André Pohl

M.A. André Pohl

Heilpädagoge, Heilpraktiker für Psychotherapie, Kinderschutzfachkraft, Gitarrenlehrer

Grüner Ring 17
37154 Northeim Northeim
Stichpunkte

Ausbildung, Heilerlaubnis, Abrechnung

  • Heilpraktiker/in beschränkt auf Psychotherapie, M.A. im Bereich Kindheitspädagogik
  • Erlaubnis zur Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz
  • Private Krankenversicherung, Selbstzahler

Behandlungs-Schwerpunkte

  • ADHS
  • allg. psych. Problem - Lebensberatung
  • Angst - Phobie
  • Autismus
  • Depression
  • Psychosomatik
  • Stress - Burnout - Mobbing

Verfahren

  • Entspannungsverfahren
  • Gesprächstherapie
  • Humanistische Verfahren
  • Integrative Therapie
  • Kurzzeittherapie
  • Musiktherapie
  • Online-Beratung
  • Traumatherapie

Therapie-Angebot

  • Einzeltherapie: Erwachsene
  • Therapie für Kinder und Jugendliche

Freie Plätze / Wartezeiten

  • Freie Plätze vorhanden.
  • In dringenden Fällen auch kurzfristig Termine möglich.
Persönliches Profil

Vita

Herzlich Willkommen. Schön, dass Sie hier sind.

Ich freue mich sehr, dass Sie den Weg zu mir gefunden haben.

In meiner Arbeit steht der Mensch im Mittelpunkt – mit all seinen Facetten. Mir ist es wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem Sie sich gesehen, gehört und ernst genommen fühlen. Einen Ort, an dem Vertrauen wachsen darf und positive Entwicklungen angestoßen werden. 

Ich begegne jedem Menschen mit Offenheit, Wertschätzung und echtem Interesse. Dabei verbinde ich fachliche Kompetenz mit Herz, Klarheit und einer guten Portion Feingefühl. Jeder Weg ist individuell – und genauso individuell begleite ich Sie: achtsam, respektvoll und mit einem klaren Blick für Ihre Ressourcen.

Ob Sie sich in einer Phase der Veränderung befinden, neue Impulse suchen oder einfach einen geschützten Rahmen für Ihre Anliegen wünschen – ich bin gerne für Sie da.

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.

Ein wesentlicher Bestandteil meiner pädagogischen Arbeit mit Kindern ist die Förderung von Körperwahrnehmung, Grenzachtung, Selbstwirksamkeit und sozialer Kompetenz. Kinder können lernen, die eigenen körperlichen, emotionalen und sozialen Grenzen sowie die Grenzen anderer wahrzunehmen und zu respektieren. Hierfür nutze ich unter anderem sport- und erlebnispädagogische Methoden wie Vertrauens-, Kooperations-, Nähe- und Distanzübungen sowie Übungen zur Kraftdosierung und Zielsteuerung. Diese stärken das Gruppengefühl, fördern Selbst- und Fremdempathie, Toleranz sowie die Fähigkeit zur Perspektivübernahme.

Ergänzend arbeite ich mit Ruhe-, Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen zur Förderung von Achtsamkeit, Konzentration und Reizregulation. Dabei kommen – stets freiwillig, altersgerecht und pädagogisch angeleitet – Methoden zum Einsatz, die einzelne Sinnesreize bewusst reduzieren oder fokussieren (Mund, Augen und Ohren abschirmen), um die Wahrnehmung zu schärfen und die Selbstregulation zu unterstützen.

Mein Ziel ist eine angstfreie, wertschätzende und entwicklungsfördernde Lern- und Lebensumgebung, in der Kinder sich sicher und angenommen fühlen, ihre Stärken entfalten, Fehler als Lernchance erleben und Vertrauen in sich selbst sowie in andere Menschen entwickeln können.

Meine Qualifikationen:

• Staatlich anerkannter Erzieher
• Staatlich anerkannter Heilpädagoge (Bachelor Professional in Sozialwesen)
• Staatlich zugelassener Heilpraktiker für Psychotherapie
• Zertifizierter Entspannungs- und Traumatherapeut (PMR & EMDR)
• Zertifizierter Wildnis- und Erlebnispädagoge
• Master of Arts im Bereich der Kindheitspädagogik und Leitung
• Zertifizierte Kinderschutzfachkraft nach § 8a SGB VIII
• Zertifizierte insoweit erfahrene Fachkraft nach § 8b SGB VIII
• Gitarrenlehrer
• Übungsleiter Breitensport, Karatemeister, Dive-Master

Meine beruflichen Stationen:

• Heilpädagoge in der Einzel- und Kleingruppenförderung
• Erlebnispädagoge in der Ferienfreizeitgestaltung
• Erzieher im Kindergarten sowie in der Inobhutnahmestelle
• Reisepädagoge in der intensiv-sozialpädagogischen Einzelbetreuung
• Therapeut und Coach im Gesundheitswesen
• Sozialpädagoge in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Ich habe pädagogisch hauptsächlich mit der Altersgruppe Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren gearbeitet und sehe hier auch meinen Hauptschwerpunkt.

Behandlungsphilosophie

„Wenn wir eine Beziehung, gegenseitigen Respekt und eine gemeinsame Sprache haben, können wir über alle Ängste, Sorgen und Widerstände miteinander reden.“ Jesper Juul

„Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.“ Paul Claudel

"Jeder Mensch hat Liebenswertes und zu Entwickelndes und ist ernst zu nehmen in seiner ganz eigenen Art und Ausdrucksweise - auch wenn diese uns nicht verständlich erscheint - für die Person hat sein Handeln einen bedeutenden Sinn. Lernen ist ein lebenslanger Prozess." André Pohl

„Ein System ist eine Ganzheit. Jedes Teil ist mit jedem so verbunden, dass jede Änderung eine Änderung des Ganzen bewirkt.“ Virginia Satir

„Kinder wollen echte, authentische Menschen als Vorbilder, die brillant und fehlerhaft sind. Sie brauchen Schmelzwärme (Harmonie) und Reibungswärme (Konflikt).“ Jesper Juul

„Die Dinge, die wir wirklich beherrschen, sind nicht die Dinge, die wir gehört oder gelesen haben, vielmehr sind es die Dinge, die wir gelebt, erfahren und empfunden haben.“ Calvin M. Woodward

„Die Wahrheit ist ein Gespräch. Insofern ist die Wahrheit weder statisch noch endgültig. Sie ist relativ, kontextabhängig und vorläufig.“ Fulbert Steffensky

„Anstatt unsere Bemühungen darauf zu richten, Defizite zu erkennen und zu korrigieren, sollten wir uns darauf konzentrieren, Ressourcen und Stärken der Menschen zu stützen und zu vergrößern. Menschen kooperieren und ändern sich eher und leichter in einem Umfeld, das ihre Stärken und Ressourcen unterstützt und ihnen eine Auffassung von sich als fähig anbietet und weniger, wenn man auf ihre Fehler und Probleme fokussiert.“ Bäschlin & Bäschlin

„Die Kraft der bedingungslosen Akzeptanz eines jeden Kindes, besonders aber der Kinder in physischer und psychischer Not, durch wenigstens eine liebende Person trägt entschieden dazu bei, deren Leben lebenswerter zu gestalten.“ Karin & Klaus Grossmann

Schwerpunkte, Ziele und Haltung

Schwerpunkte:

• Musiktherapie
• Erlebnistherapie
• Autismustherapie
• Biografiearbeit
• Sensorische Integrationstherapie
• Heilpädagogische Spieltherapie
• Psychologische und heilpädagogische Beratung

Allgemeine Ziele:

• Aufbau realistischer Lebensperspektiven
• Linderung seelischer und/oder körperlicher Beschwerden
• Stärkung der Selbstfürsorge
• Aktivierung vorhandener Fähigkeiten
• Verbesserung der Selbst- und Körperwahrnehmung
• Aufbau befriedigender sozialer Kontakte
• Hilfen zur seelischen Stabilisierung
• Förderung von Selbsthilfepotenzialen
• Erweiterung lebenspraktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten
• Stärkung der Gesamtpersönlichkeit
• Wahrnehmungsschärfung
• Verbesserung der Fein- und Grobmotorik
• Weiterentwicklung der sozial-emotionalen und kommunikativen Kompetenzen
• Ausbau kognitiver Fähigkeiten
• Verbesserung der Teilhabe und Selbstständigkeit usw.

Möchten Sie sich von meiner fachlichen Arbeit ein Bild machen, so finden Sie im Folgenden weitere Informationen.

Meine pädagogische und therapeutische Grundhaltung:

Inklusion bedeutet für mich jeden Menschen mit seinen persönlichen Lebensumständen, individuellen Merkmalen sowie sozialen und kulturellen Hintergründen in die Gemeinschaft mit einzubeziehen. Normen werden so erweitert, dass Vielfalt Platz findet (Diversitätsansatz).
In der offenen Begegnung mit menschlicher Vielfalt sehe ich die Chance auf gemeinsames Lernen. Die Stärke einer Gemeinschaft ist daran zu erkennen, wie es mit den vermeintlichen Schwächeren umgeht. Inklusion grenzt nicht aus, während Diagnostik Personen identifiziert, die „anders“ bzw. „außerhalb der statistischen Norm“ sind. Es ist per se nicht negativ diagnostisch festzustellen, dass der eine Mensch anders ist als der andere. Es wird dort schwierig, wo diese Andersartigkeit abgewertet wird.

Als Heilpädagoge positioniere ich mich gegen Aussonderung und Stigmatisierung (Abstempelung) von Menschen oder Gruppen. Es ist zudem wichtig, dass die individuellen Kategorisierungen wie „Mensch mit Behinderung“ nicht zu festgeschriebenen Erwartungen und damit zur Verfestigung von Vorurteilen führen. Die Perspektive der „Personen-Umwelt-Passung“ erscheint mir daher als ein sinnvoller Denkansatz. Vorurteile, Stereotype und die Angst vor dem Unbekannten werden durch Begegnung und Auseinandersetzung schrittweise und so weit wie möglich abgebaut. Die Fokussierung auf Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf ignoriert viele andere Aspekte von Verschiedenheit, indem der Blick auf ein bestimmtes Merkmal eingeengt wird. Diese Fokussierung suggeriert, dass es sich um abweichende Menschen handele, anstatt die Einzigartigkeit eines jeden Menschen zu betonen. Das wahrgenommene Fremdbild anderer wirkt prägend auf das Selbstbild. Eine soziale Etikettierung (Festschreibung auf ein bestimmtes Verhalten) durch andere und durch Institutionen ist eine Stigmatisierung, die nicht nur die beruflichen und sozialen Chancen mindert, sondern auch das Selbstbild prägen kann, sodass im Endeffekt problematisches Verhalten dem Selbstkonzept entspricht und somit verstärkt wird. Inklusion kann als Konzept zur Überwindung von Diskriminierung aller Risikogruppen verstanden werden. Sie verfolgt einen bewussten und sensiblen Umgang mit den Stärken und Schwächen jedes Einzelnen.

Familienarbeit

In der Familienarbeit orientiere ich mich am systemischen Ansatz. Das bedeutet für mich nicht den Einzelnen verantwortlich für Symptome und Entwicklungen im Miteinander zu sehen, sondern das ganze Familiensystem in den Blick und in die gemeinsame Verantwortung zu nehmen. Es werden demnach nicht einzelne Personen als Auslöser von Schwierigkeiten gesehen, sondern es geht um Ungleichgewichte im Gesamtsystem, die zu Problemen führen, die sich wiederum durch Symptome (Beschwerden, Auffälligkeiten) zuerst beim Einzelnen bemerkbar machen. Die Familien verstehe ich als Experten für ihre eigene Lebenswelt, was für mich bedeutet, dass die Eltern ihre und die Entwicklung ihres Kindes aus erster Hand kennen. Wenn nicht systemisch gedacht und gehandelt wird, dann wird schnell ein Schubladendenken praktiziert, denn einen Sündenbock zu haben ist bequem und nimmt das System in seinen Wechselwirkungen aus der gemeinsamen Verantwortung. Der Beziehungsdynamik ist dann auf die Spur zu kommen, die zur Aufrechterhaltung der verschiedenen Verhaltensweisen beiträgt. Letztlich ermöglicht dieses Vorgehen eine Win-Win-Situation (Doppelsieg), indem ein positiver Interessenausgleich errungen wird und alle Beteiligten einen Nutzen erzielen.

Erziehungsarbeit

Für mich bedeutet Erziehungsarbeit vor allem Beziehungsarbeit, also verlässliche Bezugspersonen und tragfähige Bindungen, die eine freiwillige Verbindlichkeit schaffen. Der Schwerpunkt meiner heilpädagogischen Arbeit besteht demzufolge darin, den Menschen eine verlässliche und belastbare Beziehung anzubieten und sie in ihren Stärken zu fördern. Im Spiel hat der Mensch die Möglichkeit, sich auf eine ihm vertraute Weise auszudrücken - auch in solchen Situationen, in denen ihm unmöglich ist, sich durch gesprochene Sprache mitzuteilen. Dabei werden vor allem die Bereiche Wahrnehmung, Fantasie, Emotion, Körpererleben, Kognition, Bindungssicherheit und Sozialverhalten angesprochen. Spielen verstehe ich als Lernen und weniger als das Ergebnis sichtbarer Arbeit. Kinder lernen mit allen Sinnen und entwickeln im Spiel ihre Persönlichkeit aus, was auch als Selbstbildungsprozess bezeichnet wird. Beispielsweise kann heilpädagogische Rhythmik nicht nur gefühlsmäßig wirken, sondern auch innere Barrieren überwinden helfen, Kommunikation und Kontakt herstellen und zwischenmenschliche Fähigkeiten fördern.

Körpertherapie

In der psychomotorischen Förderung geht es um die Ermöglichung von Sinnes-, Sozial-, Körper-, Bewegungs- und Materialerfahrungen. Das Zusammenspiel der Sinne wird durch Bewegungsaktivitäten gefördert. In der Körpertherapie wird der Ursprung vieler körperlicher Symptome demzufolge auch im innerseelischen Bereich gesehen, also das Seelische drückt sich dann im Körper aus bzw. wird entsprechend somatisiert (in den Körper verlagert). Wie sich Emotionen über das limbische System des Gehirns förderlich oder schädlich auf Körperfunktionen auswirken, ist inzwischen dank moderner bildgebender Verfahren gut erforscht. Die Entspannungs- und Körpertherapie kann zur Schmerz- und Spannungsreduktion, Verbesserung des Körpergefühls sowie zum Aufbau von Selbstwirksamkeitserfahrungen beitragen.

Karate unter pädagogisch-psychologischen Gesichtspunkten fördert:

• Konzentration und Aufmerksamkeit
• Ausdauer und Körpergefühl
• Respekt und soziales Miteinander
• Kraftdosierung und Zielsteuerung
• Koordination und Beweglichkeit
• Gewaltprävention und Deeskalation

Dabei stehen immer der Mensch, seine Entwicklung und ein wertschätzendes Miteinander im Mittelpunkt.

Erlebnispädagogik

Die Erlebnispädagogik befasst sich mit selbsterfahrendem, handlungsorientiertem Lernen in der Natur, um die Persönlichkeit und soziale Fähigkeiten, wie z.B. Selbst- und Fremdempathie (Einfühlungsvermögen in sich und andere), zu entwickeln. Den Menschen werden „Grenzerfahrungen“ ermöglicht, welche sie aus ihrer vertrauten Komfortzone in eine Wachstumszone übergehen lassen, so z.B. durch kooperative Abenteuer-Lernprojekte, Wahrnehmungs- und Vertrauensübungen, Labyrinth, LandArt, Lonely Night Solo und Wildnistechniken. Eine Atmosphäre der gegenseitigen Unterstützung und Anerkennung trägt wesentlich dazu bei, dass man sich angenommen und akzeptiert fühlt. Die vordringliche Haltung ist „win/win“ – denn wenn alle gewinnen, fühlt sich niemand ausgegrenzt.

Sensorische Integrationstherapie

Die sensorische Integrationstherapie ist als Förderung der Wahrnehmungsverarbeitung zu verstehen, um das Zusammenspiel der verschiedenen Sinnesmodalitäten, so z.B. Schmecken, Hören und Sehen, zu verbessern. Insbesondere werden die Grundwahrnehmungssysteme (vestibuläre oder Gleichgewichtswahrnehmung, taktile oder Oberflächenwahrnehmung und propriozeptive oder Tiefenwahrnehmung) angeregt. Wir Menschen nehmen über unsere verschiedenen Wahrnehmungskanäle unterschiedliche Sinneseindrücke auf, die im Gehirn verarbeitet, sprich sortiert, geordnet und vereint werden. Dieser Prozess wird als sensorische Integration bezeichnet.

Autismusberatung am Beispiel von "Stimming"

Viele autistischen Menschen erleben ihre Umwelt intensiver, ungefilterter und detailreicher, was mit der veränderten Wahrnehmungs- und Reizverarbeitung zu tun hat. Stimming bezeichnet wiederholende Bewegungen oder sensorische Handlungen, um innere Spannung abzubauen und das Nervensystem zu beruhigen. Besonders häufig werden in Stresssituationen Gesicht, Nase, Mund, Ohren und Augen berührt. Das Gesicht ist außergewöhnlich dicht mit sensiblen Nervenenden versorgt, die in direkter Verbindung mit Hirnarealen stehen, die für die Stressverarbeitung und emotionale Regulation zuständig sind. Berührungen im Gesicht erreichen das Gehirn besonders schnell, wirken unmittelbar regulierend, können das Stresshormon Cortisol senken und helfen, die innere Balance wiederherzustellen.

Gesellschaftlich werden Stimming und Reizschutz häufig fehlinterpretiert, etwa als Nervosität, Unsicherheit, Unprofessionalität, Respektlosigkeit oder „seltsames Verhalten“. Dabei erfüllen sie eine vergleichbare Funktion wie sozial akzeptierte Strategien neurotypischer Menschen, etwa tiefes Durchatmen, Haare aus dem Gesicht streichen, Kaugummi kauen, mit dem Fuß wippen oder Hände reiben. Der Unterschied liegt nicht in der Funktion, sondern in der gesellschaftlichen Bewertung. Werden Stimming oder Reizregulation als „auffälliges Verhalten“ negativ bewertet, entstehen Nachteile, etwa durch negative Leistungsbeurteilungen, Fehleinschätzungen sozialer Kompetenz oder die Pathologisierung des Verhaltens. Selbstberührungen im Gesicht sowie das selbstbestimmte Zuhalten oder einvernehmliche Zuhaltenlassen von Mund, Augen oder Ohren sind keine Marotten, sondern neurobiologisch fundierte Formen der Stress- und Reizregulation. Wer diese Mechanismen unterdrückt, erhöht Belastung. Wer sie respektiert, ermöglicht Stabilität. Autistische Menschen müssen nicht lernen, weniger sie selbst zu sein. Die Gesellschaft muss lernen, autistische Verhaltensweisen nicht als Abweichung zu bewerten. Viele autistische Menschen entwickeln die Sehnsucht, nicht mehr missverstanden zu werden, weil ihr Erleben und Verhalten oft angezweifelt oder falsch interpretiert werden, sodass sie sich häufig erklären und rechtfertigen. Artikel 3 Absatz 3 im Grundgesetzt besagt, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Mehr Verständnis im Umfeld würde Druck reduzieren und echte Teilhabe erleichtern.

Gerade die positiven Eigenschaften vieler autistischer Menschen – Ehrlichkeit, Loyalität, Gutgläubigkeit, Offenheit, Gerechtigkeitssinn – können in sozialen Machtgefügen ausgenutzt werden. Menschen mit Autismus erkennen häufig die betrügerischen und manipulativen Absichten anderer nicht. Das Nicht-Erkennen von emotionaler und narzisstischer Manipulation kann sie leicht zu Opfern werden lassen. Umso wichtiger sind Verständnis, Schutzstrukturen und eine wertschätzende Umgebung, die Andersartigkeit nicht bestraft, sondern respektiert.

Autismus ist ein Spektrum, keine Schablone. Jeder autistische Mensch ist einzigartig. Positive Eigenschaften im Autismus-Spektrum:

• Starke Detailwahrnehmung
Dinge werden gesehen, die anderen entgehen – Muster, Fehler, Feinheiten.

• Hohe Konzentrationsfähigkeit (Hyperfokus)
Tiefes, ausdauerndes Arbeiten an Themen, die interessieren.

• Ehrlichkeit & Authentizität
Direkte, klare Kommunikation ohne „soziale Spielchen“.

• Logisches und analytisches Denken
Besonders ausgeprägt in natur- und geisteswissenschaftlichen Bereichen.

• Kreativität & originelles Denken
Unkonventionelle Lösungsansätze, neue Perspektiven.

• Große Fachkenntnisse in Interessensgebieten
Leidenschaftliches, tiefgehendes Wissen („Spezialinteressen“).

• Verlässlichkeit & Genauigkeit
Regeln, Absprachen und Strukturen werden ernst genommen. Kreatives Chaos und Strukturliebe zugleich.

• Starke Gerechtigkeitssinne
Hohes Empfinden für Fairness, Moral und Ehrlichkeit.

• Empathie auf andere Weise
Oft tiefes Mitgefühl, auch wenn es anders gezeigt wird als erwartet.

• Unabhängiges Denken
Weniger beeinflusst von Gruppendruck oder sozialen Erwartungen.

• Sensibilität für Umwelt & Stimmungen
Feinfühligkeit gegenüber Geräuschen, Licht, Emotionen oder Atmosphäre.

Leitung/Management

In der Leitung von Menschen orientiere ich mich am Konzept der humanistischen Führung, die sich einer Kultur von Menschenwürde verpflichtet fühlt. Dazu gehört für mich ein Klima von Fairness und Vertrauen. Aus humanistischer Perspektive stellen Identifikationsmacht (Vorbildfunktion, Wertevermittlung) und Belohnungsmacht (Lob, Anerkennung) wichtige Einflussmöglichkeiten dar. Humanistische Führungskräfte fördern prosoziales Verhalten, reflektieren ihre Macht und kennen die möglichen negativen Auswirkungen von Macht. Führungspersonen sollten daher darauf bedacht sein, ihre Mitarbeiter/innen zuverlässig, transparent und vorhersehbar zu führen. Ein dialogischer bzw. dem Menschen zugewandter Leitungsstil, der über alle Hierarchien hinaus eine Kommunikation auf Augenhöhe bevorzugt, wirkt sich deutlich besser auf die Mitarbeiterzufriedenheit aus als ein dominanter und hierarchischer Stil. In gut entwickelten selbstorganisierten Teams können die unterschiedlichen Positionen häufiger wechseln, wodurch eine größere und positive Gruppendynamik entsteht.

Zusammenarbeit im Team

In der kollegialen Zusammenarbeit sehe ich ein konstruktives, vertrauensvolles und gleichberechtigtes Miteinander als notwendige Grundlage an. Jeder ist ein wichtiges Zahnrad im Getriebe, das mit seinen Kenntnissen und Fähigkeiten zum Gelingen beiträgt. Vertrauen setzt voraus, dass Worte und Taten übereinstimmen bzw. Botschaften tatsächlich so gemeint sind, wie sie formuliert wurden. Vertrauen wächst langsam und ist ein stabiles Fundament des Miteinanders. Ein solches Fundament hält Fehler aus. Zur positiven Teamarbeit gehören für mich außerdem ein Wir-Gefühl, eine Aufgabenverteilung nach Stärken sowie eine arbeitsförderliche, auf Respekt, Anerkennung und Offenheit basierende Atmosphäre.
Menschen sind aus evolutionärer Perspektive soziale Wesen, haben ein Zugehörigkeits- bzw. Anschlussbedürfnis und organisieren sich in Gruppen. Insbesondere in Organisationen und kohäsiven Gruppen birgt Gruppendenken jedoch auch Risiken. Es kann zu einer sogenannten Konsensheuristik (Gruppenblindheit) führen, weshalb Mehrheitsmeinungen kritisch zu hinterfragen sind.

Psychotherapie

Psychotherapie bietet Hilfe bei Störungen im Denken, Fühlen, Erleben und Handeln. In der Psychopathologie werden abnorme Erlebens- und Verhaltensweisen in ihren seelischen, sozialen und biologischen Bezügen beschrieben. Menschliches Verhalten und Erleben betrachte ich als Ergebnis von Wechselwirkungen zwischen personenbezogenen, neuronalen und umweltbedingten Faktoren. Demnach berücksichtige ich, dass die Besonderheit, die sich am einzelnen Menschen zeigt, nicht dessen ureigene und getrennt zu betrachtende Symptomatik sein muss, sondern in der Dynamik der jeweiligen sozialen Gruppe begründet liegen kann (systemisch-konstruktivistisches Modell). In der Systemischen Therapie wird nicht der Symptomträger mit seiner präsentierten Störung als der Kranke betrachtet, sondern das System, in der sich seine Störung entwickeln konnte. Für den Psychiater Ronald D. Laing sind psychische Krankheiten gesunde Antworten auf ein krankes System. Psychotherapie besteht nach Laing im Abtragen all dessen, was zwischen uns steht - der Masken, Rollen, Lügen, Widerstände, Ängste, Projektionen und Introjektionen.
Aus Sicht der Verhaltenstherapie werden dagegen dysfunktionale bzw. störende Denk- und Verhaltensmuster in der Lerngeschichte des Menschen erworben und durch positive und negative Verstärkung aufrechterhalten. Bei der kognitiven Umstrukturierung werden die belastenden Emotionen, Verhaltensweisen und Körperreaktionen exploriert (erforscht), schädliche Denkweisen identifiziert sowie neue funktionale bzw. hilfreiche Denkmuster erarbeitet und eingeübt.
Ein gefühlsoffenes und vertrauensförderndes Klima sowie wertfreies und aktives Zuhören sind von grundlegender Bedeutung. Zugelassene Emotionen setzen typischerweise einen elementaren Verarbeitungsmechanismus in Gang.

Gesundheits- und Therapieverständnis

Nach meinem Gesundheits- und Therapieverständnis ist eine Erkrankung oft ein Heilungsversuch und nicht per se negativ. Symptome tragen eine Botschaft in sich, die entschlüsselt werden möchte. In jeder Krise steckt auch eine Chance. Das bessere Verständnis der Dynamik zwischen Menschen und Gruppen beugt einseitigen Zuschreibungen (z.B. von Verantwortung und Schuld) und somit Spaltung und Sündenbocksuche vor.
In Bezug auf das Gesundheits- und Krankheits-Kontinuum können Menschen nie gänzlich als gesund oder krank eingestuft werden, da sie grundsätzlich gesunde und kranke Anteile gleichzeitig in sich tragen. Diagnosen können für alle Menschen gefunden werden. Körperliche und seelische Erkrankungen können sich mit gewisser Wahrscheinlichkeit in jedem Menschen, in jeder Gesellschaftsschicht und in jedem Alter ausbilden. Der Mensch ist facettenreich und mehr als seine Diagnose und sollte darauf nicht reduziert werden.
Bei mir sind Sie Mensch, keine Diagnose oder Störung. Bildlich gesprochen ist für mich der Mensch ein Mosaik aus zahlreichen Facetten. Sind einzelne Elemente brüchig, so stellt das nicht das gesamte Mosaik in Frage.

Nach dem „Bio-psycho-sozialen Modell“ wird der Mensch in Wechselbeziehung mit seiner Umwelt gesehen. Der Paradigmenwechsel von einem medizinisch reduktionistischen (einseitigen) zu einem umfassenden bio-psycho-sozialen (ganzheitlichen) Modell (Wechselwirkung zwischen Anlage, Mensch und Umwelt) verlangt eine besondere Aufmerksamkeit auf die Umgebungsfaktoren. Um die Entstehung von Krankheiten präziser zu erfassen, wird das sogenannte multifaktorielle Erklärungsmodell herangezogen. Dabei werden abweichende Verhaltens- und Erlebensweisen nicht auf eine einzige Ursache zurückgeführt, sondern Veränderungen im Nervensystem, genetische Veranlagungen, fehlerhafte Lernvorgänge, ungünstige Lebensumstände und/oder unbewältigte Kindheitskonflikte mitberücksichtigt.

Psychotrauma (psychische Gewalt)

Eine Situation ist dann traumatisch, wenn sich ein Mensch plötzlich, langanhaltend oder dauerhaft einer bedrohlich-ängstlichen Situation ausgeliefert fühlt, auf die er sich nicht einstellen und der er auch nicht entkommen kann. Die persönlichen Grenzen werden dabei massiv überschritten. Traumatisches Erleben geht einher mit Verzweiflung, Hilflosigkeit, Ohnmacht und Kontrollverlust. Dass Betroffene „böse“ oder „minderwertig“ sind oder andere negative Eigenschaften haben, ist ein Mythos, den Täter/innen gern verbreiten, da Opfer nicht selten Personen sind, die durch besondere Fähigkeiten, Erfolge und großer Kreativität etc. auffallen.
Die Täter/innen werden eingeteilt u.a. in Machtmobber, Neidmobber, Angstmobber, Lustmobber und Herdenmobber. Viele Mobber sind selbst Opfer von Gruppendynamiken oder eigenen Gewalterfahrungen und kompensieren durch das Mobbing eigene Defizite. Die häufigsten Mobbinghandlungen sind Herabwürdigen, Diskreditieren, Isolieren, Schikanieren sowie den anderen zu einem Fehler verleiten, den man ihm anschließend vorwerfen kann. Die vermeintlichen oder wirklichen Schwächen und Fehler der Betroffenen geben vielleicht Anlass, sind aber nicht Ursache. Einen generellen Opfertypen gibt es nicht. Die Non-Compliance ist vorprogrammiert, wenn Betroffene gar eine Mitschuld angehängt bekommen. Die Ursachen liegen in den Persönlichkeitsstrukturen der Täter/innen, in der Struktur der jeweiligen Gruppe und im Umgang der Leitung mit Mobbing.

Die Hirnforschung zeigt auf, dass kein grundsätzlicher Unterschied zwischen seelischer und körperlicher sowie sexueller Gewalt besteht. Im Gehirn sind emotionaler und körperlicher Schmerz eng verknüpft. Diesen Mechanismus hat die amerikanische Hirnforscherin Naomi Eisenberger mit ihrem Forschungsteam entdeckt. Eine mögliche neurobiologische Folge von psychischer Gewalt sind Stressreaktionen, die sich dauerhaft im Emotionssystem und auch neuronal manifestieren können und zu Veränderungen im Gehirn und damit auch im Verhalten führen. Mobbing-Betroffene tragen ein mehr als verdoppeltes Risiko für Herzinfarkte. Psychische Gewalt ist eine Gewalt durch zahlreiche Mikrotraumata über einen längeren Zeitraum, wobei erst die Häufung der wiederkehrenden Angriffe zerstörerisch wirkt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund beziffert den seelischen gewaltbedingten volkswirtschaftlichen Schaden auf jährlich zwischen 15 bis 25 Milliarden Euro. Die EU-Kommission hat im Jahr 2001 Mobbing als „psychische Gewalt“ bezeichnet. Übergriffe durch Mobbing können schwerwiegende Folgen für die Betroffenen haben. Häufig wirken sie sich negativ auf die Gesundheit aus und können Traumata und seelische Erkrankungen hervorrufen. Arbeitgeber, Schulen, Hochschulen und Vereine sollten daher ein hohes Eigeninteresse an Mobbingprävention haben. Jenseits der §§ 185 ff. StGB können psychische Einwirkungen und deren Folgen insbesondere als Körperverletzung qualifiziert werden. Der Gesetzgeber hat die Relevanz für die Betroffenen seelischer Gewalt bereits anerkannt und das Eintreten bzw. die Gefahr psychischer Folgen als strafrechtlich verfolgbares Unrecht ausdrücklich geregelt. Auch eine pathologische Steigerung einer vorhandenen Erkrankung ist als Gesundheitsschädigung anerkannt. Das Bundesverfassungsgericht hat sich im Beschluss vom 27. September 2006 (Az. 2 BvR 1603/06) dazu entschieden, psychische Beeinträchtigungen mit Krankheitswert als Körperverletzung beziehungsweise Gesundheitsschädigung strafrechtlich zu ahnden.

Kinder- und Jugendhilfe

Es ist ein Wandel in der Kinder- und Jugendhilfe zu verzeichnen: Nicht die Behebung von Defiziten und Korrekturen der familialen Erziehung (Defizitorientierung) ist Ansatz und Richtpunkt für die Tätigkeit der Kinder- und Jugendhilfe, sondern die Entwicklung von Fähigkeiten, Strategien und Ressourcen für eine eigenständige Lebensführung und der Aufbau von Kompetenzen für die eigenverantwortliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (Ressourcenorientierung). Die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen steht für mich an oberster Stelle. Ich schaffe einen geschützten Rahmen, in dem ich kontextsensibel und situationsorientiert mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen von Gewalt umgehe. Die persönlichen Grenzen anderer Menschen werden beachtet und geachtet.
Der Gesetzgeber sieht laut § 4 Abs. 2 KGG sowie §§ 8a Abs. 4 Satz 2 und 8b Abs. 1 SGB VIII für die Gefährdungsbeurteilung die Beratung durch eine „insoweit (d.h. in der Kinderschutzarbeit) erfahrene Fachkraft“ vor.

Meine Haltung als Kinderschutzfachkraft bzw. insoweit erfahrene Fachkraft zeigt sich wie folgt:

• Systemisches Denken und Handeln
• Lösungsorientierung
• Bedürfnisorientierung
• Allparteilichkeit
• Berücksichtigung von Situations- und Kontextvariablen
• Gemeinsames Erarbeiten von Lösungsschritten
• Differenzierte, standardisierte Gefährdungsbeurteilung im Fachteam
• Professionelles Konfliktmanagement
• Konstruktivistische Perspektive, dass jeder Mensch seine eigene subjektive Wirklichkeit konstruiert und es keine absolute Wahrheit gibt.

Eine Kindeswohlgefährdung im rechtlichen Sinne liegt erst dann vor, wenn die Gefahrenquelle des § 1666 BGB erreicht ist, sprich eine gegenwärtige oder zumindest unmittelbar bevorstehende Gefahr besteht, bei deren Fortdauer eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes/Jugendlichen mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist und diese Gefahr nicht abgewendet werden kann. Jedes Kind ist im Alltag ständig einer Gefährdung des Wohls ausgesetzt. Einfache Aussagen / Behauptungen machen noch keine Gefährdungseinschätzung notwendig. Der erste Impuls vieler Fachkräfte im Kinderschutz ist häufig Handlungswille, obwohl das nicht immer hilfreich ist. Besser ist behutsam vorzugehen, sich auszutauschen und weitere Informationen einzuholen. Darüber hinaus ist die Einbeziehung von Eltern und Kindern bzw. Jugendlichen in den Prozess der Gefährdungseinschätzung vorgeschrieben und situativ sinnvoll. Die Gefährdungseinschätzung mit den Eltern braucht den Blick der Eltern auf die vermutete Kindeswohlgefährdung (Problemwahrnehmung), den Umgang der Eltern mit der geäußerten Sorge der Fachkräfte (Problemakzeptanz), die Bereitschaft und Fähigkeit der Eltern zur Annahme von Hilfe (Hilfeakzeptanz) sowie die Kompetenz der Fachkräfte ein Gespräch so zu gestalten, dass die Elternperspektive gut mit einbezogen ist. Übermäßiges Mitfühlen, Dramatisieren und Emotionalisieren ist kontraproduktiv und der kindlichen Verarbeitung des Erlebten abträglich. Was wir bekämpfen, verstärken wir. Niemals sollte brachial gegen der/die potentielle/n Verursacher/in oder Täter/in vorgegangen werden. Bei Kindeswohlgefährdungen brauchen nicht zwangsläufig Inobhutnahmen durchgeführt werden, da diese oftmals mehr Schaden anrichten können als die eigentliche (vermutete) Kindeswohlgefährdung. Auch unterstützende Hilfen können sinnvoll sein (Verhältnismäßigkeitsgrundsatz). Wichtig ist, Gefährdungs-Abstufungen vorzunehmen, da der Begriff "Kindeswohlgefährdung" häufig inflationär verwendet wird.

Für die pädagogische und therapeutische Arbeit gilt für mich als wesentlich, dass sich Professionelle mit ihren unbewussten und bewussten Vorurteilen und Einstellungen den Hilfesuchenden gegenüber auseinandersetzen und die Bereitschaft zeigen, auch von ihnen zu lernen. Meine Klienten und Patienten begreife ich als Experten in eigener Sache, während ich mich in meiner pädagogischen und therapeutischen Rolle als Begleiter und Unterstützer zur Aktivierung ihrer Selbsthilfepotentiale etc. verstehe.

Gitarrenunterricht

Die Gitarre ist eines der vielseitigsten und beliebtesten Instrumente überhaupt und relativ einfach zu erlernen. Das Saiteninstrument regte die Wortneuschöpfung „Vielsaitigkeit“ maßgeblich mit an und ist Melodie- und Akkordinstrument zugleich. Die Anschaffungskosten für Einsteigermodelle sind moderat. Das Einstiegsalter für Gitarrenunterricht liegt bei etwa 6 Jahren. Im Alter zwischen 6 und 12 Jahren empfehle ich den Gitarrenunterricht auf körperangepassten Akustik-Kinder-Gitarren. Als Gitarrenlehrer biete ich für Kinder & Jugendliche mit oder ohne Vorkenntnisse E-Gitarren- und Akustik-Gitarrenunterricht an. Es besteht die Möglichkeit die Noten- und Harmonielehre, Tabulaturschrift, Akkord- und Liedbegleitung, Improvisation, Spieltechniken sowie das Melodie- und Solospiel anzubahnen oder zu erweitern. Der Gitarrenunterricht berücksichtigt die musikalischen Vorlieben der/des Schülers/in und orientiert sich am persönlichen Lerntempo.

Terminvereinbarung, Kosten und Kontaktmöglichkeiten

Ich biete neben Präsenzterminen auch Video-Therapie/Beratung an.

Das Honorar für eine Beratungs- oder Therapiestunde beträgt zwischen 60€ und 150€ (nach § 4 UStG von der Umsatzsteuer befreit). Die Termine können in Präsenz, telefonisch oder per Videotelefonie stattfinden. In erster Linie empfange ich Selbstzahler. 

In Deutschland gibt es nur drei Heilberufe und das sind Arzt, Psychotherapeut und Heilpraktiker. Diese Berufsgruppen sind die einzigen, die Heilkunde bei körperlichen und seelischen Erkrankungen praktizieren und Diagnosen stellen dürfen. Freiberufliche Heilpädagogen und Heilpraktiker üben ihren Beruf eigenverantwortlich aus und zählen zu den freien Berufen im Sinne des § 18 EStG.
Als Heilpraktiker für Psychotherapie bin ich befugt Diagnosen und Indikationen zu stellen und entsprechend der Diagnosen Personen mit psychischen und psychosomatischen Störungen bzw. Menschen, die sich in schwierigen Lebensphasen oder Sinnkrisen befinden, mit psychotherapeutischen Methoden zu behandeln. Ich beschränke mich hierbei auf die psychologische Beratung und integrative Therapie, sprich ich nutze Elemente aus verschiedenen Therapieverfahren. Ich kann Ihnen ein auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Therapieangebot machen. Diese Vorgehensweise stützt sich auf die aktuelle Psychotherapieforschung, die herausgefunden hat, dass es sinnvoll ist, aus verschiedenen Therapieverfahren bestimmte Interventionen zu wählen, um den größtmöglichen Nutzen für den Hilfesuchenden zu erzielen.

Entgegen der Tendenz, den Zugang zu Hilfe-Leistungen ausschließlich über ICD-10-Diagnosen zu erhalten (Ressourcen-Etikettierungs-Dilemma), geht es in meiner Arbeit weniger darum, Schwächen und Fehler in den Blick zu nehmen, sondern vor allem auch persönliche Fähigkeiten und Schätze zu finden und zu nutzen, also stärken- und lösungsorientiert zu arbeiten, was die therapeutische Wirkung merklich steigert. Die heilpädagogische Anamnese und Diagnostik dienen der Erfassung des Menschen in all seinen Dimensionen und Bezügen. Besondere Persönlichkeitsmerkmale werden nicht vorschnell pathologisiert, sondern auch vor dem soziokulturellen Hintergrund (Werte, Normen, Persönlichkeit) des Menschen gesehen. Einzelne Puzzleteile füge ich zu einem vollständigen Bild zusammen. Meinen Fokus richte ich auf die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und die Gesundheitsentwicklung (Salutogenese), ganz nach der Leitfrage „Was macht gesund?“ und weniger auf die Pathogenese („Was macht krank?“). Anders ausgedrückt, geht es primär um eine Schatzsuche und weniger um eine Fehlerfahndung.

Kostenübernahme

Die heilpädagogische und heilpraktische Arbeit basiert auf einer selbständigen Tätigkeit ohne Angliederung an das kassenärztliche Versorgungssystem. Eine mögliche Kostenübernahme klären Sie bitte mit Ihrer Privatversicherung oder mit Ihrer zuständigen Sozialbehörde. Die von Heilpraktikern und Heilpädagogen erbrachten Leistungen sind nach § 4 Nr. 14 UStG (Umsatzsteuergesetz) von der Umsatzsteuer befreit. Heilpädagogische Maßnahmen können nach SGB XII und SGB VIII durch die örtlichen Kostenträger (Sozial- oder Jugendhilfe) oder in Einzelfällen von den Krankenkassen übernommen werden. Die Bewilligung ist nicht von Ihrem Einkommen oder Vermögen abhängig, aber zeitlich begrenzt und wird regelmäßig überprüft. Für die Genehmigung einer heilpädagogischen Maßnahme stellen Sie als Eltern bzw. Sorgeberechtigten einen Antrag bei Ihrer zuständigen Sozialbehörde oder zahlen selbst.

Ihre Termine bei mir werden von den Krankenkassen oder Behörden nicht erfasst. Somit entstehen Ihnen keine beruflichen Nachteile (Verbeamtung) oder finanziellen Einbußen bei Vertragsabschlüssen (Arbeitsunfähigkeits-, Lebens- und privaten Krankenversicherungen).
Sie können die Kosten der Therapie gemäß § 33 EstG unter „außergewöhnliche Belastungen “ steuerlich absetzen.

Ihre persönlichen Vorteile

• keine bürokratischen Umwege
• zeitnahe Terminvergabe
• viel persönliche Aufmerksamkeit und Zeit
• Therapiefreiheit und Methodenvielfalt
• Individuelle Vereinbarungen
• keine Weitergabe von Daten an Krankenkassen und weitere Dritte

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne per E-Mail oder Telefon zur Verfügung:

praxis-hillerse-nom@web.de
0178 - 8150979

Sollten Sie mich telefonisch nicht erreichen, versuchen Sie es bitte über die andere Kontaktmöglichkeit per E-Mail. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Herzlichst Ihr André Pohl


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Letzte Änderung am 01.09.2026