sein, sich selber in seinem „window of tolerance“ zu regulieren.
Trauern ist ein ganz wichtiger Abschnitt in jeder Form der Therapie und jeder Betroffene trauert in seiner eigenen Zeit.
Situationen, Verluste, überwältigende Ereignisse usw. müssen adäquat betrauert werden, damit etwas Neues beginnen kann.

Reorienting Birth
In den verschieden Phasen der Geburt können Komplikationen auftauchen.
Dies kann dazu führen, dass das Kind "Kodierungen" bildet.
So kann es sein, das die Person in zukünftigen Stresssituationen nach diesen Kodierungen handelt.
Es können Kodierungen z.B. in Form von:
- Ich habe nicht genügend Zeit, es ist nie der richtige Zeitpunkt,
- Ich bleibe in Situationen stecke, verliere meine Kraft,
- Ich komme nicht alleine durch, weiter...,
- Nach Stresssituation bin ich alle, fühle ich mich verlassen, schlafe ein, ...
- Ich kann meine Kraft nicht fühlen, habe nie Erfolg...
-USW...
Im Reorienting Birth Prozess, begleite ich durch die verschiedenen Phasen der Geburt um neue, tiefe, korrigierende, Erfahrungen machen zu können.

Entspannungstrainerin für Kinder und Jugendliche, sowie Erwachsene
Das Entspannungstraining dient der Verbesserung der Fähigkeit, eigene Körperspannungen wahrzunehmen. Über verschiedene Techniken, (Progressiven Muskelrelaxion nach Jacobson, Autogenes Training, Traum,- Phantasie und Imaginationsreisen wird gelernt, sich gezielt zu entspannen, Ressourcen gestärkt und Körperwahrnehmung geschult.)

Systemische Therapie
Systemische Therapie ist ein eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren, das in unterschiedlichen Settings als Einzel-, Paar-, Familien-, Kinder und Jugend,- und Gruppentherapie praktiziert wird.
Nicht nur der Einzelne wird betrachtet sondern das Gesamt System.(Familie, Paar, Schule...)
Die Systemische Therapie und Beratung hat eine Vielzahl von Methoden hervorgebracht die geeignet sind, Neugier und Interesse für Veränderungsprozesse zu wecken.

EMDR
Wirkt direkt auf die für Heilung wichtigen neuronalen Bahnen im Gehirn.
Es läßt sich mit jedem zur Zeit gültigen Therapiekonzept kombinieren und führt meist schon nach wenigen Sitzungen zu merkbaren und dauerhaften Ergebnissen.
EMDR wird unter Anderem eingesetzt bei:
Prüfungsängsten
Angststörungen
Phobien
substanzgebundenen Süchten
psychosomatischen Störungen
Schmerzzuständen
Allergien
usw...

Safe Mentoring
„Sichere Ausbildung für Eltern" wurde speziell dafür entwickelt, um (werdende) Eltern darin zu unterstützen, bereits ab der Schwangerschaft eine sichere Bindung zu ihrem Kind aufzubauen.
SAFE eignet sich für alle werdenden Eltern (und Alleinerziehende) oder auch Eltern, die schon Kinder haben und ein weiteres Baby erwarten.
Alle Eltern möchten sich auf die Ankunft ihres Babys gut vorbereiten.
In der Beratung können die Eltern erfahren, wie sie ihrem Kind durch eine sichere Bindungsentwicklung die grundlegende Erfahrung von Urvertrauen, Sicherheit und Geliebt werden, mit auf seinen Entwicklungsweg geben können
Hierbei liegt der Schwerpunkt darauf Eltern zu befähigen, die emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder und deren „Babysprache“ besser wahrzunehmen, die Signale richtig zu verstehen und durch feinfühliges Verhalten die Bindungsentwicklung ihres Babys zu fördern.


Ich habe am 31.08.2015 vor der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Landesprüfungsamt Hamburg,
Billstraße 80,
20539 Hamburg,
meine Prüfung zu Heilpraktikerin für Psychotherapie erfolgreich bestanden und unterliege somit dem folgenden berufsrechtlichen Regelungen:

Gesetz über die berufsmäßige Ausübung
der Heilkunde ohne Bestallung
(Heilpraktikergesetz)
HeilprG
Ausfertigungsdatum: 17.02.1939
Vollzitat:
"Heilpraktikergesetz in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 2122-2,
veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch Artikel 15 des Gesetzes vom 23.
Oktober 2001 (BGBl. I S. 2702) geändert worden ist"
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 15 G v. 23.10.2001 I 2702 Fußnote
Textnachweis Geltung ab: 1.1.1975
Eingangsformel
Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:
§1
(1) Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, ausüben will, bedarf dazu der
Erlaubnis.
(2) Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsmäßig
vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden
oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.
(3) Wer die Heilkunde bisher berufsmäßig ausgeübt hat und weiterhin ausüben will,
erhält die Erlaubnis nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen; er führt die
Berufsbezeichnung "Heilpraktiker".
§2
(1) Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, bisher berufsmäßig nicht
ausgeübt hat, kann eine Erlaubnis nach § 1 in Zukunft ... erhalten.
(2) Wer durch besondere Leistungen seine Fähigkeit zur Ausübung der Heilkunde glaubhaft macht, wird auf Antrag des Reichsministers des Innern durch den Reichsminister
für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung unter erleichterten Bedingungen zum Studium der Medizin zugelassen, sofern er seine Eignung für die Durchführung des Medizinstudiums nachweist.
§3
Die Erlaubnis nach § 1 berechtigt nicht zur Ausübung der Heilkunde im Umherziehen.
§4
-
§5
Wer, ohne zur Ausübung des ärztlichen Berufs berechtigt zu sein und ohne eine Erlaubnis
nach § 1 zu besitzen, die Heilkunde ausübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr
oder mit Geldstrafe bestraft.
-1-
Ein Service des Bundesministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der juris GmbH - www.juris.de
(1) Ordnungswidrig handelt, wer als Inhaber einer Erlaubnis nach § 1 die Heilkunde im
Umherziehen ausübt.
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu zweitausendfünfhundert Euro
geahndet werden.
§6
(1) Die Ausübung der Zahnheilkunde fällt nicht unter die Bestimmungen dieses Gesetzes.
(2)
§7
Der Reichsminister des Innern erläßt ... die zur Durchführung ... dieses Gesetzes erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften.
§8
(1) Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
(2) Gleichzeitig treten § 56a Abs. 1 Nr. 1 und § 148 Abs. 1 Nr. 7a der
Reichsgewerbeordnung, soweit sie sich auf die Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses
Gesetzes beziehen, außer Kraft.
§ 5a
-2-

Hier finden Sie die Kontaktdaten der Aufsichtsbehörden und die berufsrechtlichen Regelungen:

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Letzte Änderung am 19.10.2021