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Verhaltenstherapie
Traumatherapie: EMDR.
Weiterhin: Innere-Kind-Arbeit* + Arbeit auf der inneren Bühne*; körperorientierte Verfahren*.
tel. Sprechzeiten: Mo 12.00-12.30 (Privatpatienten); Mo 12.30-13.00 (gesetzlich Versicherte)
Der Verhaltenstherapie liegt das Ideal des mündigen Menschen zu Grunde. Ein mündiger Mensch ist in der Lage, für sich selbst, seine Handlungen und Gefühle die Verantwortung zu übernehmen. Die Verhaltenstherapie orientiert sich an dem Ziel, dem Patienten die Fähigkeit zu einer solchen Eigenverantwortung und Selbststeuerung zu vermitteln. Die Verhaltenstherapie unterstützt Menschen also dabei, sich selbst zu verändern.
Wir sehen dabei den Menschen als lernendes Wesen. Wir gehen davon aus, dass die Probleme der Menschen, die in die Therapie kommen, damit zu tun haben, dass sie entweder etwas NICHT gelernt haben oder etwas UNGÜNSTIGES gelernt haben. Oft gibt es auch den Fall, dass sie etwas gelernt haben, was vielleicht in der Vergangenheit nützlich war, aber heute - unter veränderten Bedingungen - NICHT MEHR ANGEMESSEN ist.
Im ersten Fall heißt das, Sie müssen etwas Neues erlernen. Im zweiten und dritten Fall müssen Sie umlernen, wenn Sie eine positive Veränderung für sich erreichen möchten.
Diese Sichtweise des Menschen als lernendes Wesen hat zwei bedeutende Vorteile. Zum einen ist es eine sehr positive, optimistische Haltung anderen und sich selbst gegenüber: Schließlich haben wir schon sehr viel in unserem Leben gelernt: Laufen, Sprechen, Schreiben, Radfahren und tausende von anderen Dingen, sodass wir wissen: Lernen ist etwas, was wir können!
Der zweite Vorteil, den es hat, seelische Probleme als Resultat von ungenügenden oder unpassenden Lernerfahrungen zu betrachten, liegt darin, dass wir heute sehr viel darüber wissen, wie Lernen abläuft und unter welchen Bedingungen Lernen gut gelingen kann.
Lernen bedeutet im Leben und in der Verhaltenstherapie:
VERÄNDERUNG DURCH KONKRETE ERFAHRUNG.
Wenn Sie in einer ganz konkreten Situation etwas anderes tun als bisher, kann dies sehr weitreichende Konsequenzen für Ihr Leben haben.
Konkrete Erfahrungen sind äußerst heilsam und ermöglichen grundlegende Veränderungen in der Lebensführung, im Denken und im Fühlen.
Solche konkreten neuen Erfahrungen werden wir in der Therapie wann immer möglich einleiten und für die erwünschte Veränderung zu nützen versuchen.
Die Aufgabe und Rolle des Therapeuten
Der Therapeut stellt dem Patienten sein Wissen zur Verfügung. Die Aufgabe des Therapeuten ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, dem Patienten zu helfen, mit seinen Problemen alleine fertig zu werden, also dessen Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und sich selbst längerfristig überflüssig zu machen.
Die Aufgabe und Rolle des Patienten
Sie sind der Experte für sich selbst! In der Verhaltenstherapie bilden Sie mit Ihrer Therapeutin ein Team, d.h. dass beide gleichrangig sind.
Wie gehen wir vor?
Meistens sind die Probleme und ihre Bedingungen gar nicht so klar. Am Beginn der Therapie steht deshalb häufig die genaue Selbstbeobachtung im Alltag. Oft laufen nämlich vor allem Denk- und Gefühlsprozesse nicht bewusst ab, sondern blitzschnell und automatisch. Hier ist Ihre aktive Mitarbeit erforderlich, um diese Denk- und Gefühlsprozesse und die nachfolgenden Handlungen zu erkennen und festzuhalten.
Gemeinsam werden dann die Ergebnisse besprochen und die Ziele festgelegt. Dann heißt es: Verändern durch konkrete Erfahrung.
Neue Erfahrungen zu machen, kann dann in der Therapie zum Beispiel bedeuten, sich mit vermiedenen Situationen zu konfrontieren (vor allem bei Angst- und Zwangssymptomen), ein Entspannungsverfahren zu erlernen oder im Rollenspiel etwas auszuprobieren. Auch hier ist also wieder Ihre MItarbeit gefragt.
Meist ist es auch nötig, Therapieaufgaben außerhalb der Therapiesitzung durchzuführen. Wenn wir neue Entwicklungsschritte gehen (= lernen) wollen, müssen wir auch üben, nicht nur einmal oder zweimal, sondern recht oft. Denken Sie daran, wie oft Sie das Fahrradfahren geübt haben, bevor Sie es konnten. Der Erfolg einer verhaltenstherapeutischen Behandlung hängt also wesentlich von Ihrer Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit ab. Die Woche hat 168 Stunden. Davon verbringen Sie nur eine in der psychotherapeutischen Sitzung! Um tiefgreifende Veränderungen für sich persönlich zu erreichen, ist es daher wichtig, sich auch in der restlichen Woche, in Form von kleinen Therapieaufgaben, mit den Inhalten der Psychotherapie zu befassen.
Wenn Sie sich also mit dem Gedanken tragen, eine Therapie zu beginnen, stehen Sie vor der Entscheidung, handelnd Entwicklungsschritte nachzuholen, die Sie bislang in Ihrem Leben, aus welchen Gründen auch immer, nicht gehen konnten. Eine Therapie zu beginnen macht nur dann Sinn, wenn Sie auch bereit sind, diese Veränderungsschritte zu gehen. Entscheiden Sie sich also bewusst, ob Sie innerlich bereit sind und der Lebenszeitpunkt günstig ist.
Eine Psychotherapie kann einzeln oder in einer Gruppe durchgeführt werden.
Gruppentherapie ist in vielen Fällen neben oder nach einer Einzeltherapie sinnvoll.
Einzeltherapien ermöglichen eine engere Patient-Therapeut-Beziehung und ein individuelles Eingehen und sind überall dort nötig, wo der Patient aufgrund der Schwere der Erkrankung oder der persönlichen Bedürftigkeit im Mittelpunkt des therapeutischen Geschehens stehen soll. In der Einzeltherapie steht die individuelle Problematik ganz im Vordergrund.
Gruppentherapien nutzen die Gruppe als heilenden Faktor. Sie bieten ein ideales Trainingsfeld zur Verbesserung der sozialen Fähigkeiten, und auch zur Bearbeitung von Beziehungsproblemen. Dies gilt beispielsweise für Menschen mit sozialen Ängsten, die sich aus ihrem sozialen Umfeld zurückgezogen haben oder unter mangelndem Durchsetzungsvermögen leiden. Außerdem ist es oft sehr hilfreich, anderen Menschen zu begegnen, die ähnliche Probleme haben wie man selbst und vielleicht schon ein Stück des Weges hinter sich haben. Eine Gruppe ist auch sehr hilfreich, wenn man mehr Selbstsicherheit entwickeln möchte. Sie ermöglicht ein weites Feld von Lernmöglichkeiten durch die unterschiedlichen Teilnehmer und kann eine Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen sein. In einer Gruppe können sich die Kontakt- und Abgrenzungsfähigkeit und eine gewisse Ich-Stärke besser als in der Einzeltherapie entwickeln. Daher sind Gruppen besonders auch in der Therapie von Angsterkrankungen und Depressionen wirksam und hilfreich.
In meiner Praxis werden regelmäßig Gruppen angeboten.
Die Teilnahme an einer Gruppe erfolgt dann, wenn das nötige Vertrauen und eine entsprechende Beziehung entstanden sind, und ist immer freiwillig.
EMDR ist eine Methode zur Behandlung traumatischer Erinnerungen und damit zusammenhängender Symptome.
Bei einem Trauma kommt das biochemische Gleichgewicht des Informationsverarbeitungssystems im Gehirn durcheinander. Wahrnehmungen, Gefühle, Empfindungen und Gedanken, die von diesem Ereignis herrühren, bleiben im Nervensystem „stecken“. Traumatische Erinnerungen sind Erinnerungen, die - aufgrund der Schwere des Ereignisses (Unfall, schwere Operationen, Vergewaltigung, Überfälle, Katastrophen etc.) - nicht ausreichend in das normale Gedächtnis überführt werden konnten, weil das Gehirn in diesem Augenblick nicht normal arbeiten konnte. Aufgrund dieser unvollständigen Verarbeitung kann es zu dauerhaften und sehr belastenden Symptomen kommen. Dies können Alpträume, ungewolltes häufiges Wiedererleben ('flashbacks'), Gereiztheit, Angstzustände, Depressionen, Vermeidungsverhalten, psychosomatische Beschwerden, Schmerzen und anderes sein.
EMDR ist eine sehr gut untersuchte und hoch wirksame Methode zur Behandlung posttraumatischer Probleme. Es ist ein strukturiertes Verfahren, mit dem Erinnerungen aus der Vergangenheit und traumabedingte Probleme der Gegenwart einer regelgerechten Verarbeitung und damit langfristig einer Integration in das Normalgedächtnis zugeführt werden. Dieser Prozess der 'nachholenden' Informationsverarbeitung wird durch rhythmische Augenbewegungen angeleitet und unterstützt. Möglicherweise nutzt EMDR hierbei den gleichen Mechanismus, der auch im REM-Schlaf dafür sorgt, dass das Gehirn Tageserfahrungen verarbeiten kann. Die beiden Hirnhälften werden durch die Augenbewegungen in ihrer Zusammenarbeit unterstützt.
Die Erinnerung verliert hierdurch ihren überwältigenden und emotionsgeladenen Charakter und kann auf diese Weise zu einer 'normalen' Erinnerung werden. Auch bei der Behandlung von Phantomschmerzen, Phobien und chronischen Schmerzsyndromen sowie der Verankerung von Ressourcen u.a. kann EMDR hilfreich sein.
Weitere Angaben nach § 5 TMG
Die mit einem (*) versehenen Angaben beruhen nicht auf einer durch Ärztekammern verliehenen Qualifikation.
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