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Wer gesund leben will, braucht gesunde (neue) Einstellungen. Denn “nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Urteile und Meinungen über sie. So ist zum Beispiel der Tod nichts Furchtbares - sonst hätte er auch Sokrates furchtbar erscheinen müssen -, sondern nur die Meinung, er sei furchtbar, ist das Furchtbare“ (Epiktet).
Als psychologischer Psychotherapeut und Dr. der Philosophie vertrete und praktiziere ich überwiegend die psychologische Kognitive Verhaltenstherapie, welche als wissenschaftlich fundiert, pragmatisch-rational, philosophisch bezogen, symptomorientiert und immer wieder ökonomisch-effizient gilt.
Mit Kognitionen (aus dem lateinischen übersetzt – „Erkennen“) sind all unsere Einstellungen, Gedanken, Erkenntnisse, Bewertungen und Überzeugungen gemeint. Den Kognitiven Therapiemethoden liegt die Annahme zugrunde, dass ein für uns dysfunktionales Verhalten und emotionales Unbehagen immer von kognitiven (gedanklichen) Fehlern ausgehen. Wichtig: Gestört ist immer, was und wie wir denken, und nicht das, was wir tun. Die Kognitive Therapie konzentriert sich damit primär auf eine Veränderung im Denken (und weniger im Erleben oder Verhalten).
Die Kognitiven Therapieverfahren, zu denen die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und die Rational-Emotive-Therapie (RET) gehören, gehen grundsätzlich davon aus, dass unsere Gefühle, Körperreaktionen und damit unsere gesamte Lebensqualität nur durch unsere Gedanken bzw. Bewertungen bestimmt werden. Wir können z. B. das Gefühl der Angst und deren begleitenden Körperreaktionen (wie Herzrasen) nur dann empfinden, wenn wir irgendwas als „unheimlich“ bewerten. Die Emotion der Scham und das daraus resultierende Erröten können nur dann ausgelöst werden, wenn wir Dinge im Leben für „peinlich“ halten. Bewerten wir aber diese „Dinge“ nicht mehr als „peinlich“ oder „unheimlich“, dann können wir unter den Angst- oder Schamgefühlen nicht mehr leiden und damit mehr Gelassenheit und Lebensqualität im Alltag gewinnen.
Bereits die alten Griechen haben diesen Zusammenhang zwischen Denken, Gefühlen und Verhalten erkannt. Epiktet sagte: Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Urteile und Meinungen über sie. So ist zum Beispiel der Tod nichts Furchtbares, sondern nur die Meinung, er sei furchtbar, ist das Furchtbare. „Belastungen“ oder „Stress“ in unserem Leben werden demnach nur dann als solche empfunden, wenn wir diese als „belastend“ oder als „stressreich“ bewerten möchten (und nicht z. B. als „Herausforderungen“). Damit bestimmen wir durch unsere (oft automatisierten und verselbständigten) Bewertungen selbst, ob und wie unsere Lebensqualität beeinträchtigt wird. Die einzig vernünftige Möglichkeit, unser Leben therapeutisch zu verändern, so die Kognitive Verhaltenstherapie, besteht also darin, unsere Gedanken zu umzustrukturieren. Denn wir sind doch das, was wir uns selbst über uns sagen, und wir werden ja geleitet durch das, was wir unserer Überzeugungen nach tun sollten.Die heutige Kognitive Therapie lehnt sich an solche philosophische – aber durchaus rationale - Grundsätze an. Sie basiert auf einfachen Grundannahmen und setzt ein „nicht einfaches“ Training und praktisches Umsetzen voraus. Klassische Reaktionsketten in der Kognitiven Verhaltenstherapie helfen ein Problemverhalten besser verstehen und modifizieren: Stadium 1: Negative Gedanken („Ich bin ein Versager“, „Ich habe nie was getaugt“) - Stadium 2: Negativen Gefühle (Verstimmung, Niedergeschlagenheit) - Stadium 3: Unerwünschte Körperreaktion (Antriebslosigkeit) - Niedrige Lebensqualität und daraus resultierte mögliche verkürzte Lebenserwartung. Tatsächlich konnten aktuellste klinische Forschungen deutlich zeigen, dass emotionale Probleme hauptsächlich auf bestimmte Erwartungen und Einstellungen über sich selbst, über andere Menschen und über die Welt zurückzuführen sind. Jüngste Psychotherapiestudien platzieren die Kognitive Verhaltenstherapie - als wissenschaftlich fundiertes Verfahren - ganz oben auf die Effektivitätsliste der anerkannten Psychotherapiemethoden.
Konkreter Arbeitsverlauf meiner (kognitiven) Psychotherapie:
In der Kognitiven Verhaltenstherapie wird davon ausgegangen, dass viele psychische Belastungen durch nicht immer bewusste (automatisierte) irrationale bzw. falsche Denkschemata verursacht werden. Diese sind von den Patienten selbst zu erkennen, zu verwerfen und mit neuen Denkweisen zu korrigieren. Neu erworbene Denkschemata werden in weiteren Therapieschritten (unter Anleitung des Therapeuten) ins Verhalten umgesetzt und trainiert.
In der kognitiven Psychotherapie sind folgende Arbeitsstadien zu erkennen:
1. Aufbau der psychotherapeutischen Beziehung und des ersten Arbeitsbündnisses.
2. Benennung, Beschreibung und Selbstbeobachtung der akuten Symptomatik bzw. des Problemverhaltens.
3. Formulierung der Therapieziele und des psychotherapeutischen Auftrages.
4. Erkennen von früheren biographischen Lernprozessen und Prägungsereignissen, die eine Relevanz zu dem aktuellen Problemverhalten haben.
5. Verhaltensanalyse der Beschwerden und deren Auslöser.
6. Herausarbeiten von bisher automatisierten Gedanken und alten dysfunktionalen Denkschemata (schriftliche Kognitive Verfahren)
7. Erarbeiten von korrigierten Denkweisen
8. Umsetzen von neuen Denkmuster in sensu (Training) und vivo (in tatsächlichen Lebenssituationen)
9. Selbstmanagmentstechniken zum Erhalt der neuen Denk- und Verhaltensweisen.
Beispiele für die häufigsten dysfunktionalen Denkgewohnheiten in meiner Praxis:
1) Panikstörung: „Mein Herzrasen ist lebensgefährlich, gleich bekomme ich einen Herzinfarkt und werde umkippen“ (Korrektur: „Mein Herzrasen ist höchstens unangenehm, denn mein Herz ist doch ganz gesund. Ich bin noch nie umgekippt“).
2) Sozialphobie: „Die anderen sind mir überlegen und lachen mich bestimmt aus. Gleich werden Sie auch merken, dass ich schwitze, wie peinlich“ (Korrektur: „Ich bin nicht weniger wert als andere Menschen. Wer mich nicht kennt, kann auch kein Urteil über mich bilden“. Ich schwitze genau so wie jeder andere Mensch auch“).
3) Depression: „Ich bin ein Versager, ich leiste Nichts und bin nichts wert“. „Ich kann anderen Menschen nicht genügen“. (Korrektur: Misserfolg ist menschlich und kein Versagen. Meine Leistungen haben mit meiner Selbstwertigkeit als Mensch Nichts zu tun. Ich lebe mein Leben nicht nur um was zu leisten. Auch nach Misserfolg bin ich genau so viel wert“. „Auch nicht alle anderen Menschen können mir genügen. Ich bin nicht auf dieser Welt, um Anderen gerecht zu werden“).
4) Essstörungen: „Wenn ich zugenommen habe, verliere ich an Kontrolle und versage. Ich kriege mehr Anerkennung, wenn ich untergewichtig bin“ (Korrektur: „ Gerade Untergewicht und dessen körperlichen Konsequenzen bedeuten Kontrollverlust. Auch ein gesundes Gewicht kann ich kontrollieren. Ich sollte Anerkennung nicht mit Mitleid verwechseln“).
5) Schlafstörung: “Wenn ich nicht ausreichend tief schlafe, bin ich morgen nicht leistungsfähig“ (Korrektur: Meine Leistungsfähigkeit ist nur vom Schlaf, sondern auch von anderen Faktoren abhängig. Ich habe schon oft nach wenigem Schlaf viel geleistet“).
6) Sexuelle Störungen: „Meine sexuelle Leistungen sind unzulänglich, ich bringe nicht das, was erwartet wird. Ich habe ja versagt“ (Korrektur: „Sex ist keine Leistung, sondern ein spontanes natürliches Verhalten. Müdigkeit, zu viel Alkohol oder ein falscher Leistungsdruck meinerseits sind dafür verantwortlich“).
Typische fehlerhafte Denkschemata aus der Praxis:
„Wenn ich abgelehnt werde, dann bin ich weniger wert“, „Alle Menschen, die ich mag, sollten mich auch mögen“. „Wenn ich Fehler mache, dann versage ich“. „Ich kriege nur dann Anerkennung, wenn ich was leiste“. Automatisierte Gedanken: „Ich werde nie so gut sein, wie mein Bruder“, „Ich muss… statt Ich will„. „Ich kann es nicht“. „Ich bin unfähig“. „Ich werde es nie schaffen“.
Leistungen meiner Praxis:
1. Die Psychotherapie:
Die Psychotherapie ist eine Krankenbehandlung bei seelisch bedingten Beschwerden, Störungen oder Krankheiten, die unsere Lebensqualität und Lebenserwartung negativ beeinträchtigen. Unsere jüngste Statistik zeigt, dass nahezu jeder Dritte im Laufe seines Lebens unter einer psychischen und behandlungsbedürftigen Störung leidet. Mit der Modernisierung und Liberalisierung unserer Gesellschaft wachsen die Affinität und Bedürftigkeit an Psychotherapie in allen Altersklassen und Sozialschichten. Im Gegensatz zu den sonstigen psychologischen Leistungen (Beratung, Krisenintervention, Supervision, Coaching) wird in der Psychotherapie eine langfristig (strukturelle, fundamentale) Veränderung im Denken, Erleben und Verhalten angestrebt.
2. Weitere psychologische Leistungen, die nicht als Gesundheitspflichtleistungen gelten und daher von Ihren Krankenkassen nicht finanziert werden können:
2.1 Psychologische Beratung und spezifische Krisenintervention:
Anders als die klassische Psychotherapie, die als langfristige Krankenbehandlung gilt und für „krankheitswertige Probleme“ gedacht ist, beschränkt sich die Beratung oder die Krisenintervention auf eine gegenwärtig akute „Krise“, Belastung, aktuelles Lebensereignis oder eine spezifische Fragestellung und bietet eine konkret psychologische Unterstützung bei der Problemlösung und Krisenbewältigung an. Oft handelt es sich lediglich um 1-3 Sitzungen, und nicht um eine langfristig psychotherapeutische Zusammenarbeit, in der auch eine tiefe psychotherapeutische Beziehung aufgebaut werden muss. Gegebenenfalls können zur Unterstützung und Klärung bestimmter psychologischen Fragestellungen auch psychologische Testungen und Begutachtungen zu dieser Leistung gehören – (Entscheidungsdiagnostik, Berufs- und Fahreignung, forensische Psychologie, Schuldfähigkeit). In bestimmten Fällen kann sich die psychologische Krisenintervention in eine Psychotherapie umgewandelt und fortgesetzt werden.
2.2 Coaching:
Der Begriff des „Coaching“ ist heutzutage weit gefasst. Er stammt ursprünglich aus der Arbeits- und Organisationspsychologie und zielte auf das gezielte Training von Führungskräften und Arbeitsgruppen ab. Mit Coaching werden sämtliche sozial- und allgemeinpsychologische Techniken gemeint, die sowohl die persönliche als auch die berufliche Weiterentwicklung fördern können. Zwischenziele und -schritte des Coaching können das Training der Kommunikationsfertigkeiten, Verbesserung der Konfliktlösefähigkeiten und der Teamarbeitkompetenz sein. Auch persönliche Themen und Ziele wie „beruflicher und persönlicher Ausgleich“, „Pflege der Psychohygiene“, Abgrenzung von beruflichen Belastungen, „gesunde Ziel-setzungen“ zur Anhebung der Lebensqualität können im Rahmen des Coaching erarbeitet werden. Anders als in der Psychotherapie konzentriert sich das Coaching nicht auf gesundheitliche (krankheitswertige) Ziele oder Maßnahmen, sondern lediglich auf individuelles Training. Vor diesem Hintergrund ist der Begriff des Coaching rechtlich nicht geschützt und darf auch von nicht qualifizierten/studierten Personen angeboten werden.
2.3 Paartherapie: Bei diesem Ansatz handelt es sich um eine fachlich effektive Intervention durch den Psychotherapeuten, um Paarprobleme in der Beziehungsdynamik zu erarbeiten und verbessern. Eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung der Paartherapie ist allerdings, dass beide Partner über die Bereitschaft und Motivation verfügen, sich auf die Therapie einzulassen. Auch in der Paartherapie kann eine individuelle Psychotherapie empfohlen und durchgeführt werden. Allerdings hat die Paartherapie keine gesundheitliche Zielsetzung, im Gegenteil, oft kollidiert das Ziel der Paartherapie – nämlich nur die Beziehung „zu retten“, mit dem individuellen gesundheitlichen Interesse oder Ziel des Einzelnen (z.B. sich durchsetzen oder trennen zu können). So könne z. B. eine Psychotherapie die Abgrenzungs- und Trennungsfähigkeit als Ziele verfolgen, während die Paartherapie genau im Gegenteil die Trennung zu vermeiden versucht.
2.4 Therapiearbeit in Gruppen: Hier geht es um einen effektiven und ökonomischen therapeutischen Ansatz, in dem mehrere unterschiedliche Personen die gleichen Schwierigkeiten und Belastungen (wie Ängste aller Art, Selbstentwertungsgedanken) erarbeiten können. Voraussetzung für diese Maßnahme ist die Mindestzahl von 4-5 Teilnehmern sowie die Bereitschaft, sich in der Gruppe zu öffnen. Insbesondere bei gemeinsamen Konfrontationen (sozialer Art) und Selbsthilfearbeit hat sich die Gruppenkonstellation als eine sehr effektive Maßnahme erwiesen.
2.5 Psychologische Testung und Begutachtung in allen Bereichen der Entscheidungsdiagnostik (Personalauswahl, Auswahlverfahren und Berufs-diagnostik, klinischpsychologische und pädagogische Schuldiagnostik, Persönlichkeitstestung).
Referenzen: AGEH: Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e. V.
2.6 Dozententätigkeiten: Workshops und Vorträge. Schwerpunkte: Klinische Suizidalität, Suizidprophylaxe, kulturspezifische Suizidalität“, „Politik, Religion und Suizidalität“, „Holocaust und Selbstmord“, Kognitive Therapie.
2.7 Neuropsychologie: Durchführung und Auswertung von Konzentrations- und Gedächtnistestungen, neuropsychologische Beratung und Begutachtung.
2.8 Psychologische Supervision in Gruppen (Teams), Unternehmen und anderen Organisationen. Die psychologische Supervision dient zur Verbesserung der Gruppendynamik und Teamarbeit von Einzelnen oder/und der gesamten Einheit. Hier werden individuellen Themen und Belastungen aber auch kollektive Spannungen, Arbeits- und Organisationsschwierigkeit unter Aufsicht und Moderation des Psychologen in der Gruppe erarbeitet.
Da ich kassenärztlich approbiert, zugelassen und niedergelassen bin, können Patienten aller Krankenversicherungen (gesetzliche Krankenkassen, Privatpatienten und Selbstzahler) aufgenommen werden, vorausgesetzt dass freie Therapiekapazitäten vorhanden sind.
Gleichwohl ob Therapieplätze frei sind oder nicht, bieten wir immer Erstgespräche an, damit die Voraussetzungen für eine psychotherapeutische Zusammenarbeit geprüft werden und eine persönliche Begegnung zwischen Patient und Therapeut stattfindet.
Im Erstgespräch werden alle Einzelheiten bezüglich der Wartezeit und Therapiebedingungen gegeben.
1) Kassenpatienten benötigen zum Erstgespräch unbedingt Ihre Versicherungskarte sowie einen Überweisungsschein von ihrem Hausarzt. Beim fehlenden Überweisungsschein muss – so wie bei allen fachärztlichen Behandlungen – eine Praxisgebühr entrichtet werden. Diese wird jedoch von der Krankenkasse erhoben und müsste daher statt Praxis- eine Kassengebühr heißen. In der Regel werden in meiner Praxis (für die effiziente und ergebnisorientierte Kognitive Verhaltenstherapie) Kurzzeittherapien (25 Sitzungen) beantragt. Diese sind von den gesetzlichen Krankenkasse relativ reibungslos und zeitnahe (ohne Gutachterverfahren) zu bewilligen, vorausgesetzt dass in den letzten 24 Monaten keine vorherige Psychotherapie wahrgenommen wurde.
2) Für Privatpatienten gelten nicht die gesetzlichen Gesundheitsbestimmungen (des Sozialgesetzbuches), sondern die im Vertrag vereinbarten individuellen Versicherungsbeschränkungen der jeweiligen Privatkrankenversicherungen. Diese hängen in der Regel von der Höhe der monatlichen Beiträge ab. Sowohl die Privatpatienten als auch die Selbstzahler sind für die Kostenübernahme der Behandlung selbst verantwortlich und schließen mit der Praxis separate Therapieverträge ab.
Dr. Guy Saar
Diplom Psychologe
Psychologischer Psychotherapeut
Luegallee 53
40545 Düsseldorf
Telefonische Sprechzeiten:
Montag und Donnerstag
10:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Telefon: (0211) 46874185
Sekretariat: Frau Gallus / Frau Zengerling
Kommunikation:
Telefon: (0211) 46874185
Telefax: (0211) 46874185
E-Mail: Praxis@drguysaar.de
Die mit einem (*) versehenen Angaben beruhen nicht auf einer durch Ärztekammern verliehenen Qualifikation.
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