
|
Ausbildung, Heilerlaubnis und Abrechnung
|
Therapie-Angebot
|
|
Verfahren
|
Behandlungs-Stichpunkte
|
|
Weitere Sprachen
|
Freie Plätze / Wartezeiten
|
|
Mitgliedschaften
|
WENN SIE SPÜREN; DASS ES SO NICHT WEITER GEHT...
Psychotherapie bedeutet für mich viel mehr als lediglich die Anwendung bestimmter Techniken, Verfahren und Prozeduren. Ganz abgesehen von der Diskussion darüber, wie viel Wissenschaft und wie viel Kunst in einer Therapiestunde mitwirken, finde ich für die Beschreibung meiner Arbeitsweise das Bild einer Reise passender, tief und fern ins Innere, aber auch seitwärts in Ihre Umgebung, mit all den Anstrengungen und Aufregungen einer großartigen Reise, mit all den spannenden und entspannenden Aspekten. Ich sehe mich als Therapeutin als Ihre Begleiterin bei dieser Reise auf der Suche nach der Kraft und den Ressourcen, die Sie für die Veränderungen brauchen.
Ich bin gebürtige Chilenin, deutsche Staatsangehörige. Ich gehöre zu einer binationalen Familie und habe im Wechsel zwischen Chile und Deutschland gelebt. Seit 1999 lebe ich wieder in Frankfurt am Main, wo ich mich auch zwischen 1979 und 1984 aufgehalten habe. Ich bin verheiratet und Mutter von drei Kindern.
Ich habe viel Erfahrung als Therapeutin in privater Praxis, besonders in der Beratung und Therapie von binationalen Familien, Paaren und einzelnen Personen mit Migrationhintergrund.
Darüber hinaus habe ich über viele Jahre hinweg im deutschen und im chilenischen Schulwesen gearbeitet, sowohl als Lehrerin wie auch als Schulpsychologin. Zu meinen Arbeitsschwerpunkten zählte über Jahre hinweg die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen in das reguläre Schulsystem. Heute engagiere ich mich für die Inklusion, die Schule für alle Kinder.
SPRACHEN : SPANISCH UND DEUTSCH IDIOMAS ALEMÁN Y CASTELLANO
Wir systemische Therapeuten sehen unseren Auftrag darin, die Familie dabei zu begleiten, ihre Kommunikations- und Verhaltensmuster zu erfassen. So kann zu Lösungswegen und Veränderungen im System angeregt werden, die das gesunde, angstfreie und respektvolle Familienleben wiederherstellen. Es handelt sich hierbei nicht um eine vorschreibende Verordnung des „Glücks“, sondern vielmehr geht es um die Liebe und somit um die Akzeptanz des Anderen als legitimer Anderer.
Auf welche Probleme und Themen kann man in einer Therapie eingehen?
Die Themen in der systemischen Therapie können so unterschiedlich sein, wie die Einzelpersonen und die Familien es auch sind. Unter anderen sind folgende Themen jedoch besonders häufig:
- Wünsche nach Nähe und Zuwendung erkennen. Sorge und Einfluss innerhalb einer Familie bewusster erleben und wenn erwünscht anders steuern.
- Ursprungsfamilie und Gegenwartsfamilie: Zusammenspiel und Widerspruch.
- Familienressourcen entdecken, verstärken und entfalten. Neue Lösungswege gemeinsam entwerfen, diese im Familienalltag testen und anwenden.
- Verarbeitung der eigenen Geschichte.
- Ablösung von der Herkunftsfamilie.
- Verarbeitung der eigenen sexuellen Identität und deren Akzeptanz. Respektvoller Umgang innerhalb der Familie, besonders bei Homosexualität.
- Verarbeitung von konfliktreichen und widerspruchsvollen Lebensereignissen wie Krankheit, Tod, Scheidung, Auswanderung, Migration und kulturellem - - -- Verlust, Arbeitslosigkeit.
- Abgrenzung der Familiensubsysteme: Das Paar und das Elternpaar, die Geschwister und die Kinder. Unbewusste Bündnisse transparent machen.
- Erkennen und Aufdecken von Streitverhalten und Aggressionen als Kommunikationsmuster, um sie bei Bedarf verändern zu können.
- Regeln der Familie, die in der Familiendynamik unbewusst wirken, bewusst machen und gegebenenfalls verändern.
- Bindungen und Verstrickungen erkennen.
- Familiendynamik bei der spezifischen Problematik eines Familienmitgliedes: Sucht, psychiatrische Erkrankungen, Krankheit, Behinderungen, Essstörungen.
- Kindererziehung, Uneinigkeiten, Tabuthemen.
- Konflikte bei neu zusammengesetzten Familien: Beziehung der Kinder zum getrennten leiblichen Elternteil. Treue- und Loyalitätsfragen, Bündnisse.
Ganz besonders sinnvoll erscheint es, kindliche Leidenszustände und Auffälligkeiten „systemisch“ zu erfassen. Diese können zwar als individuelle, interne oder „intrapsychische“ (tief im Inneren liegende) Konflikte erlebt und betrachtet werden. Sie werden aber erst dann verständlich, wenn die Verhältnisse, der Zusammenhang, das Rundherum aufgedeckt und analysiert werden. Nur dann werden diese Verhältnisse wirklich entzifferbar und Sinn erzeugend. Der System- und Beziehungszusammenhang erlaubt die Begrenzung eines räumlich-zeitlichen Kontexts, in dem „das Geschehen“ und die „Symptome“ des Kindes Sinn machen.
Die Wünsche und Erwartungen jedes Einzelnen, die Ängste und Befürchtungen, die Zweifel und das Misstrauen, aber auch die Wertschätzung, Achtung und Anerkennung waren oft schon seit langer Zeit nicht mehr als Inhalte einer klaren, offenen, respektvollen Kommunikation vorhanden. Die stattdessen installierten Kommunikationsmuster sorgten dafür, dass man entweder lieber nichts sagte, um dem Anderen nicht weh zu tun, oder dass man etwas sagte, gerade um dem Anderen weh zu tun – und nicht etwa, um Klarheit zu gewinnen.
Manchmal sind viele Sitzungen einer Paartherapie notwendig, um die gewünschten Veränderungen in der Paardynamik zu erzielen. Aber nicht selten genügen nur wenige ungestörte moderierte Gespräche im Rahmen einer Beratung, um große Veränderungen zu erreichen.
Welche Themen kommen oft in Paartherapien vor?
- Konflikt- und Streitverhalten
- Zukunftsplanung eines Partners und des Paares
- Akzeptanz unterschiedlicher Gewohnheiten und Einstellungen
- Umgang mit Erwartungen
- Sexualität
- Implizite, unbewusste Regeln der Partnerschaft
- Kommunikationsmuster
- Zusammenspiel der unterschiedlichen Bedürfnisse und Sehnsucht nach Nähe – oder nach Distanz und Abgrenzung
- Macht, Abhängigkeit, Hierarchie in der Beziehung
- Aufgaben- und Rollenverteilung
- Beziehungsmuster aus der Herkunftsfamilie
- Ehemalige Partner und Ehen, frühere Beziehungen
- Rolle der Geschlechter
- Uneinstimmigkeiten und Konflikte bei der Kindererziehung
Und was kann als Orientierung für die Zielrichtung helfen?
Wert auf die Andersartigkeit des Anderen zu legen, diese als bereichernde Gegebenheit statt als ein Manko zu empfinden, ist eigentlich überall in der Gesellschaft schwer. Eine utopische Welt, in der diese Akzeptanz möglich wäre, wäre auch dann nicht konfliktfrei, würde aber konstruktiver, respektvoller und demokratischer mit Konflikten umzugehen vermögen. Das Paar ist aber allein wegen seines essentiellen Daseins am ehesten in der Lage, die Andersartigkeit des Anderen zu akzeptieren. Am Anfang der Beziehung trug die reizvolle Tatsache doch entscheidend zur Verliebtheit bei, dass der/die Partner/in anders war. Diese Wertschätzung kann wiedergewonnen werden.
Wesentliche Stichworte, die eine systemische Therapie beschreiben, sind: VERÄNDERUNG, PROZESS, KOMMUNIKATION und INTERAKTON.
Darum besteht die therapeutische Beziehung zwischen einer oder mehreren Personen, die eine Therapie in Anspruch nehmen, weil sie auf der Suche nach einer Veränderung sind, und einer (oder mehr) Personen (dem oder den Therapeuten), die als Experten in der Anwendung von Techniken auftreten, welche in der Lage sind, diese Veränderungen hervorzurufen oder auszulösen. Aber diese Sachlage tritt nicht immer so klar hervor. Oft kommt es zu der paradoxen Situation, dass die Person die Therapie mit dem starken Wusch antritt, der Therapeut möge ihrem Leiden ein Ende setzen, aber ohne irgendwelche Veränderungen der eigenen Person oder Lebenssituation. Über diese Frage zu entscheiden gehört deswegen auch zu den elementaren und primären Bestandteilen der Therapie.
Der Grundgedanke, die Person in ihrem Umfeld zu betrachten, d.h. im Kontext des Systems dessen Bestandteil sie ist, wird in der Einzeltherapie nicht außer Kraft gesetzt. Einerseits gibt es viele Fälle, in denen es weder effizient noch möglich, oder auch einfach nicht angebracht ist, die gesamte Gruppe der Systemmitglieder (der Familie, des Paars, des Arbeitsteams) mit einzubeziehen. Andererseits kann es zweifelsohne durchaus angebracht sein, bestimmte Aspekte in der intimeren Sphäre einer Einzeltherapie zu behandeln. Und schließlich wird ein systemischer Therapeut in der Lage sein, die Komplexität des Beziehungsnetzwerks im Umfeld der Person zu berücksichtigen, ohne dass all diese Personen notwendigerweise in seiner Praxis physisch anwesend sein müssen.
Nicht alle Personen, die mit dem Anliegen einer Psychotherapie anfragen, müssen auch eine beginnen. Jemanden, der es nicht benötigt, einer Psychotherapie zu unterziehen ist mit der bizarren Idee einer allgemeinärtzlichen Praxis verglichen worden, in der jeder, der über irgendwelche Schmerzen an Arm oder Bein klagt, 'für den Fall' sogleich mit einem Gipsverband versehen wird (Haley, 1996).
Oft wird auf die Hilfe eines Psychologen nur als Orientierung und Beratung zurückgegriffen, was sich viel effizienter im Rahmen einer Kurzintervention oder einer psychologischen Beratung realisieren lässt. Somit ist diese Schlüsselfrage an erster Stelle zu klären.
Wann ist es ratsam, nachzufragen?
Immer dann, wenn eine Person fühlt, dass sie psychologische Hilfe braucht, oder wenn nahestehende Personen ihr bedeutet haben, dass sie möglicherweise professionelle Unterstützung benötigt, ist eine Anfrage ratsam, um zu klären, ob eine Psychotherapie oder andere Interventionsform angebracht ist. Das ist insbesondere in folgenden Fällen relevant:
- Wesentliche Antriebslosigkeit beim Angehen des Tageslaufs, der Arbeit, des Familienlebens.
- Traurigkeit ohne erkennbare Ursache, die über einen längeren Zeitraum anhält.
- Schwierigkeiten bei der Wiederherstellung des normalen Lebens nach Verlust- oder Trauersituationen.
- Panik, unbegründete Angst, Verlust der Kontrolle.
- Stress-Symptome.
- Extreme Schüchternheit, fehlende Sozialkompetenz, als schmerzhaft empfundene Einsamkeit.
- Schwierigkeiten im Sexualleben.
- Suchtprobleme, Alkohol-, Tranquilizer- oder anderen Drogenmissbrauch.
- Verzerrungen in der Beziehung zum eigenen Körper und zur Nahrung, Ernährungsstörungen.
- Auftreten körperlicher Symptome ohne definierbare organische Ursache und mit starken emotionalen Komponenten.
- Obsessive Ideen, unerklärlicher Zwang zu bestimmten Handlungen, die unnötig oder irrationell erscheinen.
In solchen Fällen ist es durchaus möglich, dass eine Therapie oder eine andere Form psychologischer Intervention oder Unterstützung von großem Nutzen ist.
| 4238 Seitenaufrufe seit dem 10.12.2007 | Eintrag merken Eintrag ändern | Letzte Änderung am 17.12.2007 |