Für die Wiedervermittlung scheinen Art und Qualität des Arbeitssuchverhaltens entscheidend zu sein. Ein problembezogener Umgang mit dem schwierig zu bewältigenden Ereignis Arbeitslosigkeit führt schneller zur Wiederbeschäftigung als eine emotionale Bewältigungsstrategie und Vermeidungsverhalten. In einer Längsschnitt-Studie erwiesen sich Initiative und kognitive Fähigkeiten als Prädiktoren für eine kürzere Dauer der Erwerbslosigkeit. In mehreren Studien konnte kein Zusammenhang zwischen der Bewerbungshäufigkeit und der Aufnahme einer Erwerbsarbeit nachgewiesen werden.
Laut evaluierter Interventionsstudien ist eine Kombination aus Verhaltensprävention und Verhältnisprävention der beste Weg, um jugendliche Arbeitslose, ältere Langzeitarbeitslose oder Arbeitslose mit eingeschränktem Gesundheitszustand die erforderlichen Handlungskompetenzen zur Bewältigung von herausfordernden Tätigkeiten zu vermitteln. („Die Verhaltensprävention will die Vermeidung von Gesundheit gefährdendem Verhalten erzielen (z.B. Rauchen, Essgewohnheiten, Vernachlässigung der Zahnpflege). Die Verhältnisprävention dagegen befasst sich mit technischen, organisatorischen und sozialen Bedingungen des gesellschaftlichen Umfeldes und der Umwelt sowie deren Auswirkung auf die Entstehung von Krankheiten (z.B. Auswirkungen von Stress)" [Oberender et al. 2002].)
1. Ziel ist es, durch betriebliche Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche von Arbeitnehmern, die entlassen werden, die Erwerbslosigkeit eher von vornherein zu vermeiden.
2. Diese Programme haben auch einen positiven Einfluss auf die Psyche, wenn es zur doch Arbeitslosigkeit kommt.
1. Psychologisch ausgereifte Trainings haben einen positiven Effekt. Bestehende Maßnahmen können unterschieden werden in:
2. Programme zur Verbesserung der Kompetenzen:
3. Es sollte nur auf gut evaluierte Trainingsprogramme zurückgegriffen werden.
1. Langzeitarbeitslosigkeit durch Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik reduzieren
2. Kosten der gesundheitlichen Folgen von Arbeitslosigkeit in den Gesamtkosten und bei der Unterstützung Betroffener berücksichtigen
3. Arbeitslose bei der Übernahme alternativer Rollen unterstützen und somit fortgesetzte gesellschlich-wirtschaftliche Teilhabe zu fördern
4. Wichtige psychohygienische Funktion aller alternativ zur Arbeit im ersten Arbeitsmarkt übernommenen Tätigkeiten unterstreichen
5. Wahlmöglichkeit bzgl. Zeitpunkt und Höhe der Arbeitslosenunterstützung anbieten
Bei Interventionsmaßnahmen, die u.a. auch alternative Formen der Erwerbsarbeit beinhalten, ist darauf zu achten, dass
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