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Guten Tag, mein Name ist Zoltan Heger. Ich bin Diplom Psychologe. Meine Arbeitsschwerpunkte umfassen: Therapie (HPG), Prävention, Beratung oder Coaching, Gesprächstherapie, Übungsbehandlung oder Hypnosebehandlung. Mit der Grundlage meiner langjährigen beratenden und therapeutischen Erfahrung unterstütze und begleite ich Sie gerne in Krisenzeiten. Im persönlichen Kontakt können wir gemeinsam abklären, wie ich Ihnen helfen kann. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihr Vertauen schenken würden. Ausführliche Informationen finden Sie auf meiner Website.
Mir selbst gelang es mit therapeutischer Hilfe eine ausgeprägte Angststörung relativ schnell zu überwinden. Die dabei gemachten Selbsterfahrungen flossen in meine langjährige Arbeit mit Patienten mit Angststörungen unterschiedlicher Art mit ein und erwiesen sich als sehr hilfreich. Durch mein besonderes Verständnis als Mit-Experte, denn jeder Mensch mit einer Angststörung wird mit der Zeit ein Experte auf dem Gebiet seiner Ängste, gelang es mir gemeinsam mit einer Vielzahl von KlientInnen eine konstruktive Lösung ihrer Probleme. Über Ängste gibt es zahllose Literatur und Veröffentlichungen. Nachfolgend stelle ich Ihnen meine Einsichten und Ansichten vor, die sicherlich nicht die gesamte Palette über Ängste darstellt, jedoch eine gewisse Einsicht in meine Sicht der Dinge darstellt. Für Kritik, Anregungen, Fragen aber auch für Lob, bin ich Dankbar. Sollten Sie mir schreiben wollen (E-Mail Adresse auf meiner Website), werde ich Ihnen gerne, so bald wie möglich antworten.
Angst beeinflusst auf vielfältige Art und Weise unsere Wahrnehmung, unser Denken und unser Handeln.
Angst hat die unterschiedlichsten Ausprägungen. Angefangen bei Alltagsängsten bis hin zu ausgeprägten Angststörungen. Betroffene erleben eine Angststörung zunächst tatsächlich wie eine furchtbare Krankheit, die das Leben des einzelnen massiv einschränken kann.
Angst bietet jedoch auch die Chance sich besser kennen zu lernen, sich konstruktiv mit sich selbst und mit dem Leben auseinander zu setzen. Den eigenen Spielraum von Erleben und Verhalten zu erweitern und sich dadurch neue Lebensbereiche zu erschließen.
Warum haben wir Angst? Wie entsteht eine Angststörung?
Mit eine Erklärung könnte sein, dass wir vorausschauend Denken und Handeln. (Kinder tun dies entwicklungsbedingt, in weiten Bereichen nicht oder erst nach gewissen Erfahrungswerten) Wir schließen aus Vergangenem auf Zukünftiges. Wir berechnen und sichern unsere nächsten Schritte ab. Kurzfristig wie auch langfristig. Diese Fähigkeit hat unser Überleben und unsere Überlegenheit in der Evolutionsentwicklung deutlich verbessert.
Dies funktioniert jedoch nicht immer so wie wir uns das wünschen würden. Es stehen unendlich viele Unsicherheitsfaktoren dem im Wege. Schon allein, dass andere Menschen anders denken, fühlen und handeln als wir, kann uns verunsichern. Gesellschaftliche Entwicklungen, auf die wir kaum oder gar keinen Einfluss ausüben können, gesundheitliche Risiken oder Umweltkatastrophen, die uns bedrohen sind nur einige der Möglichkeiten. Im Detail betrachtet kann eigentlich ziemlich alles dieses Sicherheitsdenken ins Wanken bringen. Individuell ist dies abhängig von eigenen Erfahrungen, genetischen Vorgaben und Sozialisationsmustern, daraus resultierend vom eigenen Denken und Bewerten.
Dementsprechend ist die Entstehung von Angststörungen individuell und sollte auch dementsprechend individuell aufgearbeitet und aufgelöst werden.
Nachfolgend eine Möglichkeit der Betrachtung:
Angst zieht sich wie ein roter Faden durch unser Leben. Da gibt es die bekannten Kinderängste, die kommen und gehen. Wir nehmen Angst als Gefühl schon wahr, bevor wir es benennen können. Angst hat viele Gesichter und die unterschiedlichsten Intensitäten. Wir haben Angst vor dem schwarzen Mann, vor der Schule, den Lehrern, vor Geistern und Kobolden, vor Hunden, vor dem Fliegen, vor unserem Chef, vor dem Nachbarn, vor bestimmten sozialen Gruppen, vor der Jugend, vor dem Alter, vor Gruppen eine Rede halten zu müssen etc.
Man kann vor unendlich vielen Dingen, Situationen, Personen und auch vor tatsächlich nicht existierenden Dingen, also absolut irrationalen Dingen Angst haben.
Bei der Angst ist es jedoch so, wie bei anderen unangenehmen oder negativ besetzten Gefühlen. Wir neigen dazu sie zu verdrängen, sie einfach zu übersehen, sie zu tabuisieren. Zum einen, weil wir oft nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen, denn Wir haben keine Lösungen parat. Wir fühlen uns ihnen hilflos ausgeliefert. Zum anderen wollen wir auch nicht mit den eigenen negativen Gefühlen Konfrontiert werden. Hierzu gehören neben Trauer, Wut, Frust, Unlust etc. auch Ängste. Angst macht uns Angst.
Je mehr und verzweifelter wir jedoch versuchen ein Gefühl zu verdrängen, desto stärker kommt es wieder. Nicht nur das, es verkleidet sich mit der Zeit, so dass wir Schwierigkeiten haben es zu identifizieren. Wir fühlen uns bedrängt, verzweifelt, haben Angst davor verrückt zu werden oder es schon zu sein.
Wir Menschen suchen nach Erklärungen. Nach Begreifen. Wir wollen die Dinge die um uns und in uns ablaufen erklärbar, be- greifbar, berechenbar machen. Berechenbare Abläufe oder Dinge machen uns keine Angst. Wenn wir keine Erklärungen parat haben, verdrängen wir, oder geben die Erklärung an höhere Mächte ab.
Nun die Menschen erklären sich die Welt um sich herum. Sie stoßen ins Universum vor, erklären sich oder zumindest versuchen sie es, das Universum, die Entstehung der Welt usw. Unter anderem ist ein wichtiger Antriebsfaktor für unsere Neugier oder auch für unsere Erklärungsnöte die Angst vor dem Unbekannten. (Heidegger schrieb "Angst ist die Triebfeder des Seins")
Wenn sie sich jetzt ein Bein gebrochen haben, gibt ihnen die Medizin eine plausible Erklärung dafür und hat gleichzeitig eine passende Therapie parat. Haben sie aber irgendwelche unerklärlichen Ängste, können Sie zunächst nichts damit anfangen. Sie denken vielleicht, jetzt, jetzt bin ich verrückt geworden. Zum einen, weil über solche Gefühle nicht oder aber nur im Zusammenhang mit irgendwelchen Verrücktheiten oder Horrorfilmen in denen die Leute absolut abgedreht sind gesprochen wird. Ich bin doch nicht verrückt. Zum anderen sind Ängste sehr belastend, und belastende Gefühle verdrängen wir gerne, was ja auch verständlich ist.
Angst wird in der Psychologie schon seit langem und sehr gut erforscht. Es gibt vieles was man weiß und es gibt vieles was man vermutet und auch vieles was man nicht weiß.
Es gibt seelische oder kognitive Abläufe, die durch Psychologische Modelle sehr gut erklärbar, nachvollziehbar und auch beweisbar sind. Aber Ähnlich wie in der Medizin, gibt es Modelle, Therapieformen oder Therapieerfolge, bei denen man nicht genau sagen kann, warum eine Heilung eintrat, doch sie ist eingetreten. In solchen Fällen fragt man sich zwar, was hat denn nun geholfen? Warum ist dieser Mensch wieder gesund? Aber auch wenn man keine Antwort findet, wendet man trotzdem die Therapie an, denn die Erfahrung lehrt, dass sie hilft. Und was hilft ist bekanntlich gut.
Es gibt unterschiedliche Schulen innerhalb der Psychologie und der Psychotherapie, mit unterschiedlichsten Modellen und Therapieansätzen.
Meiner Erfahrung nach gibt es nicht den Königsweg. (Sinngemäß sagte sogar Freud, "Angst heilt man nicht auf der Couch, sondern auf der Straße)
Was dem einen geholfen hat, muss für den anderen nicht unbedingt gut sein. Bei der Therapie ist eine Individuelle Betrachtung notwendig. Es gibt kein allgemeingültige Regel oder gar ein Rezept für alle.
Grundsätzlich ist Information und Verständnis für die Betroffenen am Anfang enorm hilfreich.
Therapie von Angststörungen
Das wohl am häufigsten angewandte therapeutische Verfahren bei Angststörungen ist zweifelsohne die Verhaltenstherapie. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, gibt es jedoch nicht den „Königsweg“ der Heilung. Ob Psychoanalyse, Gesprächstherapie, Gestalttherapie oder sonstige Verfahren helfen, hängt vom einzelnen Hilfesuchenden und vom behandelnden Therapeuten / in ab. Wenn man sich die Genese von Angststörungen vor Augen führt erscheint eine integrative Therapie, die sich aus den unterschiedlichen Verfahren zusammensetzt und den individuellen Bedürfnissen angepasst ist am sinnvollsten.
Zunächst ist die medizinische Abklärung und der Ausschluss möglicher körperlich medizinischer Ursachen für die Angstsymptome Voraussetzung, bevor eine Psychotherapie angefangen wird. Im Idealfall erkennt der behandelnde Arzt, ob es sich um ein psychisches Problem handelt und rät zu einer Psychotherapie. Leider ist dies in der Realität jedoch nicht immer der Fall.
Über eine medikamentöse Behandlung bei Angststörungen gibt es unterschiedliche Meinungen. In bestimmten Fällen bringt die Einnahme von Medikamenten Linderung der Symptome und erleichtert die Bewältigung des Alltages. Über die Medikation sollte auf jeden Fall eine ausführliche und wertfreie Information stattfinden.
Grundsätzlich und von tragender Bedeutung ist die Beziehung zwischen Therapiesuchenden und Therapeuten. Die „Chemie“ sollte stimmen. Der Erfolg einer Therapie, dies belegt die Therapieforschung, ist zu einem Großteil von der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Klient und Therapeut abhängig.
Meiner Erfahrung nach ist die Aufarbeitung der Problematik in den meisten Fällen auf unterschiedlichen Ebenen vonnöten.
Als sinnvoller Einstieg in die Angsttherapie hat sich die Verhaltenstherapie als Mittel der Wahl erwiesen. In einer Verhaltenstherapie wird durch verschiedene Verfahren versucht den „Teufelskreis der Angst“ zu durchbrechen und Vermeidungsverhalten zu unterbinden. Praktische Übungen und Strategien zur Bewältigung der Angstsymptomatik erfordern die aktive Mitarbeit des Betroffenen.
In den ersten Gesprächen findet in der Regel eine Verhaltensanalyse statt und es werden die Therapieziele besprochen. Die individuelle Form und die Ausprägung der Angststörung bestimmen das Tempo und die Auswahl der verhaltenstherapeutischen Verfahren die zur Anwendung kommen. Hierzu gehört das Erlernen von Entspannungsverfahren (z.B. progressive Muskelentspannung), kognitive Interventionen (Gedankenstopp, Katastrophengedanken unterbrechen, Gedankenkreisen, etc.) und Expositionsverfahren (praktische Konfrontationsübungen).
In bestimmten Fällen kommt es schon nach den ersten Gesprächen oder nach den ersten Übungen zu einer deutlichen Linderung der Symptome. Manchmal reichen schon einzelne Schritte aus um z.B. eine einfache Phobie aufzulösen und es ist nicht mehr nötig tiefergehend in eine Therapie einzusteigen. Dies trifft jedoch nicht auf alle Betroffenen zu. Wird die Angst und die ursächliche Problematik nicht aufgearbeitet, zeigt sich die Symptomatik erneut oder verlagert sich.
In der Regel entsteht eine Angststörung nicht von einem Tag auf den anderen (außer bei besonders traumatisierenden Ereignissen). Sie hat eine Entstehungsgeschichte. Um die Angst zu verstehen und aufzulösen, ist es in individuell unterschiedlicher Intensität und Form deswegen wichtig, sich mit der eigenen Biografie und den erlernten Sozialisationsmustern auseinander zu setzen, da sie oft die Grundlage für unsere Ängste bilden. Wie sind meine Beziehungsmuster. Was sind meine Erwartungen. Wie ist meine Gefühlswelt? Wie nehme ich meine Gefühle wahr und wie kommuniziere ich meine Gefühle der Umwelt gegenüber? Was sind meine Ziele und Erwartungen, Wie und was sind meine Bewertungsmuster, etc…
Die Ursachen für eine Angststörung liegen bei jedem individuell in den unterschiedlichen Anlagen und unterschiedlichen Erfahrungen und können dementsprechend nicht generalisiert durch eine Therapieform behandelt werden.
Wenn ich die genese meiner Ängste verstehe, fällt es mir auch leichter diese zu bearbeiten und zu einem angstfreieren Leben zu finden.
Hilfreich und als unterstützend haben sich Selbsthilfegruppen erwiesen. Sie ersetzen keine Therapie haben aber oft eine bedeutende therapeutische Wirkung. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Thematik verläuft für den Einzelnen individuell unterschiedlich. Angst gehört zu unserem Leben. Zu einem Problem wird es, wenn sie uns am Leben hindert. Ich habe viele Menschen mit Angststörungen kennengelernt. Meine Arbeit und meine Erfahrungen mit diesen Menschen haben gezeigt, dass sich die Angststörung im Verlauf einer intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik fast immer relativiert. Die Angst ist zu bewältigen. Tausende vor ihnen haben ihre Angst überwunden. Sie können das auch.
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